29. Juni 2023

So geht aktive Behinderung des Radverkehrs

Entlang der Augsburger Straße in Cannstatt müssen Radfahrende zwischen Ebitzweg und Posener Straße auf einem schmalen Gehweg in zwei Richtungen fahren. Der Gehweg ist als gemischter Geh- und Radweg ausgewiesen. 

Wie üblich, wenn die Verkehrsbehörde den Autofahrenden etwas mitzuteilen hat, werden die Schilder mit breiten Ständern auf dem Geh- und Radweg abgestellt. So auch hier. Und das, obgleich es Straßenranstellplätze und damit genug Platz im Bereich des nicht rollenden Verkehrs gibt. Auf diesem Gehweg drängen sich, wenn die Schule und die Kitas beginnen und enden, viele Menschen zu Fuß und auf Fahrrädern. Ein Parkautomat war dort auch vorgesehen (er stand auch, wurde aber wieder abgebaut) und davon ist immer noch die Betonbodenplatte als Stolperfalle übrig, die dem Geh- und Radweg eine Restbreite von 1,80 Metern lässt. Der Ständer des Verkehrsschilds lässt nur noch 1,70 frei und ist an der Unterkante 1,90 Meter hoch und das wird nicht nur für große Menschen knapp, sondern auch für Menschen auf Fahrrädern. 

27. Juni 2023

Typisch Stuttgart: Kesselfestival ohne Radabstellanlagen

Ich umrunde den Wasen und frage: "Wo kann ich denn mein Fahrrad abstellen?" Der Mensch am Tor macht eine große Armbewegung und sagt: "Sie dürfen es gern an Zäunen und Geländern anschließen."

Ach so? Die Erlaubnis hätte ich nicht gebraucht. Aber danach habe ich ja auch nicht gesucht, sondern nach dem Radparkplatz. 

Da macht Stuttgart ein kleines Festival, wo es nicht nur am Abend Musik gibt, sondern Samstag und Sonntag tagsüber auch Stände zu Themen wie Mobilität und Sport mit Spielflächen für Kinder, Klamotten und Infoständen, und hat noch nicht gemerkt, dass die Leute - allemal bei schönem Wetter - mit dem Fahrrad anreisen. Das ist jetzt auch in Stuttgart so. Familien kommen mit mehreren Rädern oder mit Lastenrädern. Aber die Stadt bietet ihnen rundheraus gar nichts an, um die Räder diebstahlsicher irgendwo anzuschließen, keinen einzigen Fahrradbügel. Sollen die blöden Radfahrer:innen doch zusehen, wo sie was finden: übrig gebliebene Absperrungen, Zäune, Begrenzungsstangen, Masten. Wer mit mehreren Rädern kommt, kann sie immerhin aneinander anschließen. Die stehen dann wie Inseln herum. 

25. Juni 2023

Machen wir einfach mal was anders als sonst


Das Meiste, was wir tun, ist Gewohnheit. Gewohnheiten können wir aber auch ändern. Das klappt besonders gut, wenn wir in einer inneren Aufbruchsstimmung sind, weil sich bei uns im Leben etwas geändert hat.

Wenn wir uns einmal fürs Auto entschieden haben, dann entscheiden wir uns nicht jeden Tag neu, sondern nehmen es für alle Routinewege. Dasselbe gilt fürs Fahrrad. Und nun ist die Frage, wie kommen wir von der Gewohnheit Auto weg und hin zur gewohnheitsmäßigen Nutzung des Fahrrads? Die die es schaffen, sind nach einer Weile ganz glücklich darüber. Die anderen ahnen nicht, was ihnen entgeht.

Der Sozialpsychologen Florian Kutzner gibt Antworten, die man sich hier durchlesen kann. Meistens braucht es einen Anlass und Bestärkung im Freundeskreis, in der Familie oder bei den Arbeitskolleg:innen. Fährt die gesamte Nachbarschaft und Bekanntschaft Auto, dann klappt es nicht. Und wenn ein kaputtes Fahrrad dem wilden Entschluss zunichte macht, heute das Fahrrad zu nehmen, oder wenn es ausgerechnet dann regnet, dann war's das auch wieder für eine Weile. Wenn man Radfahrende insgeheim ein bisschen verachtet oder wenn man selber nicht so aussehen will wie diese in Warnwesten oder Gelbjacken gehüllten, über den Lenker gebeugten Typen, dann wird das natürlich auch nichts. Solange man noch Begründungen anbringt, warum man mit dem Auto fahren muss, will man seine Gewohnheit nicht ändern und tut es auch nicht. 

