Offenbar fährt der Verkehrsminister von Großbritannien gerne Fahrrad. "Millionen von uns haben im vergangenen Jahr herausgefunden, was Radfahren und Laufen für großartige Wege sind, um fit zu bleiben und die Straßen zu entlasten", erklärt er und will die Straßenverkehrsordnung ändern.
Radfahrende und Fußgänger:innen sollen Vorrang vor dem Autoverkehr bekommen. Wie der Spiegel unter Berufung auf einen BBC-Bericht meldet, sollen Radfahrende beispielsweise an Kreuzungen Vorfahrt bekommen, wenn sie geradeaus fahren. Wer es auf Englisch lesen will, hat diesen Artikel im Guardian. Das englische Verkehrssystem ist anders, das Links vor Rechts (wir haben Rechts vor Links) gibt es dort nicht. Die Straßen sind meist als Vorrang- und Nebenstraßen ausgewiesen. Auf unsere Verhältnisse übertragen, könnte das heißen, in allen Tempo-30-Zonen mit Rechts-vor-links-Kreuzungen könnten Radfahrende geradeaus durchrollen, während der Autoverkehr links und rechts wartet. Dass das auch beim Überqueren von Vorfahrtstraßen gelten soll (wenn keine Ampel den Verkehr regelt), kann ich mir nicht vorstellen. Aber allein die freie Fahrt für Radfahrende an kleinen Kreuzungen wäre revolutionär. Auf so eine Idee kann nur jemand kommen, der/die selber viel Fahrrad fährt und weiß, wie hart die ständigen Brems- und Startmanöver sind.






