17. August 2017

Radbügel statt Polizei

Wenn man einen Gehweg vor Aufparkern schützen will, fallen dann auch mal Radabstellbügel für uns ab. 

So wie hier in der Epplestraße in Degerloch vor dem Metzger. Das ist schön, dass wir hier Fahrräder anbinden können. Dei Bügel stehen längs des Bordsteins, und zwar so, dass Autofahrer auch nicht mit einem halben Reifen hoch kommen.

Doch, es ist gut, dass wir mehr Radabstellanlagen bekommen. Zumal in einer Einkaufsstraße, die vor Parkplätzen nur so strotzt (übrigens alle mit Bäckertaste).

16. August 2017

Anton, der Unverwüstliche

Die Marke Anatom, auch Westdeutsches Luxus-Markenrad, kann man nur noch gebraucht kaufen. Oder man hat es noch. 

Viel habe ich darüber im Internet nicht gefunden. Offenbar wurde es in den Siebzigern hergestellt. Ich bin sicher, einige von euch wissen mehr über diese Radmarke.

Gesehen habe ich das Fahrrad in den Radständern an der Kronprinzstraße beim Böhm. Auf den Stangen sieht man die Schriftzüge Anatom und Luxus-Klasse. Es scheint auch noch den ursprünglichen Sattel zu haben. Man sieht eine Dreigangschaltung. Und es hatte auch einst dieses lustige Hinterradspeichenschloss, das man eigentlich nur aufbiegen musste, wenn man das Rad klauen wollte.

15. August 2017

Einar, das E-Einrad mit Handkurbel

Da stand ich dann doch eine Weile und habe gegrübelt. Ein Klappfahrrad? Mit Elektromotor! Aber mit nur einem einzigen Rad? Äh!

Und was soll das Rollstuhlzeichen am Gepäckträger ? Ach ja ... Genial! Es ist ein Hand-Bike für Rollstuhlfahrer mit elektrischer Unterstützung. Man verbindet es mit dem Rollstuhl und kann dann loslegen. Wie das geht, sieht man hier.

Ich habe dieses E-Handbike für Rollstuhlfahrer im Innenhof des Rathauses gesehen.

14. August 2017

Von der Schwierigkeit mit dem direkten Weg

So manche Quer- oder Längsverbindung durch Stuttgart ist für Radler nicht vorgesehen.  Dieser Radler nimmt den direkten Weg auf der Fahrbahn. 

Er kommt von der Wolframstraße her, ist unter dem Eisenbahntunnel durchgeradelt (vielleicht auf dem linksseitigen Radweg und dann über die Fußgängerampel auf die Fahrbahn, vielleicht durchgehend auf der Fahrbahn.) Er will zur Neckarstraße. Über die Radwege des Schlossgartens schafft er das nur über sehr lange Umwege. Vielleicht kennt er sich auch so gut gar nicht aus, dass er diese Wege finden würde.

Also ist er auf der Cannstatter Straße geblieben und fährt mit den Autos bei Grün über die Kreuzung in die Heilmannstraße.

13. August 2017

Die Angst radelt mit

Es gibt eingefleischte Fahrbahnradler, die über Radwege und Radstreifen fluchen, und es gibt Menschen, die gerne Rad fahren, aber um Gottes Willen nicht auf der Fahrbahn, sondern nur auf Radwegen. 

"Wenn Radfahrer die Fahrbahn nutzen möchten, obwohl es einen straßenbegleitenden Radweg gibt, ist dies ein sicheres Zeichen für einen schlechten Radweg", schreibt David Hembrow in einem Artikel, den das Bundesverkehrsministerium übersetzt auf seine Seite gestellt hat. Es geht um die Frage der Sicherheit - objektiv und subjektiv - die Menschen in den Niederlanden aufs Fahrrad gebracht hat. Radeln ohne Angst, das ist das Entscheidende. Und dazu brauchen wir wohl Frauen für die Fahrradpolitik, die mit ihren Kindern radeln wollen. 

