31. Juli 2013

Schöner radeln

Wie groß ist die kritische Masse, die ein Radfahren in Stuttgart gemütlich macht? Critical Mass Stuttgart lädt jeden ersten Freitag im Monat zu einer gemeinsamen Rad-Ausfahrt ein. 

Nächster Termin ist der 2. August.
Startpunkt ist der Feuersee in Stuttgart, 18:30 Uhr. 

Genauer Treffpunkt ist die Rotebühlstraße, Ecke Hermannstraße, genau gegenüber der Johanneskirche sein. So dass man Richtung Stadtmitte los fahren kann.

29. Juli 2013

Ich seh dich doch. - Nachtfahrten ohne Licht

Also siehst du mich auch. Ungefähr das muss ein Radfahrer denken, der nachts ohne Licht unterwegs ist. Eine erstaunlich infantile Haltung. 

Im Sommer fahren viele, die sonst nicht fahren. Oder nur tagsüber. Diese Tagesradler entdecken, wenn es plötzlich dunkel ist, dass ihr Licht nicht funktioniert. Aber auch im Winter sehe ich, dass drei von zwanzig Radlern ohne Licht unterwegs sind, gern im Schlossgarten.

Erstaunlich, wie viele Radler nicht damit rechnen, das es dunkel sein könnte, wenn sie sich auf den Heimweg machen.

Inzwischen sind nicht mehr nur Dynamo-Lichtanlagen Pflicht. Erlaubt sind auch die hellen LED-Lampen mit Nabendynamo und sogar die batteriebetriebenen Lichter, die man sich an den Lenker und hinten ans Rad klemmt. Hauptsache Licht!

28. Juli 2013

Radfahrende haben die Seele eines Fußgängers

Autofahren lernt man in einer Schule, Radfahren nicht. Es ist wie beim Lesen und Schreiben. Viele glauben, sie könnten mal schnell ein Buch schreiben, nur weil sie schreiben können. 

Wir wachsen als Kinder in die Fertigkeit hinein, Rad zu fahren. Dass es irgendwelche Regeln gibt, wird uns manchmal mitgeteilt, manchmal nicht. Ich bin vielen Radler:innen begegnet, die ein nur sehr ungefähres Wissen über die Regeln für den Radverkehr besitzen. "Ach, das ist kein Radweg?" - "Nein, das ist ein Gehweg, der für Radler nur freigeben ist. Und ab hier dürfen Sie überhaupt nicht mehr auf dem Gehweg fahren." (Foto oben an der Neckarstraße beim SWR, sehr beliebt) - "Aber auf der Straße ist es mir zu gefährlich." 
Gibt es ein Recht des Schwächeren auf Illegalität? Beim Radfahren anscheinend. 

27. Juli 2013

Giftzwerge

Es gibt in Stuttgart diverse Ampeln für Radfahrer, die zumindest missverständlich, wenn nicht gefährlich sind. Und zwar
  • weil man sie zu spät sieht
  • weil man sie falsch interpretiert
  • weil man sie gar nicht sieht.  
In Möhringen steht so eine an der Rembrandt-Straße beim Kaufland Möhringen. Nähert man sich ihr auf dem Radschutzstreifen, der an der Stadtbahnhaltestelle Riedsee beginnt, ist sie vermutlich unmissverständlich (Foto unten). Sie steht am Fußgängerüberweg. Vermutlich hat man sie eingerichtet, damit die zu bestimmten Zeiten massenhaft dort entlang radelnden Schüler halten, wenn die Fußgänger grün bekommen haben. So wie der Radler mit Hund es hier macht.

26. Juli 2013

Radwege helfen Stau vermeiden

"Da ist eh schon ständig Stau, und jetzt hat man den Autofahrern auch noch eine Spur weggenommen und einen Radweg dahin gebaut", höre ich oft. Eigentlich immer, wenn der Autoverkehr auf eine von zwei Spuren verzichten muss. 

Auf den ersten Blick richtig. Auf den zweiten Blick vielleicht doch ein kleiner Denkfehler.

Radwege installiert man für Radfahrer. Der geheime Hintersinn dabei: Stuttgart möchte langfristig den Anteil von Radlern im Straßenverkehr erhöhen. Mehr Leute sollen das Rad nehmen statt des Autos.

Radfahren ist sicherer als Autofahren

Vorausgesetzt man beachtet die Grundgebote der eigenen Sicherheit. Das ist die Grundaussage von Bernd Sluka, der zugleich mit seinem Team die "zehn Gebote" für Radfahrer entwickelt hat. Sie sind durchaus überraschend. 

Beispielsweise machen Radwege und Radschutzstreifen auf Fahrbahnen das Radfahren nicht sicherer. Statistisch gesehen nützen sie uns nichts. Auf der Fahrbahn ist es für Radfahrer sicherer, vor allem, wenn sie einen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos halten. (Gehwege sind sowieso ein no go.)

Vielleicht kann die Politik auf diese Radstadt-Symbole wie Radwege und Radampeln ja tatsächlich verzichten. 

25. Juli 2013

Radweg in Schwierigkeiten

Ja, die Übergänge sind das Problem bei Radwegen. Das ist es auch beim nagelneuen und schön asphaltierten Radweg zwischen Kaltental und Heslach an der Böblinger Straße der Fall. Deshalb ist er noch immer gesperrt. 

Wie die Stuttgarter Zeitung/Süd heute in ihrer Printausgabe berichtet, müssen die Radfahrer, die von Vaihingen herabkommen (Hauptroute 1), kurz vor Heslach nämlich auf den alten Weg in den Wald zurück. Und dieser Übergang verläuft über eine ziemlich zackige Z-Kurve, in die man nicht hineinsehen kann.

So oder so

Regenradeln ist nicht unbedingt schön. Schöner wäre es, wenn der Drücker für die Radfahrer nicht zugeparkt wäre. Dann käme man hin. 

Veielbrunnenweg in Cannstatt Richtung Stuttgart.

Schön, dass der Platz an der Ampel, ohne jegliche Radzeichen auf der Fahrbahn, in Gegenrichtung (Stadtauswärts) nicht zugeparkt ist. Alle Achtung.

24. Juli 2013

Ein Treppenwitz

Dieses Schild sollte man unbedingt beachten.  Wer hier geradeaus weiterfährt, hagelt eine Treppe hinunter. Das Schild stünde dort sicher nicht, wenn das nicht bereits passiert wäre. 

Im Dunkeln ist die Treppe überhaupt nicht erkennbar. Auch bei Tageslicht sieht man sie nicht. Ein schönes Beispiel dafür, dass man sich als Radler auf den Wegen, die man befährt, auskennen sollte. Vor allem, wenn man sie zügig befährt.

Eigentlich müsste man gar nicht darüber reden. Es steht ja ein Schild dort. Leider ist nicht jeder dieser gelben Wegweiser für Radfahrer sinnvoll oder eindeutig. Oft stellt sich heraus, dass sie in die Irre führen.