8. Dezember 2020

Sind Radfurten wie Zebrastreifen?

Wie ist das mit diesen Radfurten parallel zu Zebrastreifen? Haben sie dieselbe Wirkung wie der Zebrastreifen?

Diese Frage, nur etwas komplizierter, stellte mir kürzlich ein Stadtplaner aus Saarbrücken. "Ich überprüfe gerade im Rahmen eines Radverkehrskonzepts die Frage, ob Radfahrer:innen auf Radfurten, die neben Zebrastreifen außerhalb von Knotenpunkten an städtischen Verkehrs- und Sammelstraßen angelegt werden, gegenüber dem Längsverkehr Vorrecht haben oder Wartepflicht." 

Ich habe die Frage so verstanden:

6. Dezember 2020

Die Motorisierten sollten nicht mehr alles beherrschen

Der VCD hat in einem Buch seine Vorstellungen von einer lebenswerten Stadt aufgeschrieben. Die Stadt mit Füßen auf Asphalt und auf Pedalen zurückzugewinnen. 

Die meisten von uns gehen morgens aus dem Haus, und das erste, was sie sehen, nachdem sie von ihnen schon geweckt wurden, sind Autos. Das Auto beherrscht alle unsere Lebensbereiche, akkustisch sowieso, aber auch räumlich und als ständige Gefahr.

4. Dezember 2020

Niederländer testen GPS-Bremsung von S-Pedelecs

In den Niederlanden soll wohl ein System getestet werden, das S-Pedelecs in Zonen verlangsamt, in denen nicht schnell geradelt werden soll. Das berichtet Theverge.

Es soll am Flughafen Schiphol getestet werden. Speed-Pedelecs, die bis 45 km/h Kraftunterstützung bekommen, sollen automatisch abgebremst werden, wenn sie sich dem Flughafen nähern. Dazu müssen sie allerdings mit einem sogenannten intelligenten Geschwindigkeitssystemen ausgestattet sein. Mit diesen Systemen ließe sich noch ganz anderes machen: Kommunikation zwischen Fahrrädern oder für das Anfordern einer grünen Welle. 

Das, was bei Pedelecs technisch möglich ist, ist auch bei Autos möglich.

2. Dezember 2020

Fahrrad, dein Name ist Freiheit

Eine 85-Jährige freut sich, dass sie noch mobil ist, will nicht mehr Fahrrad fahren und feiert darum das Auto. So geschehen in der Stuttgarter Zeitung.

Wenn sie noch Auto fahren kann, ist das ja sehr schön für sie. Dieses Vergnügen will ich ihr nicht abschwätzen. Ihre Überlegungen enthalten allerdings ein paar Irrtümer oder eben unwahre Behaupgungen. Und auf die möchte ich hinweisen. 

Sie schreibt, das Auto sei eine geniale Erfindung, mit der man Kinder sicher transportieren könne und so, dass sie den Abgasen, die durch Autos erzeugt werden, nicht ausgesetztz seien, anders als im Kinderanhänger im Fahrrad. Das ist verkehrt. Sie weiß nicht, dass sich in der Fahrkabine eines Autos viel mehr Luftgifte sammeln als man auf Rädern oder Spazierwegen ausgesetzt ist. Auch wenn Radfahrende und Kinder (im Anhänger) natürlich den Atemgiften ausgesetzt sind, die Autos erzeugen, so sind es weniger als sich im Auto sammeln. Und falls die Kinder selber radeln, sind sie auch besser gewappnet, denn Menschen, die sich viel bewegen, wehren auch Atemgifte besser ab, das gilt auch und gerade für Kinder. 

30. November 2020

Ein Zwerg-Lastenrad

Lanstenfahrräder gibt es für jeden Bedarf. Hier möchte ich ausnahmsweise mal eines vorstellen, ein ganz kleines. 

Entwickelt wurde das Joonit-Mini-Cargobike von vier Radfahrern in Hamburg, die eigentlich in den Bereichen Design und Technik unterwegs sind. Sie fahren und fuhren gerne Cargo-Bikes, haben aber festgestellt, dass das Manövrieren und Rangieren mit Lastenfahrrädern eine Herausforderung ist. Sie sind vor allem lang. Und schwer sind sie auch. Das Team wollte nach eigenen Angaben ein vollwertiges, aber kompaktes Lastenrad herstellen, das sich wie ein normales Fahrrad fährt. Es ist 1,77 Meter lang und mit und ohne Elektrounterstützung zu haben. 

28. November 2020

Radroute über die Römerstaffel, tatsächlich?

Soso, eine Radroute über Treppen. StuttgartMaps erlaubt ja, sich Radstrecken anzeigen zu lassen.

Gestrichelt heißt, hier sind Radfahrende im Mischverkehr unterwegs. Rot durchgezogen heißt Radweg, und Dunkelrot heißt Hauptradroute (die wie in der Tübinger Straße durchaus auch Mischverkehr bedeutet). Aber danach richten wollte man sich sich lieber nicht. Denn dann stehe ich vor einer langen, langen Treppe, wie der Römerstaffel. Die ist nur tragend zu überwinden. 

26. November 2020

Radgaragen am Hauptbahnhof in Betrieb gegangen

Am Bahnhof gibt es neue Radgaragen. Gegenüber dem Bahnhof aufseiten der Ladengeschäfte sind vier Container aufgestellt. Jeder Container fasst zwanzig Fahrräder.

Sie funktionieren wie die unter der Paulinenbrücke, die schon ein Jahr lang eher zu Testzwecken steht, denn sonderlich viel genutzt wird sie nicht. In die oberen Reihen kann man nur Fahrräder stellen, die nicht mehr als 18 kg wiegen, also die meisten Pedelcs nicht. Es wird interessant sein, zu sehen, ob es hier zu Konflikten oder Engpässen kommt. 

24. November 2020

Das ist doch ein bisschen Murks

Die Hauptradroute 1 führt über die Böblinger Straße. Der Übergang an der Tankstelle ist neu. Aber die Radlerampel steht falsch.

Der Mast mit Ampel, Drücker und Haltering steht so dicht am Fahrbahnrand, dass Menschen mit Lastenrädern ihn nicht erreichen können, ohne mit dem Rad halb auf die Fahrbahn hinaus zu fahren. Aber der Drücker führt auch noch in die Irre. Man muss ihn gar nicht erreichen können, denn die Ampel wechselt automatisch in einem recht kurzen Rhythmus immer wieder auf Grün für Radler:innen. Das allerdings sieht man nicht, wenn man sich am Haltering festhält. Denn die Ampel befindet sich damit genau über dem eigenen Kopf. Die Radlerampel ist unsichtbar, wenn man sie so aufstellt wie der Radler hier. Wer denkt sich nur so was aus?

22. November 2020

Wochenende zwischen Wald und Reben

In diesen Zeiten sind alle draußen, wenn das Wetter schön und Wochenende ist: Menschen zu Fuß, Menschen auf Fahrrädern. 

Mehr denn je müssen wir Radfahrenden freundliche Gefühle für Fußgänger:innen entwickeln, im Schlossgarten, auf breiten Wegen durch die Weinberge, im Wald. Wir können Familien, die zusammen unterwegs sind, nicht immer zwingen, im Gänsemarsch hintereinander zu gehen, nur weil wir schnell mit dem Rad bergab sausen wollen.