7. Februar 2021

Wir warten auf Umsetzung

Ich erinnere mich nur noch dunkel daran, wie im Bezirksbeirat Süd ein Radstreifen in der Böheimstraße vorgestellt wurde, der über die Hauptstätter Straße (Tunnelmund) in die Filderstraße führen soll. 

Noch ist nichts passiert. Man radelt zwischen Rechtsabbiegerspur und den beiden Linksabbiegespuren hinüber in die Filderstraße. Eine Verkehrsinsel rechts mit einerm Verkehrsziechen (Foto unten), macht die Fahrbahn genau nach der Querung schmal bei der Einfahrt in die Filderstraße, sodass Auto und Fahrrad nicht mehr nebeneinander passen. Die meisten Autofahrenden versuchen, auf jeden Fall noch vorbei zu kommen. Für diese Ferkehrsinsel ist aber bisher keine Lösung geplant.

5. Februar 2021

In der Breitscheidstraße klappt's wieder nicht

Wir kennen diesen Schnipsel zwischen Seidenstraße und Falkenstaße im Westen bei der Liederhalle schon. Denn das Verkehrzeichen wird ständig umgefahren. 

Jetzt fehlt auf der anderen Seite die Schranke, damit Autos nicht reinfahren. Denn ein Bus nimmt diesen Weg in Richtung Liderhalle, der vermutlich wegen einer Baustelle umgeleitet wird. Es steht zwar ein Schild am Eingang der Straße, das sagt: Fußweg - Rad frei. Aber das kümmert die Autofahrenden nicht. Das Lustige, auch der Bus darf eigentlich nicht reinfahren.

3. Februar 2021

Regenradeln nimmt bei guter Radinfrastruktur zu

Bei Regen radelt ja niemand? Stimmt nicht. Wenn die Radinfrastruktur gut ist, dann fahren die meisten derer auch bei Regen oder Schnee mit dem Fahrrad, die bei schönem Wetter radeln. 

Das hat eine Studie der Uni Münster ergeben, die mir auf Englisch vorliegt. Demzufolge untercheiden sich nicht nur die Radfahrzahlen bei unterschiedlichen Städten stark voneinander, sondern auch die Zahl derer, die bei schlechtem Wetter immer noch radeln. In der Studie wurden in dreißig deutschen Städten die Daten von 122 automatischen Zählstationen untersucht. Die Zahlen wurden mit Wetterfaktoren wie Kälte, Regen und Wind ins Verhältnis gesetzt. Dabei zeigte sich, dass dort, wo viele junge Leute leben und wo es ein gut ausgebautes Radnetzt gibt, mehr Leute auch bei schlechtem Wetter radeln als in Städten, wo es das nicht gibt.  

1. Februar 2021

Rad- und Fußverkehr macht Städte schön

Die schleswig-holsteinische Landesarbeitsgemeinschaft für den Fuß- und Radverkehr, RAD.SH, hat für die Kommunen eine Broschüre veröffentlicht, in der sie zehn gute Gründe für den Rad- und Fußgverkehr nennt.

Die Broschüre kann bei Veranstaltungen oder Bürgerforen verteilt werden und richtet sich vor allem an die Leute, die sich bisher noch nicht groß mit den Thmen einer selbstaktiven Mobilität befasst haben und nicht wissen, dass Radfahren billiger ist für Städte und nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch den sozialen Zusammenhalt und die Wirtschaftskraft einer Stadt fördert.

Die einzelnen Seiten der Broschüre kann man hier anschauen und das Heft auch bestellen. Ich finde es nett gemacht. 

30. Januar 2021

Niemand haftet bei Sturz über E-Scooter

Kurz gesagt: Niemand. Das ist derzeit  nach dem Prinzip geregelt: Guck halt, wo du hintrittst!

