1. Oktober 2016

Die große Kunst des Übersehens von Radfahrern

Licht und Warnwesten helfen nichts, wenn Autofahrer uns nicht sehen wollen. 

Am Donnerstag früh hat eine junge Autofahrerin einen älteren Rennradler bei Dunkelheit auf der Landstraße von Aichtal-Neuenhaus nach Waldenbuch auf den Kühler genommen und in den Straßengraben geworfen. In der Polizeimeldung und in den Pressemeldungen demzufolge auch, ist wieder mal von "übersehen" die Rede. Selbst wenn wir wie Christbäume leuchtend und blinkend unterwegs wären, es hilft alles nix, wenn Autofahrer/innen nicht gucken. Oder woanders hin schauen.

27. September 2016

Böse Überraschung auf der Hauptradroute 1

Am Marienplatz wird der Zebrastreifen beim alten Rewe verbreitert und mit einem Radstreifen versehen. Deshalb ist die Durchfahrt durch die Böblinger Straße erschwert. 

Wer von der Möhringer Straße kommt, rasselt in die Baustelle am alten Rewe hinein. Ja, es steht immer noch das Schild "Rad-frei", aber der Durchlass ist extrem eng und führt über Bordsteine. Die Hauptradroute, immerhin von rund tausend Radpendlern befahren, verengt sich hier auf anderthalb Meter mit Bordsteinen.

25. September 2016

Die E-Bike-Verwirrung - Neuerungen in der StVO

In den Nachrichten konnte man dieser Tage hören, dass nach der Zustimmung des Bundesrats zur Änderung der Straßenverkehrsordnung nun auch Elektrofahrräder auf Radstreifen und Radwegen fahren dürfen, wenn ein Zusatzschild es freigibt.

Hä?, fragt sich das der routinierte Pedelec-Fahrer? War ich denn bislang illegal unterwegs?

Gemeint sind E-Bikes. Und hier zeigt, sich, wie blöd die von den Medien betriebene Begriffsvermischung von E-Bikes mit Pedelecs ist. E-Bikes sind nämlich eigentlich so eine Art Elektro-Mofas mit Drehgriff am Lenker, mit dem man beschleunigt. Und die dürfen nun eben auch die Radinfrastruktur benutzen, wenn sie nicht schneller als 25 km/h fahren können.

23. September 2016

Hops auf den Gehweg

Foto: Blogleser Bertram
Die Wilhelm-Blos-Straße ist zur Heilbronner Straße runter neu asphaltiert worden. Darauf hat mich Blogleser Bertram aufmersksam gemacht. 

Dabei hat es leider die kleine Rampe am Bordstein verspult. Jetzt müssen Radfahrende den Bordstein hochhopsen. Also ziemlich habbremsen. Und  sie müssen, denn dort ist der Rad-/Gehweg, der für Radelnde verpflichtend ist.

21. September 2016

Busfahrer und Radler ärgern sich übereinander

Bus, Schwabtunnel
Blogleser Jörg hat das Beschwerdeformular des VVS ausgefüllt, weil seine Partnerin auf der Silberburgstraße von einem Busfahrer knapp überholt und anschließend an der Ampel Ecke Reinsburgstraße abgedrängt wurde. 

Er ist der Meinung, dass Radfahrende und der Öffentliche Nahverkehr gemeinsam für eine lebenswerte Stadt eintreten und aufeinander Rücksicht nehmen sollten. Er bekam daraufhin einen Brief von der Öffentlichkeitsarbeit der SSB (VVS). Darin wird das Bedauern darüber ausgedrückt, dass er sich über einen Busfahrer geärgert hat. Man weise die Busfahrer immer wieder daraufhin, dass sie sich rücksichtsvoll verhalten und einen ausreichenden Mindestabstand zu Fußgängern und Radfahrern einhalten sollten. Und dann heißt es:

"Die langsameren Radfahrer sollen nach Möglichkeit zwischen parkenden Autos
oder auf dem Gehweg (man kann dort mit dem Rad kurz stehen bleiben) die
Busse überholen lassen, allerdings sollen Ihnen unsere Fahrer auch dazu
Gelegenheit geben."

19. September 2016

Wenn das Rad steht, steht auch der Radler.

Wie warten wir an Ampeln? Die meisten sitzen auf dem Sattel und stützen sich mit einem Bein ab. 

Je höher der Sattel eingestellt ist und je länger die Rotphase dauert, desto unbequmer ist das. Aber man kann schnell starten. Fast immer noch vor den Autos, deren Fahrer langsamer reagierten, wenn es grün wird.

Schön, wenn mann dann einen Bordstein hat, wo man den Fuß draufstellen kann. 


17. September 2016

Eurobike 2016 - die Radwaschanlage

Auf der diesjährigen Eurobike war auch eine Anlage zu sehen, in der mann schnell und leicht Räder reinigen kann. 

Man könnte die Cyclewash beispielsweise am Ende einer Downhillstrecke aufstellen, wo die Räder sauber gemacht werden, bevor sie sich wieder in den Straßenverkehr begeben. Oder dort, wo üblicherweise Radtouren enden, also an Bahnhöfen. Mit dabei könnte die Servicestation stehen.

15. September 2016

Wer Rad fährt, ist im Hier und Jetzt

Und das ist ein Vorteil. Denn so wird die Radfahrt zur Arbeit und nach Hause zu einem Kurzurlaub. 

Wer öfter im Auto fährt, kennt das vielleicht: Man denkt über alles Mögliche nach, Hände und Füße bewegen das Auto, an irgendeiner Ampel wacht man auf und wundert sich, dass man schon hier ist.

Zum Autofahren braucht der Mensch nur wenig Gehirn, es ist ist keine Konzentrationssache, wir können es nebenher machen. (Was nicht ganz ungefährlich ist!) Deshalb eignet es sich zum Grübeln. Grübeln ist ungesund und vergiftet das Leben.

Radfahren geht so nicht. Man muss treppeln und die Umgebung genauer beobachten. Man riecht die Brauerei Dinkelacker und die Blumen am Wegrand. Man hört Menschen, man sieht Freunde und kann kurz anhalten und schwätzen.

13. September 2016

Neuer Fahrradklimatest gestartet

Es gibt einen neuen Fahrradklimatest vom ADFC, bei dem ihr teilnehmen könnt. 

Online werdet ihr gefragt, wie sich das Radfahren in eurer Stadt anfühlt, ob es Spaß macht, ob die Ampelschaltungen passen, ob es genügend Abstellanlagen gibt und so weiter.

Der Test dient alle zwei Jahre dazu, der Politik, vor allem den Politikern vor Ort, Rückmeldung zu geben, wie die kFachleute, nämlich die Radfahrenden selbst, ihre Situation sehen. Gefragt wird vom 1. September bis 30. November. Die Ergebnisse erscheinen im Februar.