30. Januar 2021

Niemand haftet bei Sturz über E-Scooter

Kurz gesagt: Niemand. Das ist derzeit  nach dem Prinzip geregelt: Guck halt, wo du hintrittst!

Schwierig wird das für Blinde. Im vergangenen Jahr stürzte ein Bremer, der seit Geburt blind ist und sich souverän zurechtfindet, über zwei quer auf dem Gehweg liegende E-Scooter. Den ersten erfasste er noch mit dem Blindenstock, den zweiten konnte er nicht mehr erkennen. Er brach sich den Oberschenkelhals. Jetzt will er sich durch die Instanzen klagen. Denn niemand ließ sich zur Verantwortung ziehen, auch die Betreiber-Firma Voi nicht. Besonders hat ihn erschüttert, dass die Polizei, die kam, meinte, er sei selber schuld.

28. Januar 2021

Radstrecke auf Fildern wird zurückgebaut

Wenn man für Bahn oder Autostraßen in die Natur eingreift, müssen zum Ausgleich woanders wieder Naturflächen geschaffen werden. So auch beim Bau der U6 zum Flughafen. Aber das trifft nun die Radfahrenden. 

Der Weg entlang des Dürrlewanger Waldes in Vaihingen zwischen Steinbach und der Autobahn (siehe Karte unten) wird verschmälert. Er ist derzeit sechs Meter breit und wird auf 3,50 Meter reduziert. Die Strecke ist wichtig für Radpendler:innen und Wochenendausflügler:innen zwischen Siebenmühlental und Vaihigngen. Hier sind viele unterwegs und kamen bisher konfliktfrei aneinander vorbei. Das könnte sich jetzt ändern.

26. Januar 2021

Mit der Mobilitätswende jetzt beginnen

Im Herbst hat sich eine Allianz für eine Mobilitätswende gegründet. Sie fordert von der Politik in Baden-Württemberg eine Milliarde mehr für den Umweltverbund, also für Busse, Bahnen und Fahrrad. 

Die Allianz begleitet den Wahlkampf für die Landtagswahl am 14. März mit rund dreißig Veranstaltungen, meistens digitalen Treffen und Diskussionsrunden überall im Land. Die Termine könnt ihr hier sehen. Sinn und Zeck der Allianz und ihrer Aktionen ist es, die Politik, also die Kandidat:innen, mit der Notwendigkeit zu konfrontieren, dass ernsthaft, schnell und wirkungsvoll auf dem Gebiet der Mobilität etwas für den Klimaschutz getan wird, damit wir die Klimaziele von Paris erreichen und unsere Nachfahren auf unserer Erde noch gut leben können.

Die Foderungen lauten: 

24. Januar 2021

Das geheimnisvolle Stuttgarter Rechteck

Was ist eigentlich das Stuttgarter Rechteck? Und wo kann man sich mal eines anschauen? 

Das Stuttgarter Rechteck sieht so aus: Es nimmt die Fläche eines Parkplatz ein und versammelt auf sich alles, was sonst an Apparaten auf Gehwegen herumsteht. Das erste wurde auf Antrag der Grünen in der Schlosstraße, Ecke Johannestraße bei den Car-Sharing-Parkplätzen eingerichtet. Da habe ich es nun bestaunt. Ich finde allerdings, es steht noch ein bisschen wenig darauf herum. Aber das kann ja noch kommen. Gedacht ist nämlich, dass man auf diesem Rechteck allerlei unterbringt: Radbügel, Informationskästen, Ladesäulen und Mülleimer, eben alles, was sonst die Gehwege schmaler macht. Nachlesen kann man das im Fußverkehrskonzept, Seite 43.

22. Januar 2021

Gute Baustellenumleitung auf der Theo

Baustelle und Umleitung auf der Theodor-Heuß-Straße, an Radfahrende ist gedacht worden. Da passt fast alles. 

Radelt man Richtung Rotebühlplatz, stößt man auf den Hinweis für Autofahrende, dass sich die Spuren auf eine verengen. Einen Hinweis für Radfahrende gibt es nicht, weshalb ich beim ersten Mal auf die Autofahrspur gefahren bin, als ich den Riegel der Baustelle vor mir sah. Das ist aber aber nicht nötig, denn man wird auf einen Radweg geleitet, der auf dem Gehweg unter dem Gebäude hindurch führt. 

20. Januar 2021

Die Leute kaufen Fahrräder

Die Fahrradbranche rechnet mit starken Zuwächsen in den kommenden zehn Jahren. Das überrascht nicht. Der Pedelec-Boom hält an und ist für die Zuwächse verantwortlich. 

Wie das schweizer Magazin Velojournal schreibt, war das Jahr 2020 auch für die Fahrradbanche außergewöhnlich. Die Pandemie hat hohe Umsätze gebracht. Drei Radverbände schätzt, dass der Trend anhält. Sie rechnen damit, dass die Anzahl der jährlich in Europa verkauften Räder um rund zehn Millionen auf 30 Millionen wächst. Das wäre eine Steiguerung von 47 Prozent. Treiber sind vor allem Pedelecs. schon in vier Jahren könnten die 10 Millionen bei den verkauften Pedelcs überstiegen werden.

18. Januar 2021

Gehwege mit Umleitungsschildern vollgestellt

In Untertürkheim müssen die Abwasser- und Wasserleitungen vom Bahnhofsgelände weg unter die Straßen verlegt werden.

