5. Mai 2021

Alibi-Radabstellanlagen

Wir lieben sie, diese Felgenkiller. Oftmals begegnen wir alten Radabstellanlagen, die eher gut gemeint sind als gut. 

Rund um die Mercedes-Benz-Arena gibt es viele Autoparkplätze ober- und unterirdisch. Die Anreise mit der Stadtbahn ist eher umständlich. Also nehmen wir das Fahrrad. Wer  mit dem Rad kommt, wird auf dem Arena-Gelände ermahnt, das Rad ja nicht irgendwo oberirdisch abzustellen, und zur Ecke der Tiefgarage geleitet, wo es acht Felgenkiller gibt. 

Für meine Radreifen sind sie zu eng, und ein teures Rad mit dem Rahmen anketten ist auch nicht möglich, das geht nur quer. 

3. Mai 2021

Darf ich rechts an Autos vorbeiradeln?

Wenn es einen Radstreifen oder Schutzstreifen gibt, dürfen Radler an Ampeln an der haltenden Autoschlange rechts vorbei nach vorn fahren. 

Diese Frage taucht immer wieder auf, zuletzt als es hier um die Warnung an Radler auf dem Radstreifen auf der Kaltentaler Abfahrt ging. 

Aber auch ohne irgendeinen Streifen dürfen Radler:innen zwischen Bordstein und Autos an den Haltestreifen der Ampel vorfahren, aber nur, solange die Autoschlange noch steht, weil Rot ist, bei Grün nicht mehr. In genau dieser Situation müssen Autofahrende übrigens die 1,50 Überholabstand zu Radfahrenden nicht einhalten. Ginge ja auch gar nicht, sie stehen ja. Der Radler bestimmt hier, in welchem Abstand der die Autos rechts überholt, und der muss es laut StVO langsam und mit aller Vorsicht tun und sicherstellen, dass der Autofahrer einen auch gesehen hat, neben dem man nun steht. Und wie ist das jetzt auf einem Schutzstreifen?

1. Mai 2021

Kabelbrücken

Kabelbrücken sind richtig unangenehm. Man muss mit den Fahrrad auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen, sonst schanzt es einen aus der Bahn.

Manchmal muss es halt sein, auch wenn es mich stets befremdet, wenn die Kabelbrücken quer über eine Hauptradroute gelegt werden. Aber gut, wir sind ja kleinen Festen nicht abgeneigt. Dabei gäbe es eine Möglichkeit, Kabelbrücken oder Leitungstunnel für Radfahrende zu entschärfen.  Nämlich mit so einem Plastikteil, das die Rampe verlängert und damit leichter befahrbar wird. Leider bin ich bisher nicht erfolgreich bei der Suche gewesen, wo man diese Dinger kaufen kann.

29. April 2021

Fatamorgana-Fahrrad-Politik

Der Bundesverkehrsminister will Deutschland in neun Jahren zum Fahrradland machen und dafür 1,5 Milliarden Euro bereitstellen, etws 30 Euro pro Einwohner:in. 

Das Ding heißt Nationaler Radverkehrsplan 3.0. Und eigentlich habe ich keine Lust, darüber zu schreiben. Papier ist ja auch sooo geduldig. Sagen kann man viel, ankündigen auch. Ein "lückenloses Radnetz" will er bis 2030, deutlich mehr Radschnellwege, Radwege entlang aller Fernstraßen, es müsse künftig einen guten Grund geben, wenn kein Schnellweg für  Fahrräder gebaut wird, sagt er. Und mehr Stadtplaner (Stadtplanerinnen, sagt er nicht) für den Radverkehr müssten an den Hochschulen ausgebildet werden. Da müsse man nacharbeiten, sagt er. Ja dann mal los! Auf geht's! Wir warten drauf. 