23. Juni 2023

Unser neurotisches Verhältnis zu Radfahrer:innen

Menschen auf Fahrrädern halten wir für gefährlich und unverantwortlich risikobereit, für zu reich oder für arm, für anarchisch und ökobesessen. 

Wenn man sich Presse und Diskussionen in den sozialen Medien so anschaut, ergibt sich folgendes Bild: Wir unterstellen Radfahrenden mehr oder weniger insgeheim, dass sie Rad fahren, um Autofahrende zu ärgern und Fußgänger:innen zu jagen, dass sie sich keine Autos leisten können oder umgekehrt, so wohlstandsgesättigt sind, dass das Lastenrad zu ihrem Statussymbol geworden ist. Wir unterstellen ihnen, dass sie sich an keine Regeln halten, auf niemanden Rücksicht nehmen und zugleich ihr eigenes Leben im Straßenverkehr riskieren. Wir empfinden sie auf unseren Straßen als störend, entweder, weil sie auf Fahrbahnen herumgurken und darauf bestehen, dass sie nicht überholt werden dürfen, oder weil sie auf Gehwegen fahren. Wir erleben sie als Menschen, die lautstark Platz für sich fordern, ganze Autofahrspuren und hunderte von Straßenrandparkplätzen, die nie mit dem zufrieden sind, was man ihnen gibt, und irre viel Wind um ihre Mobilität machen, das Auto verteufeln und alle Menschen, die aufs Auto angewiesen sind, ihre Existenzrecht absprechen. 

Kurz, wir haben in Deutschland ein gestörtes Verhältnis zu Menschen auf Fahrrädern.

21. Juni 2023

Plötzlich ...

Als Kind mochte ich beim Bücherlesen das Wort "plötzlich" besonders gern, weil ich wusste, jetzt passiert was Neues. Vielleicht mag ich Radfahren, weil sich da auch oft ganz plötzlich die Situation ändert. 

  • Plötzlich steht ein Auto auf dem Radweg. Nur mal schnell jemanden aussteigen lassen. 
  • Plötzlich hört der Radweg auf. Wird er hinter der Kreuzung weitergehen? Soll ich da jetzt wirklich auf die Angstweiche zwischen zwei Autofahrspuren fahren? 
  • Plötzlich geht es einen Bordstein rauf oder runter. Kabeltunnel legen sich quer und ich muss schleunigst deutlich abbremsen. 
  • Plötzlich ist da ein Loch im Untergrund oder ein Ampelmast oder eine Pollerreihe, durch die ich fädeln muss. Oder es steht eine Verkehrszeichen auf dem Radweg, das den Autoverkehr betrifft. 

19. Juni 2023

Am Ende geht es immer um Autoabstellplätze

Jede politische Diskussion über Klimaziele und die Verkehrswende endet in Stuttgart bei den Autoabstellplätzen. 

Und nicht nur bei uns: Die neue Berliner Verkehrssenatorin (CDU) hat gleich schon mal angeordnet: Es sollen keine Radwege und Radfahrsteifen mehr gebaut werden, wenn dafür Parkplätze oder ein Fahrstreifen wegfallen. 

Unsere Autogesellschaft ist es dermaßen gewohnt, im öffentlichen Raum Platz zum Abstellen von Autos zu bekommen, dass Autobesitzende es förmlich als ihr Recht betrachten, dass die Stadtgesellschaft (und Politik) ihnen diesen Raum gibt und auch finanziert. Ob es um Außengastronomie auf Stellplätzen, Parkletts, die Wanderbaumallee, Stuttgarter Rechtecke, Fahrradbügel oder Stuttgarter Ecken (die Absicherung von Ecken gegen Falschparker) oder einen Radfahrstreifen geht, immer läuft es auf die Frage hinaus, wie viele Parkplätze wegfallen und ob das sein darf oder sein muss.  

