17. Februar 2021

Fußgängerzone statt Anliegerstraße

Wenn Autofahrende die Verkehrszeichen nicht sehen, dann sehen sie diese Fahrbahnmalerei. 

Sie befindet sich in der Steinkopfstraße (am Bopser) dort, wo man aus der Wernhaldenstraße einbiegt. Die Verkehrszeichen sagen, dass diese Staße eine Fußgängerzone ist. Nur die Anwohner:innen dürfen zu ihren privaten Stellplätzen fahren, der Lieferverkehr darf hinein und Radfahrende dürfen hier durch. 

15. Februar 2021

Das Auto war 2020 nicht die Alternative

Auch Corana war nicht die Stunde des Pkw. Das hat das vergangene Jahr gezeigt. Die Leute gehen lieber zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad, wenn sie nicht in die Busse und Bahnen steigen wollen. 

Eine representative Umfrage des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft (infas) im Auftrag des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg vom Frühjahr und Herbst 2020 ergibt: Im Mai und Juni hat die Zahl der pro Tag zu Fuß zurückgelegten Kilometer um 73 Prozent zugenommen, der der Fahrradkilometer um 33 Prozent. Im Oktober und November war der Anstieg gegenüber 1919 nicht so groß. Gleichzeitig ging die Autonutzung zurück. Es stimmt also nicht, dass das Privatauto das Verkehrsmittel der Corona-Krise sei. Allerdings fahren vor allem diejenigen regelmäßig mit Bussen und Bahnen, die kein Auto haben, und von denen sind eben viele aufs Fahrrad oder aufs Gehen umgestiegen, solange das Wetter gut war. 

Eine Untersuchung von infas mit Smartphone-Tracking und Befragungen im Sommer ergibt ein ähnliches Bild.

13. Februar 2021

Radwege oder Rutschbahnen?

Es klappt nicht gut mit dem Winterdienst auf Radwegen und Radfahrstreifen. Jetzt haben wir mal wieder richtig Schnee und Eis und das über Tage. 

Die Vorrangstraßen für Autos sind alle geräumt. Die Vorrangstaßen für Radfahrende, also die Hauptradrouten nicht. Das ist ein Foto von der Hauptradroute 1 an der Matthäus-Kirche in Heslach. Eine Eisbahn. 

Ich kann mir gar nicht selber einen Überblick verschaffen, weil ich mit dem Fahrrad meinen Berg nicht runter komme und weil so viele Ecken nicht geräumt sind, dass ich Schiss kriege zu stürzen.

Wir - also zumindest ich und sicher viele andere auch - haben dabei durchaus Verständnis dafür, dass es sich in den letzten Tagen um eine Extremwetterlage handelte und dass die Fahrbahnen für Rettungswagen und und Freuerwehr befahrbar sein müssen. Andererseits, ein bisschen schneller könnte es vielleicht schon gehen mit dem Freiräumen oder dem Streuen mit Ganulat der Radinfrastruktur. 

Und hier noch ein Link zu dem, was der Gemeinderat zum Winterdienst beschlossen hat.

11. Februar 2021

Mobile Hindernisse

Immer wieder verwunderlich, wie die Nutzer:innen ihre Leih-Mopeds so abstellen.

Der hier hat gleich beide Verkehrsarten getroffen: Fußgänger:innen und Radler:innen, denn er ist auf beiden Verkehrswegen ein Hindernis. Er macht das Einbeigen für Radfahrende von der Böheimstraße in die Liststraße riskant. Man sollte nicht am Container auf dem Gepäckträger hängen blieben. Und den Fußgänger:innen nimmt er auch fast die Hälfte des Gehwegs dort weg, wo sie gehen, wenn sie die Straßen überqueren wollen. 

9. Februar 2021

Gute und schlechte Umlaufsperren

Die meisten alten Umlaufsperren stehen viel zu eng für Fahrräder mit Kinderanhänger oder Lastenfahrräder. Darauf hat der ADFC wieder hingewiesen. 