Das führt nicht nur für den Autoverkehr zu Umleitungen, sondern auch für den Radverkehr. Baustellen müssen sein, und sie bedeuten für alle Unbequemlichkeiten. Der Radverkehr wurde hier nicht vergessen. Das ist gut. Aber einfach wird es nicht. Blogleser Alex hat sich die Situationen sehr genau angeschaut und viele Fotos gemacht. Vielen Dank. 

Bedenklich übrigens, dass fast alle Verkehrzeichen auf den Gehwegen stehen, die teils viel zu schmal dafür sind. Hier die Beschreibungen
von Alex:

16. Januar 2021

Keine Mehrheiten mehr für den Autowahnsinn

Große Autostraßenprojekte wird es nicht mehr geben. Dafür gibt es die Mehrheiten nicht mehr. 

Die Einwohner:innen von Städte wollen weniger Autos. Und die Gemeinden, durch die die Aumgehrungsstraßen geführt werden sollen, protestieren. Im Februar 2020 wollte eine Volksinitiatie für Basel mehr Autos, aber der Vorschlag des Kantons, bekam die Mehrheit, nun sollen in dreißig Jahren nur noch emissionsarme Fahrzeuge in Basel zugelassen werden. In Zürich wurde ein Autotunnel abgelehnt. Die Stadt woll für Autofahrende nicht attraktiver werden. 

14. Januar 2021

Trasse für Radschnellweg Filstal-Neckartal gefunden

Das Filstal bekommt einen Radschnellweg ins Neckartal Richtung Stuttgart. Die Trasse soll Anfang dieses Jahres dem Gemeinden vorgestellt werden.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg soll der Radschnellweg eine echte umweltfreundliche Alternative für Pendlerinnen und Pendler bieten. Er ist 18 Kilometer lang und entspricht den Qualitätsstandards eines Radschnellwegs.

12. Januar 2021

Wir brauchen die Radlerampel in der Kolbstraße

Der Bezirksbeirat Süd hat einen Antrag gestellt zur Kolbstraße. Sie ist die kürzeste Verbindung zwichen Tübinger Straße und dem Lehenviertel. 

Er fordert eine Ampelanlage für Radfahrende bergauf. Bergab gibt es in der Einbahnstraße, die für den Radverkehr frei ist, einen Augstellplatz mit Radlerampel, die gleichzeitig mit der Fußgängerampel grün wird, sieben Sekunden, bevor die Autos grün bekommen, die aus der Kolbstraße aufwärts Richtung Lehenstraße oder aber abbiegen wollen. Bergauf  fehlt eine solche Ampelanlage. 

10. Januar 2021

Drinnen ist es trocken und warm

Da freut sich auch das Fahrrad. Die Batterie schnurrt wohlig, das Kettenöl bleibt sämig.

Immer wieder nehmen Leute ihre Räder mit ins Büro. Meistens, wenn es sich um teure Fahrräder handelt. Das ist natürlich kein guter Ausweis für die Qualität der Radabstellanlagen draußen. Allerdings kann auch die beste Fahrradgarage nicht verhindern, dass ein Fahrrad gestohlen wird, wenn einer oder eine es unbedingt haben will. 

8. Januar 2021

Wer starke Nerven hat ...

Am Ausgang der Schönestraße Richtung König-Karls-Brücke und Wilhelmspatz Cannstatt gibt es eine Busspur, die für den Radverkehr, der links abbiegen will, freigegeben ist. 

Man fragt sich allerdings immer, wie kommen die Radfahrenden da eigentlich hin? Die fahren doch auf dem Neckardamm. Kürzlich saß ich als Beifahrerin in einem Auto und habe zwei Radfahrende beobachtet, die ab der Wilhelmsbrücke die gesamte Strecke auf der Fahrbahn Badsstraße/Schönestraße geradelt sind, bis einer schließlich noch übrig war, der tatsächlich diese Auffahrt zur König-Karls-Brücke radelte und sich auf der Bus- und Radspur links einordnete, um über die große Kreuzung links Richtung Cannstatt Wilhelmsplatz abzubiegen. 

6. Januar 2021

Z-Übergänge sind für Radfahrende gefährlich

Z-Übergänge über Stradtbahngleise sollen Fußgänger:innen zwingen, in die Richtung zu schauen, aus der die Stadtbahn kommt, bevor sie die Gleise betreten. 

Bei Radfahrenden klappt das nicht. Sie schauen beim zweiten Gleis in die falsche Richtung. Denn ihr Umrundungsradius ist größer. Es geht darum, dass Fußgänger:innen zuerst nach links schauen, sich dann umdrehen und dabei automatisch nach rechts schauen. Fußänger:innen gehen auf zwei Beinen, sie drehen sich um die eigene senkrechte Achse. Radfahrende aber sitzen auf einem fast zwei Meter langem Gerät. Oder sie schieben dieses lange Gerät.

4. Januar 2021

Der faltbare Transportanhänger fürs Frahrrad

Vor acht Jahren hatten Rüdiger Happe und Dirk Markfort die Idee für einen kleinen Fahrradanhänger, den man zusammenfalten kann, wenn man ihn nicht braucht.  

Mit der Technischen Universität Budapest begannen sie ein Technologieprojekt und entwickelten verschiedene Möglichkeiten. Produktdesigner und Studenten entwarfen dann den faltbaren Radanhänger. Und den kann man jetzt über Pullit kaufen.