3. April 2021

Abbiegeunfall in Degerloch

Geh- und Radwege sind gefährlich, vor allem, wenn man sie linksseitig befährt. Linksabbiegende Autofahrer achten nämlich nicht auf Radler. 

Am vergangenen Donnerstag war hier ein Radfahrer linksseitig auf dem Geh- und Radweg auf der Jahnstraße Richtung B27 unterwegs. Ein Skoda-Fahrer ist in gleicher Richtung unterwegs und biegt nach links in den Hans-Neuffer-Weg ab. 

2. April 2021

Hofener Straße wird zu Ostern problematisch

Letzten Ostern wurde die Hofener Straße am Neckar schon ab den Osterfeiertagen für den Autoverkehr gesperrt. Das passiert heuer wohl nicht. 

Denn wir haben einen anderen Oberbürgermeister, der das nicht anordnet. Ein entsprechender Antrag der Grünen wurde auch nicht mehr rechtzeitig behandelt. Das Ordnungsamt prüft.

Eigentlich wird die Hofener Straße erst ab 1. Mai für den Autoverkehr gesperrt. Dann dürfen Radler:innen nicht mehr auf dem Gehweg radeln, der gehört dann ganz allein den Menschen zu Fuß. Letztes Jahr haben wir beobachtet, dass gerade zu Corona-Zeiten in den Osterferien viele Leute daheim bleiben, aber raus wollen. Sie nutzen die städtischen Naherholungsgebiete. 

31. März 2021

Auf dem Land geht nix ohne Auto

Und wer keines hat, kommt halt nicht raus aus dem Kaff. 

In ländlichen Gegenden und Dörfern haben neunzig Prozent der Leute Autos. In Großstänten sind es um die fünfzig Prozent. Bei den Haushalten wird das noch deutlicher. Nur drei Prozent der Haushalte mit mehreren Personen haben kein Auto zur Verfügung. Und in vielen stehen zwei bis drei Autos (Quelle). Denn der Öffentliche Verkehr ist so schwach, dass es ohne Auto nicht geht.

29. März 2021

Wenn Radfahrende das Tempo des Autoverkehrs bestimmen

Was passiert, wenn Politik und Verwaltung mit dem Ausbau der Radinfrastruktur trödeln? Dann radeln wir eben überall.

Das bremst das Tempo des Autoverkehrs auch und schafft mehr Sicherheit für uns.

Wir haben es im vergangenen Sommer gesehen, und ich schätze, wie werden es auch diesen Sommer wieder sehen: Die Leute kaufen sich Fahrräder (sehr oft Pedelecs), weil sie entschlossen sind, damit nicht nur in er Freizeit, sondern auch im Alltag zu fahren. Und die fahren erst einmal auf der Fahrbahn.

27. März 2021

Gefährliche Falle auf dem Schutzstreifen


Hier ist fast eine Radlerin zu Fall gekommen. Sie drehte sich nach einem Lkw um, der zu dicht überholen wollte, und geriet an der Kante des Asphalts ins Schlingern. 

In der Olgastraße, wurde der Gehweg an die Fahrbahn vorgezogen. Der Asphalt musste aufgefräst werden. Es liegt hier aber auch ein Schutzstreifen, und das Radeln auf einer zwei-Zentimeter-Kante ist eben nicht so ohne. Es herrscht Sturzgefahr. Nun müssen Radfahrende nicht auf einem Schutzstreifen radeln, genau hier sollten sie sich auch unbedingt den Platz nehmen, der auch kleine Lenkerschwenker verzeiht. Das allerdings verstehen viele Autofahrende es nicht, wenn Radfahrende am linken Rand oder neben dem Schutzstreifen radeln. Die Stadt sollte so schnell wie möglich hier den Asphalt wieder einebnen und die Gefahrenstelle entschärfen. 

25. März 2021

Autoverkehr macht Pflaster kaputt

Die Lautenschlagerstraße ist wieder schön. Allerdings eher optisch. Radelt man darauf entlang, wirkt der Untergrund gar nicht eben. Man spürt die Spalten zwischen den Steinen. 

Und lange werden sie nicht so plan liegen wie jetzt. Autoreifen hebeln solche Pflastersteine vor allem dann aus ihren Löchern, wenn sie gedreht werden, also beim Abbiegen, Einbiegen oder beim Kurbeln zum Einparken. Schwere Lkw treiben die Steine außerdem auseinander.

23. März 2021

Die Professorin fürs Radfahren

Karlsruhe hat seit Anfang des Monats eine neue Professorin für Radverkehr an der Hochschule.

Sie ist in Baden-Württemberg die einzige. Bundesweit gibt es sieben solcher Stiftungsprofessuren.

Wie die online-Seite meinKA berichtet  kommt die Verkehrswissenschaftlerin, Angela Francke, aus Dresden. Dort hat sie an der Technischen Universität unter anderem über ganzjähriges Radfahren, über Verkehrspychologie und über das Mobilitätsverhalten von Menschen mit Migrationserfahrungen. 

21. März 2021

Legitimiertes Gehwegradeln


Radelt gefälligst auf dem Gehweg! Das sagt diese Bodenmalerei auf der Türlenstraße Richtung Heilbronner Str. 

Der Bordstein ist mit einer Asphaltrampe versehen. Das erweckt bei Radfahrenden und bei Autofahrenden den Eindruck, sie müssten hier radeln. Müssen sie aber nicht. Der Gehweg ist nur für Radler freigegeben, kein Radweg.

Auf der mehrspurigen Fahrbahn sehen wir eine Busfahrspur. Die ist für Taxis freigegeben, nicht aber für Radfahrende. Warum eigentlich nicht? Okay, der Gehweg ist breit, Fußgänger:innen sind hier wenige unterwegs. Aber noch breiter ist die Busspur, auf der wir bis zur Kreuzung vorfahren könnten.

19. März 2021

Wir wollen uns sicher und akzeptiert fühlen - Fahrradklimatest des ADFC

Die Ergebnisse des Fahrardklimatests des ADFC für das vergangene Jahr sind da. Grundsätzlich hat sich nicht viel verändert. 

Es tut sich nicht viel in Sachen Ausbau, die Planung dauert zu lange, man sieht nur wenig neue Radinfrastruktur auf der Straße. Immer noch massiv bemängelt wird, dass die Städte lasch mit Falschparkern umgehen und die Baustellenumleitungen viel zu wünschen übrig lassen. Am wichtigsten sind den Radfahrenden ein gutes Sicherheitsgefühl (81 %), die Akzeptanz durch andere Verkerkehrsteilnehmende (80 %) und ein konfliktfreies Miteinadner von Auto- und Radverkehr (70%). Und da gibt es immer noch viel zu tun. Die Breite der Radwege und -streifen wird von Jahr zu Jahr kritischer bewertet. Die Radfahrenden wollen immer dringender eine sichere und bequeme Radinfrastruktur. Auch in den Gewinnerstädten ist noch viel Luft nach oben.