27. April 2021

Rosensteinsteg ist offen

Seit einer Woche ist der neue Neckarsteg für den Fuß- und Radverkehr offen. Ausgeschildert ist sie als Gehweg, der für Radfahrende freigegeben ist. 

Am Wochenende herrschte Besichtigungstourismus zu Fuß und auf dem Fahrrad. Gemessen an den Wegen in der Umgebung, dem Nackardamm und auf der anderen Seite den Gehwegen an der Weißen Flotte, ist die Brücke breit genug (4,50 Meter). Kein Weg, der dorthin führt, ist breiter. Radfahrende müssen ja ohnehin auf dem Steg langsam tun, weil sie sich auf einem Gehweg befinden. 

Auf der anderen Seite gibt es eine Rampe hinunter. 

25. April 2021

Am Dienstag werden die deutschen Fahrradpreise verliehen

Am Dienstag von 14:45 bis 16:00 Uhr findet die digitale Preisverleihung des Deutschen Fahrradpreises in Hamburg statt.

In den Kategorien Infrastruktur, Service und Kommunikation sind jeweils drei Projekte nominiert. Die Erstpaltzierten bekommen jeweils 5.000 Euro, die zweiten je 3.000 und die dritten je 1.500 Euro an Preisgeld. 

Bei der Infrastruktur sind nominiert: 

  1. die Fahrradstraßen 2.0 in Münster nominiert. Münster hat Standards entwickelt für Fahrradstraßen (Vorrang, Schutzabstand zu geparkten Autos). 
  2. Die Pop-up-Radwege in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg.
  3. Die Qualitätsstandards und Musterlösungen für das Radnetz Hessen. Da geht es um eine einheitliche Gestaltung und Schutzmaßnahmen. 

Beim Service sind nominiert: 

23. April 2021

Zweiter Anlauf für die Novelle der StVO.

Nachdem die erste Novelle vor einem Jahr an Formfehlern gescheitert war, haben sich die Länder jetzt mit dem Bundesverkehrsminister auf eine Neufassung geeinigt. 

Für Autofahrende werden die Bußgelder für Falschparken und Raserei immer noch deutlich erhöht, aber die Fahrverbote für Geschwindigkeitsübertretungen brereits ab 21 Km/h zu viel sind weg. Ich zähle hier nur das auf, was für uns Radfahrende wichtig ist: 

21. April 2021

Radfahrende leben in einer verkehrten Welt

Etwas schräg ist das schon. Wer von Vaihingen bergab nach Heslach radelt, sieht sich an der Engelboldstaße  und am Waldeck neuen Fahrbahnmarkierungen gegenüber. 

Man soll langsam machen, weil offenbar zu viele Autofahrende nicht bemerken, dass rechts hinter ihnen auf dem Radfahrstreifen ein Radfahrer oder eine Radlerin angesaust kommt, und unbekümmert rechts abbiegen und dabei den Menschen auf dem Fahrrad umnieten. Es dient dem Schutz der Radfahrenden, und jeder Unfall wengier an der Stelle, bei dem Radfahrende verletzt werden, ist ja auch gut. Aber es befremdet eben doch, dass Radfahrende  aufgefordert werden, die schweren Fehler nicht umsichtiger Autofahrer:innen vorsorglich auszugleichen. Der Rotstreifen soll laut Aussagen der Stadt allerdings auch Autofahrende warnen und ihnen zeigen, dass sie einen Radstreifen überqueren. 

19. April 2021

Neuer Steg über den Neckar ist fertig.

Jetzt kann es nicht mehr lange dauern, dass der unter der neuen Eisenbahnbrücke untergehängte Steg für Fugänger:innen und Radfahrende aufgemacht wird. 

Er ersetzt den Holzsteg über den Neckar, den man nie beradeln durfte, auf dem aber viele nicht vom Rad abgestiegen sind, aber nicht den Elefantensteg, der führt also nur ans andere Neckarufer, nicht auch noch über die Straße. Das kommt dann später.