27. Mai 2018

Schilderrätsel

Wer dieser Tage die König-Karls-Brücke Richtung Stuttgart fährt, sieht sich immer wieder anderen Schildern gegenüber. Das hier hat mir Blogleser Holger geschickt. 

Es wirft schon einige Fragen auf. Nicht dass wir meinen, der Radweg werde hier zu einer fünfspurigen Straße umgewidmet. Aber wieso steht es mit  seinem Sockel eigentlich auf dem Radweg und ragt in Kopfhöhe quer? Das ist eine Zweirichtungsradweg, hier brauchen Radfahrende Platz. Und wieso steht es auf dieser Seite?  Die Autospuren, die es betrifft sind doch auf der anderen Seite der Brücke. Oder hat man es nur abgestellt, um es später für diese Seite zu verwenden?

Geht so jedenfalls gar nicht. Radwege sind keine Stellflächen für Straßenschilder.

25. Mai 2018

Esslingen und Plochingen arbeiten an Radschnellwegen

Wenn man sich die Pläne der anschaut, sieht man, wie schwierig es ist, echte Radschnellwege durch unseren Autobahndschungel zu legen. 

Esslingen, Altbach, Deizisau, Plochingen und Reichenbach haben sich auf ein Schnellradwegkonzept veständigt und schon mal drei Varianten durchs Neckartal vorgeschlagen, noch bevor die Machbarkeitsstudie fertig ist.

Die Pläne sind zunächst einmal nur Diskussionsgrundlage für einen längeren Beratungsprozess, aber schon mal interessant anzuschauen. Denn man erkennt, dass es praktisch nicht möglich ist, durchgängige Radwege oder auch Schnellwege zu bauen, die nicht an irgendeiner Stelle in Radstreifen versickern oder schwierige Straßen kreuzen. Wie die Esslinger Zeitung berichtet, ist man sich aber wenigstens einig, dass der Radverkehr eine echte Chance ist, den Autoverkehrskollaps abzuwenden.

23. Mai 2018

Zählstelle zählt nicht mehr

Die Zählstelle an der König-Karls-Brücke ist schone eine Weile dunkel. Sie zeigt nicht nur den Stand der Radfahrenden nicht mehr an, sie zählt seit dem 15. Mai auch nicht mehr. 

So sieht es jedenfalls aus, wenn ich das hier anschaue. Null Fahrräder an der König-Karls-Brücke am 22. Mai. bei eco-public. Was der Link der Stadt Stuttgart immer noch  tapfer unter "Gestern" anzeigt, ist der Wert vom 15. Mai (Stand vom 22 Mai). Ich weiß, dass jemand der Stadt eine Gelbe Karte geschrieben hat.

Der König-Karls-Brücke dürften damit in der Gesamtjahresbilanz, wenn man den Tagesdurchschnitt zugrunde legt, bis gestern mindesten 15.000 Radler entgangen sein. Wahrscheinlich eher mehr, denn es waren schöne Tage und Wochenenden dabei, die viele Radfahrende auf die Straße gelockt haben.

22. Mai 2018

Frontal 21 guckt auf die Fahrradstadt Stuttgart

Wer nichts besseres vorhat, könnte heute Abend um 21 Uhr im ZDF Frontal 21 gucken. Es geht auch ums Radfahren. 

Die Redaktion hat sich gefragt, wieso es zum Beispiel in Stuttgart mit dem Radverkehr nicht so recht vorangeht, wo die Stadt doch "grün regiert" wird.  Im Lauf der Recherche wurde dem Reporter klar, dass es der Gemeinderat ist, der in Stuttgart über den Radverkehr entscheidet. Wir standen an der geplanten Hauptradroute 2 Wangen-Hedelfingen, und ich habe ihm erklärt, warum es die immer noch nicht gibt. Weil nämlich im zuständigen Ausschuss (UTA) für die Strecke entlang der Ulmer- und Hedelfinger Straße bisher zwar einmal eine Mehrheit zustande kam, die aber für eine neue Prüfung wieder gekippt wurde. Hier der Link zur Mediathek. Der Film beschäftigt sich unter anderem mit Stuttgart, zum großen 'Teil aber mit Berlin, Kiel und London.

21. Mai 2018

Kluge Stadtplanung hilft

Blogger David Grünewald ist mit dem Fahrrad in Groningen gewesen und berichtet beeindruckt und begeistert. 