Schwierig wird das für Blinde. Im vergangenen Jahr stürzte ein Bremer, der seit Geburt blind ist und sich souverän zurechtfindet, über zwei quer auf dem Gehweg liegende E-Scooter. Den ersten erfasste er noch mit dem Blindenstock, den zweiten konnte er nicht mehr erkennen. Er brach sich den Oberschenkelhals. Jetzt will er sich durch die Instanzen klagen. Denn niemand ließ sich zur Verantwortung ziehen, auch die Betreiber-Firma Voi nicht. Besonders hat ihn erschüttert, dass die Polizei, die kam, meinte, er sei selber schuld.

28. Januar 2021

Radstrecke auf Fildern wird zurückgebaut

Wenn man für Bahn oder Autostraßen in die Natur eingreift, müssen zum Ausgleich woanders wieder Naturflächen geschaffen werden. So auch beim Bau der U6 zum Flughafen. Aber das trifft nun die Radfahrenden. 

Der Weg entlang des Dürrlewanger Waldes in Vaihingen zwischen Steinbach und der Autobahn (siehe Karte unten) wird verschmälert. Er ist derzeit sechs Meter breit und wird auf 3,50 Meter reduziert. Die Strecke ist wichtig für Radpendler:innen und Wochenendausflügler:innen zwischen Siebenmühlental und Vaihigngen. Hier sind viele unterwegs und kamen bisher konfliktfrei aneinander vorbei. Das könnte sich jetzt ändern.

26. Januar 2021

Mit der Mobilitätswende jetzt beginnen

Im Herbst hat sich eine Allianz für eine Mobilitätswende gegründet. Sie fordert von der Politik in Baden-Württemberg eine Milliarde mehr für den Umweltverbund, also für Busse, Bahnen und Fahrrad. 

Die Allianz begleitet den Wahlkampf für die Landtagswahl am 14. März mit rund dreißig Veranstaltungen, meistens digitalen Treffen und Diskussionsrunden überall im Land. Die Termine könnt ihr hier sehen. Sinn und Zeck der Allianz und ihrer Aktionen ist es, die Politik, also die Kandidat:innen, mit der Notwendigkeit zu konfrontieren, dass ernsthaft, schnell und wirkungsvoll auf dem Gebiet der Mobilität etwas für den Klimaschutz getan wird, damit wir die Klimaziele von Paris erreichen und unsere Nachfahren auf unserer Erde noch gut leben können.

Die Foderungen lauten: 

24. Januar 2021

Das geheimnisvolle Stuttgarter Rechteck

Was ist eigentlich das Stuttgarter Rechteck? Und wo kann man sich mal eines anschauen? 

Das Stuttgarter Rechteck sieht so aus: Es nimmt die Fläche eines Parkplatz ein und versammelt auf sich alles, was sonst an Apparaten auf Gehwegen herumsteht. Das erste wurde auf Antrag der Grünen in der Schlosstraße, Ecke Johannestraße bei den Car-Sharing-Parkplätzen eingerichtet. Da habe ich es nun bestaunt. Ich finde allerdings, es steht noch ein bisschen wenig darauf herum. Aber das kann ja noch kommen. Gedacht ist nämlich, dass man auf diesem Rechteck allerlei unterbringt: Radbügel, Informationskästen, Ladesäulen und Mülleimer, eben alles, was sonst die Gehwege schmaler macht. Nachlesen kann man das im Fußverkehrskonzept, Seite 43.

22. Januar 2021

Gute Baustellenumleitung auf der Theo

Baustelle und Umleitung auf der Theodor-Heuß-Straße, an Radfahrende ist gedacht worden. Da passt fast alles. 

Radelt man Richtung Rotebühlplatz, stößt man auf den Hinweis für Autofahrende, dass sich die Spuren auf eine verengen. Einen Hinweis für Radfahrende gibt es nicht, weshalb ich beim ersten Mal auf die Autofahrspur gefahren bin, als ich den Riegel der Baustelle vor mir sah. Das ist aber aber nicht nötig, denn man wird auf einen Radweg geleitet, der auf dem Gehweg unter dem Gebäude hindurch führt.