Oft formieren sich vor Ort Initiativen, die den Erhalt der Autoabstellplätze vehement fordern. Immer schwingt mit, dass das Auto wohnrortnah abgestellt werden  müsse, zum Parkplatz zwei Minuten laufen will man nicht. Zur Bus- oder Bahn-Haltestelle so weit laufen, soll man aber selbstverständlich. 

17. Juni 2023

Frauen und Männer im Straßenverkehr

Männer werden im Straßenverkehr häufiger getötet als Frauen. Sie sind auch für die meisten Unfälle im Straßenverkehr verantwortlich, bei denen andere zu Schaden kommen. 

Frauen stellen im öffentlichen Raum eine geringere Gefahr für andere dar. Das geht aus den Statistiken hervor. Zwei Drittel aller Frauen wurden im Pkw verletzt oder getötet, meist als Beifahrerin. Offenbar fahren immer noch mehr Männer das Auto als Frauen. Frauen werden übrigens, einer britischen Untersuchung zufolge fast doppelt so oft im Auto eingeklemmt wie Männer, vermutlich, weil das Auto und seine Sicherheitstechnik für Männer konstruiert sind und nicht für Frauen. 

15. Juni 2023

Warum geht das nicht schneller?

Radfahrverbände und Radfahrende machen eigentlich überall die Erfahrung: Es gibt jede Menge Zielbeschlüsse, aber der Ausbau der Radinfrastruktur geht nur schleppend voran. 

Wenn ich kursorisch durchs Internet surfe, sehe ich, es ist in Stuttgart nicht anders als in Bonn, Berlin oder Karlsruhe, Bochum, Kaltenkirchen, München oder Dresden. Oder in Baden-Württemberg, Brandenburg oder Sachsen. Auch die Freiburger sind nicht zufrieden.  In Mainz ist es die oppositionelle CDU, die mehr Elan beim Ausbau der Radwege fordert, in Rhein-Erft fragt die SPD: Wie soll die Verkehrswende gelingen, wenn keiner an ihr arbeitet? Auch in Hamburg streitet man sich, ob es nun vorangeht oder nicht. 

Meist sind es nicht der politische Wille - Mobilitätswendebeschlüsse werden gefasst - oder Mangel an Geld, sondern lange Beschlusswege, zeitraubende Bürgerbeteiligungsverfahren, Personalmangel und die strukturelle Sperrigkeit der Verwaltungen.  

13. Juni 2023

Echt jetzt? Außengstro statt Hauptradroute?

Montage: Container, Leute, Biertische, Oper
Es sieht nicht gut aus mit der Hauptradroute 1 und der geplanten Außengastronomie an der Oper. 

Nachdem der Vorschlag, die Radfahrenden entlang der B14 um den Trubel herum zu leiten, vom Ordnungsamt abgelehnt wurde, war eigentlich klar, dass es keine Außengastro auf der Hauptradroute 1 geben kann. Und das gilt immer noch. Aber OB, Land und Theater haben sich außerhalb der politischen Gremien darauf geeinigt, es nun doch zu machen. Ohne Umleitung. Damit sind wir wieder zurückgefallen auf den Anfang, als Mitte April die Idee einer Außengastro beim Staatstheater aufkam: Die Tische und Bänke werden teils auf der Hauptradroute 1 stehen. Deshalb machten die Grünen im Gemeinderat sofort den Vorschlag einer Umleitung über eine Spur der B14. 

Die wäre ohnehin dringend nötig. Schon jetzt empfinden etliche Fußgänger:innen jeden Radfahrer als zu schnell, der morgens und abends seinen Arbeitsweg an den Theatern entlang fährt. Viele sehen sich in Gefahr. Noch ist die Fläche so groß, dass Radfahrende Abstand zu Fußgänger:innen halten und Ansammlungen umfahren können. Wir sind es ja auch gewohnt, auf Fußgänger:innen zu achten, schließlich geht die HRR1 kilometerlang (als gemischter Geh- und Radweg) durch den Schlossgarten, versehen mit etlichen Engstellen. 