12. August 2017

Radfahrer:innen hassen geht immer

Autofahrer:innen hassen sie. Und Fußgänger:innen erst recht. "Radfahrer sind staatlich anerkannte Gutmenschen", behauptet ein Beitrag im Blog des Freitags. 

"Die Cyborgs übernehmen gerade die Evolution. Die Radfahrer. Mit dem allerhöchsten Segen der umweltpolitischen Korrektheit klingeln sie mich erbarmungslos vom Spazierweg ..." egal, ob man springen kann oder nicht. Fahrradförderung auf Kosten von Fußgänger:innen, so der Tenor, ist nicht fair, den Spaziergänger:innen gegenüber. Das denke ich mir auch manchmal, wenn ich durch den Schlossgarten radle. Die armen Leute zu Fuß! Und dann denke ich: Aber welche Alternativstrecken haben wir Radler:innen eigentlich?

Wo ist denn der echte Tallängs-Radweg? 

11. August 2017

Der Himmel am Boden

Wie Radwege beleuchten, die durch dunkle Ecken oder Wälder führen. Wir denken derzeit beim geplanten Schnellradweg über die Römerstraße über LED-Lichter nach, die nur bei Bewegung anspringen. Es geht aber auch anders. 

Man könnte aber auch solches Material nehmen, das das Tageslicht speichert und nachts für ein paar Stunden wieder abgibt. Der Radblogger Tobias Finger hat da mal recherchiert, was es alles gibt. Im Nordpolnischen Ort Lidzbark Warminksi können Radler hundert Meter über einen Weg fahren, der tagsüber türkis glänzt und bei Dunkelheit blau leuchtet.

10. August 2017

Was eine Bloggerin auch mal glücklich macht

Man kann nie vorhersagen, welcher Post gut ankommt. Dieser aber ist durch die Decke gegangen. Jedenfalls für meine Verhältnisse. 

Am 12. Juli habe ich über die "Uneingeschränkte Macht auf der Straße" geschrieben. Kein einfaches Thema. Zumal ich mich auf eine US-Doktorarbeit und einen englischen Artikel bezogen habe, auf den mich Blogleser Carsten aufmerksam gemacht hat. Das Thema hat jedoch offenbar den Nerv von zehntausenden Radfahrenden getroffen. Er hat ihre Gefühle im Straßenverkehr gespiegelt und eine soziologische Erklärung dafür geliefert, warum viele Autofahrer sich Radlern gegenüber so respektlos bis hasserfüllt benehmen. Eine Erklärung haben, tut gut, auch wenn sie ein wenig deprimierend ist.

Mein bisher meist aufgesuchter Artikel war der über die "2-Meter-Regel", aber nur weil TV-Zuschauer in einer Werbepause die Antwort auf die Halbe-Millionenfrage bei "Wer wird Millionär" recherchierten (4.600 Zugriffe). Der eigentlich erfolgreichste Post war bis dahin "Radfahren macht Kinder besser in Mathe" mit 1.800 Zugriffen. Aber auf einmal ist alles anders geworden.

9. August 2017

Lastenräder sind die Zukunft ...

... ja, aber es gibt sie auch schon ganz lange. Die Post ist mit der größten Lastenradflotte unterwegs, die wir in Deutschland haben. 

Längst auch mit elektrischer Unterstützung. Denn die Post weiß: Mit Lastenrädern kommt man überall hin und versperrt wenig Platz.

Wobei Postfahrräder wie dieses auf Gehwegen auch nicht die ideale Lösung sind. Wobei ich noch keine Beschwerden über Postfahrräder gehört habe. Wir nehmen sie praktisch nicht wahr.

Lastenräder helfen, wie man an der Post sieht, das Zustellproblem kleiner und leichter Waren in der Innenstadt und in den Wohngebieten zu lösen. Kleine Räder anstelle der Kleintransporter, die überall durchwollen und überall stehen, auf Gehwegen, in Kurven, auf Zebrastreifen ...