Eine kluge Stadtplanung entkrampft die Verkehrsverhältnisse und steigert den Fahrradanteil enorm. Es ist nicht so sehr die Frage, ob von vorn herein Platz für Radwege da ist, sondern, wie man den Platz unter den Verkehrsteilnehmer/innen verteilt. Wenn man sich Davids Fotos anschaut, sieht man, dass in Groningen die Verkehrswende gelungen ist. Viele Straßen für die Autos sind nicht mehr so breit, dafür haben Radler und Fußgänger mehr Platz bekommen. Radfahren ist nicht nur ziemlich sicher, sondern fühlt sich vor allem auch so an. Viel mehr will ich zu seinem Bericht nicht sagen, lest ihn am besten selbst.

19. Mai 2018

Es ist so verdammt leicht, Radwege zu sperren

Vier Spuren für Autos, aber der Radweg fällt der Baustelle zum Opfer. So geschehen auf der Gaisburger Brücke. 

Dort müssen Brückengeländer und Gehwege saniert werden. Das Ganze soll laut Baustellenkalender bis September dauern. Radfahrer und Fußgänger müssen die Gehwegseite wechseln. Das aber scheint derzeit für Radfahrende nicht so gut organisiert zu sein. Blogleser Taube (Name von mir geändert) hat einen verzweifelten Brief geschrieben. Die Gaisburger Brücke ist Teil seins täglichen Fahrrad-Pendler-Weg, der eine Stunde dauert. Er ist im Lauf der Woche, immer wieder auf eine andere Situation gestoßen (Fotoserie unten). Taube sah sich am dritten Tag sogar gezwungen, irgendwie, quasi querfeldein, über die Kreuzung zu fahren, weil er keinen Weg fand, sie als Radfahrer StVO-konform zu bewältigen. Hier sein Protokoll, immer aus Ost Richtung Cannstatt gesehen:

17. Mai 2018

Zu viel Verführung zum Gehwegradeln - Möhringen

In Möhringen am Freibad und an der Straße zum Fasanenhof ist das Radfahren neu organisiert worden. 

Es gibt eine schöne Verkehrsinsel für alle, die von den Feldern (aus Leinfelden) kommend auf der Hechinger Straße Richtung Möhringen Zentrum weiter wollen. Eine nette Aufmerksamkeit für Radfahrende! Gut auch, dass das Radwegschild auf dem Gehweg durch ein Rad-frei-Schild ersetzt worden ist. Das beendet eine absurde Situation.

Leider führt aber die Radfreigabe des Gehwegs auf der rechten Seite Richtung Fasanenhof gehörig in die Irre. Denn dieser  Gehweg führt an kein Ziel und verkümmert und versickert hinter der Kurve.

15. Mai 2018

Radfahrer anfordern - Hä?

Es gibt ein paar Stellen in Stuttgart, wo Radfahrende Drücker sehen, aber keine Ampeln. Damit kann man den querenden Autoverkehr stoppen. 

Er bekommt Rot. Das sieht man allerdings nur daran, dass die Autos unmotiviert anhalten. Man selber bekommt kein Signal. Dieser Drücker ist relativ neu und steht im Westen an der Forststraße, wo sie die Schwabstraße quert. Im Gegensatz zu anderen solcher Stellen sehr schön ist die Gehwegnase, auf der der Drücker steht. Es kann ihn also kein Auto zuparken. Grundsätzlich aber muss man mit solchen Dingern umgehen lernen. Und dieser hier hält eine besondere Überraschung bereit.

14. Mai 2018

Duftender Radstreifen

Eigentlich müsste das weg. Aber die Rosen, die hier in den Radstreifen Neckarstraße ragen, duften wunderbar. 

Die Zeit grünen Hindernisse auf den Radwegen und Radsteifen hat begonnen. Es wächst, was wachsen kann, gerne auch in die Radwege und Radsteifen hinein. Ihr alle kennt sicher einige Stellen, wo das so ist. Da hilft es, ein Foto machen und an die Stadt eine gelbe Karte schreiben, mit genauer Ortsangabe, wo das Grün zurückgeschnitten werden muss.

Die gelbe Karte ist das Kommunikationsmittel der Bürgerinnen und Bürger mit der Stadtverwaltung. Sie enthält auch einen Störungsmelder, über den man alles Mögliche melden kann, Glasscherben auf einem Radweg oder blöd gestellte Schilder, defekte Ampeln und so weiter.  

Aber wegen dieser duftenden Rosen mag ich keine Gelbe Karte schreiben. Und man kommt auch gerade noch so vorbei.