Fußgänger:innen sehen das allerdings überhaupt nicht locker. Sie fühlen sich immer gestresst, wenn die Stadt sie mit Radfahrenden auf einem gemeinsamen Geh-/Radweg zusammensperrt. Und je mehr der Radverkehr zunimmt, und das tut er, desto enger wird es auf der Hauptradroute 1 durch den Schlossgarten. Da Fußgänger:innen oftmals nicht auf den Radverkehr achten, erschrecken sie fürchterlich, wenn ein Radfahrer an ihnen vorbei fährt, und haben stets den Eindruck, er sei in einem irre Tempo unterwegs. 

Leider haben wir keine andere Tallängsroute. Alternativstrecken liegen weit entfernt von dieser Hauptradroute und führen zu anderen Zielen. Und nun Tische und Bänke und Container und Publikum, das sich auf der Fläche aufhält, ohne zu ahnen oder verstehen zu wollen, dass das die einzige und und eine viel befahrene Hauptradroute ist, die unglücklicherweise durch den Park geht. 

11. Juni 2023

Hier werden wir ein Problem bekommen

In Hedelfingen soll im Zuge des Ausbaus der Radinfrastruktur der Haurpradroute 2 zwischen Wangen und Hedelfingen auch die Einmündung der Heiligenwiesen auf die Hedelfinger Straße verändert werden. 

Und wieder hat niemand daran gedacht, dass Radfahrende nicht immer nur geradeaus fahren oder rechts abbiegen wollen. Wer künftig aus Hedelfingen kommend mit dem Fahrrad bei Lidl einkaufen will (einen riesigen Autoparkplatz gibt es dort), muss zurück einen Umweg fahren. Denn die Autofahrer sollen künftig nicht mehr aus den Heiligenwiesen nach links über die Stadtbahnschienen hinweg Richtung Hedelfinger Platz abbiegen. Sie müssen rechts abbiegen und bis zu einem neu gebauten U-Turn fahren, der sie über die Gleise und auf die Gegenfahrbahn Richtung Hedelfinger Platz bringt. Hilft sicher der Abwicklung des Auto- und Bahnverkehrs. Aber es schadet der Bequemlichkeit des Radfahrens.

9. Juni 2023

Radfahren in Stuttgart wird zehn Jahre alt

Das hätte ich nicht gedacht, als ich am 10. Juni 2013 mit dem Blog anfing, weil mir auffiel, wie kompliziert die Verkehrswelt für Radfahrende ist. 

Hätten wir zusammen feiern können, aber morgen Nachmittag bin ich mit einer Fahrradgruppe in Stuttgart unterwegs. Es ist eine Stadtführung an Orte der NS-Militärgerichtsbarkeit in Stuttgart und bereits die zweite Kulturveranstaltung, bei der ich geholfen habe, sie als Radtour zu gestalten. Ende Mai war ich im Rahmen des Literaturfestivals mit dem Autor und Radler aus Tübingen, Joachim Zelter unterwegs. (Er kam mit dem Rennrad, fährt aber auch S-Pedelec.) Wir radelten und er las am Karlsplatz, am Karlsgymnasium, auf dem Santiago-de-Chile-Platz und am Garnisonsschützenhaus aus seinen Büchern. 18 Zuhörer:innen auf Fahrrädern waren dabei.  

Meine größte Sorge bei der Planung war, wie ich den Tross (es hätten ja auch 30 sein können) von der Seite der Tübinger Straße Richtung Neue Weinsteige über dem B14 kriege.

7. Juni 2023

Strukturell lebensgefährlich - Abbiegen über Radstreifen

Foto: Blogleser Florian
Am Montagabend berichtete mir Blogleser Friedemann von einem schweren sogenannten Abbiegeunfall in Cannstatt an der Ecke Waiblinger/Daimlerstraße. 

Demnach überfuhr der Fahrer eines Betonmischers, der auf der Waiblinger Straße vom Wilhelmsplatz her kam, beim Einbiegen in die Daimlerstraße einen Radfahrer. Weiter heißt es: "Den genauen Unfallhergang kann ich nicht beschreiben. Das Fahrrad lag komplett unter der vorderen Doppelachse des Lkws, der Radfahrer lag vor dem Lkw, die Einsatzkräfte eines Polizeiwagens waren bereits vor Ort und kümmerten sich um den Verletzten, der wohl ansprechbar und bei Bewusstsein war. Mehr kann ich dazu nicht sagen, ausser dass im Laufe der nächsten fünf Minuten mehrere Rettungswagen eintrafen. Als ich ca. eine Stunde später zurückkam, stand der Lkw immer noch an derselben Stelle, das Fahrrad immer noch darunter."