Auf diesem Video sieht man, dass man auf jeden Fall absteigen und die Räder rangieren muss, um durchzukommen, und wenn der Radstand des Lastenrads zu breit ist, geht es gar nicht. Manche dieser Sperren sind nur eingesteckt, und man kann sie herausheben und kommt dann weiter. Manchmal kommt man durchs Unterholz drum herum. Die hier am Neckardamm bei der Aubrücke schein mir passierbar. Sie steht hier, damit Radfahrende nicht mit hoher Geschwindigkeit in den engen Weg unter der Aubrücke hineinfahren.

7. Februar 2021

Wir warten auf Umsetzung

Ich erinnere mich nur noch dunkel daran, wie im Bezirksbeirat Süd ein Radstreifen in der Böheimstraße vorgestellt wurde, der über die Hauptstätter Straße (Tunnelmund) in die Filderstraße führen soll. 

Noch ist nichts passiert. Man radelt zwischen Rechtsabbiegerspur und den beiden Linksabbiegespuren hinüber in die Filderstraße. Eine Verkehrsinsel rechts mit einerm Verkehrsziechen (Foto unten), macht die Fahrbahn genau nach der Querung schmal bei der Einfahrt in die Filderstraße, sodass Auto und Fahrrad nicht mehr nebeneinander passen. Die meisten Autofahrenden versuchen, auf jeden Fall noch vorbei zu kommen. Für diese Ferkehrsinsel ist aber bisher keine Lösung geplant.

5. Februar 2021

In der Breitscheidstraße klappt's wieder nicht

Wir kennen diesen Schnipsel zwischen Seidenstraße und Falkenstaße im Westen bei der Liederhalle schon. Denn das Verkehrzeichen wird ständig umgefahren. 

Jetzt fehlt auf der anderen Seite die Schranke, damit Autos nicht reinfahren. Denn ein Bus nimmt diesen Weg in Richtung Liderhalle, der vermutlich wegen einer Baustelle umgeleitet wird. Es steht zwar ein Schild am Eingang der Straße, das sagt: Fußweg - Rad frei. Aber das kümmert die Autofahrenden nicht. Das Lustige, auch der Bus darf eigentlich nicht reinfahren.

3. Februar 2021

Regenradeln nimmt bei guter Radinfrastruktur zu

Bei Regen radelt ja niemand? Stimmt nicht. Wenn die Radinfrastruktur gut ist, dann fahren die meisten derer auch bei Regen oder Schnee mit dem Fahrrad, die bei schönem Wetter radeln. 

Das hat eine Studie der Uni Münster ergeben, die mir auf Englisch vorliegt. Demzufolge untercheiden sich nicht nur die Radfahrzahlen bei unterschiedlichen Städten stark voneinander, sondern auch die Zahl derer, die bei schlechtem Wetter immer noch radeln. In der Studie wurden in dreißig deutschen Städten die Daten von 122 automatischen Zählstationen untersucht. Die Zahlen wurden mit Wetterfaktoren wie Kälte, Regen und Wind ins Verhältnis gesetzt. Dabei zeigte sich, dass dort, wo viele junge Leute leben und wo es ein gut ausgebautes Radnetzt gibt, mehr Leute auch bei schlechtem Wetter radeln als in Städten, wo es das nicht gibt.  

1. Februar 2021

Rad- und Fußverkehr macht Städte schön

Die schleswig-holsteinische Landesarbeitsgemeinschaft für den Fuß- und Radverkehr, RAD.SH, hat für die Kommunen eine Broschüre veröffentlicht, in der sie zehn gute Gründe für den Rad- und Fußgverkehr nennt.

Die Broschüre kann bei Veranstaltungen oder Bürgerforen verteilt werden und richtet sich vor allem an die Leute, die sich bisher noch nicht groß mit den Thmen einer selbstaktiven Mobilität befasst haben und nicht wissen, dass Radfahren billiger ist für Städte und nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch den sozialen Zusammenhalt und die Wirtschaftskraft einer Stadt fördert.

Die einzelnen Seiten der Broschüre kann man hier anschauen und das Heft auch bestellen. Ich finde es nett gemacht.