28. Juli 2017

Radfahren ist intelligent und hält intelligent.

Autofahren ist dagegen nicht so gut fürs Gehirn. Es senkt den IQ. 

Eine britische Studie legt den Schluss nahe, dass wer täglich zwei Stunden im Auto sitzt, schneller dümmer wird als andere. Das zeigte sich bei Briten,  die viel Auto fuhren. Der Grund ist vermutlich das Stillsitzen, was den Kreislauf und damit die Durchblutung des Hirns senkt. Außerdem ist das Gehirn in den Stunden der Fahrt kaum beschäftigt. Dauerfernsehen hat einen ähnlichen Effekt, oder drei Wochen Herumliegen im Urlaub.

27. Juli 2017

Stuttgarts City soll nach und nach autofrei werden

Das hat der Gemeinderat gestern beschlossen. Natürlich mit knapper Mehrheit. 

Innerhalb des künftigen Ciytrings zwischen Paulinenbrücke, Wolframstraße, B14 und Theo soll kein unnötiger Autoverkehr mehr herrschen. So das Ziel. Gegner beschwören den wirtschaftlichen Tod der Innenstadt. Doch der Aktonsradius von Fußgängern, die mit Öffentlichen kommen, und Radfahrern ist viel größer als der von Autofahrern. Das nützt dem innerstädtischen Handel.


26. Juli 2017

Radwegweisung - wer hat's erfunden?

Das war die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen ('FGSV) Ende der Neunziger Jahre. 

Heute würden viele Radler sich wünschen, man hätte auch mal die Alltags-Radler/innen gefragt.

Diese Schilder entspringen einem "Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr", an das sich zwar nicht alle Bundesländer halten, Baden-Württemberg und einige andre große Bundesländer aber schon. Dies ist sozusagen die einheitliche Beschilderung für den Radverkehr. Damit müssen wir auf absehbare Zeit leben. Hilft nix.

24. Juli 2017

Der Milchpott - das Kopenhagener Lastenrad

Das ist ein Lastenfahrrad von Butchers&Bicycles, das sich auch beim Kurvenfahren anfühlt wie ein Fahrrad. Die Vorderachse erlaubt es, sich in die Kurven zu legen.

Es hat in diesem Jahr den ersten Preis als bestes Lastenrrad von Cyclingworld Düsseldorf bekommen.  Wie auf dem Fahrrad zu lesen ist, wurde es in Kopenhagen entwickelt und hergestellt. Es kostet über fünftausend Euro. Und so eines fährt in Stuttgart herum. Ich habe es auf dem Stuttgarter Marktplatz gesehen und leider nicht besonders intelligent fotografiert. Man kann darin auch Sitze einbauen und Kinder transportieren.

22. Juli 2017

Freiheit für die Innenstadt


In Hamburg fordert ein Bündnis Sperrzonen für Autos, zumindest probeweise. Das verschafft Menschen mehr Ruhe, bessere Luft und mehr Bewegungsfreiheit. 

Viele Städte, auch Stuttgart, erkennen das. Und die Erfahrung zeigt, dass einige Leute zuerst massiv dagegen sind, aus Straßen Fußgänger- und Radlerzonen zu machen, später aber begeistert sind von den neuen Lebensqualitäten und Freiheiten.

Nachdem in New York der Times Square für den Autoverkehr probeweise gesperrt wurde, stimmten zwei Drittel der Händler für den Erhalt der Fußgänger- und Radlerzone.

Auch in Stuttgart zeigen die neuen Einkaufszentren (wie bereits die gesamte Königstraße), dass der Handel weiß, wie wichtig es ist, beim Shopping nicht von Autos gestört zu werden, die herumstehen oder auf Parkplatzsuche kreisen. Vermutlich liefe auch das Gerber sehr viel besser, wenn es keine Autos mehr in der Tübinger Straße gäbe. Wo Autos dominieren, fehlen die Fußgänger. Und das Blöde: Autos kaufen nicht ein.

20. Juli 2017

Augen zukneifen hilft nicht - sie sind da.


In Stuttgart hat der Radverkehr eine ungeheure Dynamik bekommen. Dank der Pedelecs entdecken immer Menschen die Freiheit, die ihnen das Fahrrad gibt. Man kommt überall hin, man steht nie im Stau, man hat Bewegung und fühlt sich besser. 

Fahrräder sind überall. Die große Frage ist, ob die Stadt - der Gemeinderat und die planende Verwaltung - die Kurve kriegt und den Radverkehr zukunftsfähig gestalten will oder ob sie ihn in seiner Dynamik sich selbst überlässt. Dann erobern Radler jede Straße, jede Kreuzung, jeden Park, jeden Tunnel. Dann haben Autofahrer immer Radfahrende vor sich, und Fußgänger leider auch immer Fahrradfahrer um sich. Städte werden zu Fahrradstädten, weil in ihnen Rad gefahren wird, nicht weil man hier und dort mal einen kleinen Radweg baut.

19. Juli 2017

Wenn man Radstreifen zwischen den Autoverkehr bastelt

So sieht das aus, wenn ein Radstreifen endet, weil man Rädern auf der Fahrbahn keinen Platz geben kann. 

Das ist in Vaihingen die Kreuzung der Straße Vaihinger Markt Richtung Rohr mit der Hauptstraße. Ein Radstreifen führt zur Ampel vor. Dann sehe ich das hier. Wenn ich nach links Richtung Kaltentaler Abfahrt abbiegen will, soll ich das über den Aufstellplatz fürs indirekte Linksabbiegen tun.

Aber wo ist die Ampel, die mir sagt, wann ich losfahren kann?

18. Juli 2017

Radwege helfen dem Autoverkehr

Nimmt man den Autos eine Fahrspur weg und legt stattdessen einen Radweg oder Radstreifen an, dann bremst das den Autoverkehr nicht aus, sondern beschleunigt ihn.

Das hat sogar der größte Automobilverband, der ADAC, erkannt, wie die Welt bemerkt. Denn Studien in den USA, über die auch der ADFC berichtet, zeigen das. Die Forscher haben verschiedene Szenarien durchgerechnet. Dabei kam heraus, dass Autofahrer schneller vorwärts kommen, wenn der Radverkehr auf einer getrennten Spur unterwegs ist. Je höher der Anteil der Radfahrenden ist, desto schneller kommen Autos vorwärts. Logisch. Denn fahren viele Radler im Verkehr mit, dann bremsen sie Autos aus, die hinter ihnen sind. Trennt man die beiden Geschwindigkeiten (Auto und Fahrrad), dann kommen die Schnelleren schneller vorwärts und die Langsameren auch.

16. Juli 2017

Radler können die Regeln gar nicht einhalten

 Löwentor/Pragstraße 
Blogleser Chris hat mir einen Brief geschrieben, weil es ihn - wie mich auch - beschäftigt, dass man nicht so Rad fahren kann, dass man die Regeln einhält. 

"Ich gehöre zu den Menschen", schreibt er, "die sich gerne an Regeln halten, weil es das Zusammenleben leichter macht und das Verhalten (hier: im Verkehr) einschätzbarer macht und damit weniger gefährlich. Es ist einfach weniger Stress. Aber ich schaffe es nicht, mich als Radfahrer in Stuttgart an die Regeln zu halten. Und das nicht mit Absicht, sondern weil die Wege ein Puzzlewerk sind und man an jeder Kreuzung erstmal sinnieren muss, wie man legal rüberkommt. Bei den Blitzentscheidungen, die man beim Ranradeln treffen muss, sind im Rückblick halt auch mal falsche Entscheidungen dabei."