Etwas später meldete auch die Stuttgarter Zeitung den Zusammenstoß. Demnach bog der Fahrer eines Betonmischers gegen 17:30 Uhr  aus der Waiblinger Straße nach rechts in die Daimlerstraße ein. Er erfasste einen 36-jährigen Radfahrer, der auf dem markierten Radstreifen geradeaus Richtung Fellbach fuhr, und verletzte ihn schwer. Er musste ins Krankenhaus. Der Zeitung ist es auch der Erwähnung wert, dass ein Kriseninterventionsteam den Lastwagenfahrer betreute, der einen Schock erlitt. Und welches Kriseninterventionsteam betreute die Angehörigen des verletzten Radfahrers, frage ich mich, die sicher auch unter Schock stehen? Es ist durchaus möglich, dass beim Überbringen der Nachricht durch die Polizei auch ein Kriseninterventionsteam dabei war, aber es wird nicht erwähnt. 

5. Juni 2023

Breitscheidstraße hübsch

Über das Sträßchen bei der Liederhalle zwischen Seiden- und Silcherstraße habe ich immer wieder berichtet, weil da nichts passte. 

Sie war schon lange für den Autoverkehr gesperrt, war aber zugeparkt, besaß Ampelanlagen, die wie für den Autoverkehr wirkten, aber für Radfahrende gedacht waren, einen Radfahrstreifen und einen kuriosen Verkehrszeichenmast, der immer wieder von Autofahrern umgefahren wurde. Auf der anderen Seite wurde sie durch eine Sperre gegen Autofahrer gesichert, und war für Radfahrende deshalb schwer passierbar (siehe Foto unten). 

Inzwischen ist die Straße in eine hübsche Zone mit Radweg und Gehweg umgewandelt worden.

3. Juni 2023

Die Autoverkehrswelt triumphiert immer

Wenn man die Welt nur aus Sicht der Autofahrenden sieht, dann stellt man die Bake, die den Autoverkehr leiten soll, mitten auf den Radweg. 

So gesehen, am Samstag, dem 27. Mai, zu einer Zeit, wo nicht gerade wenige Radfahrende die Rad- und Fußgängerfurt an der Planie befahren. Sie kurvten nun alle um diese Bake herum. (Am Sonntag war die Bake beseitigt.) Wir Radfahrende fragen uns, wenn wir so was sehen, immer, was denken sich die, die  Verkehrszeichen aufstellen, eigentlich? An uns denken sie jedenfalls nicht. 

Leute, die Radfahrende nicht mögen, sagen dann gerne: "Die können doch drum rum fahren." In der Autowelt gilt dieses Argument nicht. Dem Autoverkehr darf nichts im Wege stehen. Und wenn doch greifen manche zur zur Selbstjustiz. 

1. Juni 2023

Übrigens ...

Vor knapp einer Woche ist auf der Hauptradroute 1 in der Tübinger Straße vor der Kreuzung mit der Silberburgstraße stadteinwärts die Ratterrille verschwunden. 

Das Tiefbauamt hat die Rinne einigermaßen niveaugleich mit Asphalt gefüllt. (Gut, hätte man noch liebevoller machen können.) Es hoppelt immer noch ein bisschen, aber doch weniger als vorher. Ist keine große Sache, aber über Jahre hin ratterten täglich tausende Radfahrende da drüber, einmal auf dem Weg in die Stadt, abends zurück nach Hause. Auch Details sind wichtig. Sie zeigen Wertschätzung. Abgesehen davon, sind Unebenheiten auf der Fahrbahn nicht ganz unkritisch. Viele, die neu vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, stürzen im ersten Jahr, weil sie es nicht gewohnt sind, auf Schlaglöcher zu achten und den Lenker festzuhalten. 

Und so sah es noch bis Mittwoch früh (24.Mai) aus: