Wir mögen dieses Schild nicht. Auch deshalb nicht, weil es gerne völlig sinnfrei irgendwo herumsteht. So wie hier gleich an zwei Stellen.
Das hier am Rotebühlplatz Richtung Finanzamt verbietet Fußgänger/innen und Radler/innen zur Fußgängerfurt zu gehen oder zu fahren. Und warum?
Tatsächlich ist es verdreht aufgestellt und soll eigentlich zeigen, dass man nicht quer (von hier aus gesehen rechts) rüber zur Ecke gehen kann, weil dort gebaut wird. Wobei die Sperre gerade weggeräumt war und die Leute nach rechts über die Fahrbahnen gingen.
Falsch aufgestellte Radverbotsschilder führen aber dazu, dass wir überhaupt keines dieser Schilder mehr beachten. Man kann ja nie wissen, ob es zufällig richtig steht oder zufällig nicht. Und hier noch eine zweite echte Kuriosität, auf die mich zwei Blogleser aufmerksam gemacht haben, die was von Verkehrszeichen verstehen.
12. Mai 2019
11. Mai 2019
Grausige Kreuzung - eine Viertelstundenreportage an der Cottastraße
An einem regnerischem Abend gegen 18 Uhr habe ich sieben Ampelphasen an der Cottastraße Richtung Heutsteig beobachtet.
Sieben Ampelphalsen, sechs mit Radlern. Das ist viel. Offensichtlich ist die Querung der Hauptstätterstraße hier für Radfahrende wichtig, bei ihnen beliebt ist sie sicher nicht. Die Kreuzung ist schwierig. Einen Aufstellplatz für Radler gibt es nicht. Auf die Sperrfläche rechts dürfen sie sich eigentlich nicht stellen. Von einer Radlerampel, die etwas früher Grün gibt, keine Spur. Die Viertel-Stunden-Reportage offenbart die Probleme:
Manche Radler landen links der Autoschlange, so wie die beiden Radler oben auf dem Foto, die bei Grün dann schräg nach rechts vor die startenden Autofahrer fahren, die rechts oder links abbiegen.
Sieben Ampelphalsen, sechs mit Radlern. Das ist viel. Offensichtlich ist die Querung der Hauptstätterstraße hier für Radfahrende wichtig, bei ihnen beliebt ist sie sicher nicht. Die Kreuzung ist schwierig. Einen Aufstellplatz für Radler gibt es nicht. Auf die Sperrfläche rechts dürfen sie sich eigentlich nicht stellen. Von einer Radlerampel, die etwas früher Grün gibt, keine Spur. Die Viertel-Stunden-Reportage offenbart die Probleme:
Manche Radler landen links der Autoschlange, so wie die beiden Radler oben auf dem Foto, die bei Grün dann schräg nach rechts vor die startenden Autofahrer fahren, die rechts oder links abbiegen.
9. Mai 2019
Eine seltsame Perspektive
In Cannstatt hat ein Autofahrer bei einem Parkmanöver einen Radfahrer angefahren und schwer verletzt. Ein Zeitungsbericht verkehrt das ins Gegenteil: Der Radler rammt das Auto.
Wenn ich die Polizeimeldung lese, glaube ich, dass folgendes passiert ist: Der Radfahrer radelt die Starße entlang. Ein Auto kommt ihm entgegen, der Fahrer zieht urplötzlich auf seine, des Radlers, Fahrspur hinüber. Der Radler prallt gegen das Auto. Nach meiner Einschätzung hatte er keine reelle Chance, den Unfall zu vermeiden, er konnte nicht damit rechnen, dass der Autofahrer auf die Gegenfahrbahn kommt und ihm direkt vors Vorderrad fährt. Ob das so war, das darzutellen machen sich weder die Polizei, noch die Zeitung die Mühe.
Wenn ich die Polizeimeldung lese, glaube ich, dass folgendes passiert ist: Der Radfahrer radelt die Starße entlang. Ein Auto kommt ihm entgegen, der Fahrer zieht urplötzlich auf seine, des Radlers, Fahrspur hinüber. Der Radler prallt gegen das Auto. Nach meiner Einschätzung hatte er keine reelle Chance, den Unfall zu vermeiden, er konnte nicht damit rechnen, dass der Autofahrer auf die Gegenfahrbahn kommt und ihm direkt vors Vorderrad fährt. Ob das so war, das darzutellen machen sich weder die Polizei, noch die Zeitung die Mühe.
8. Mai 2019
Wie man bei Radfahrern Parkgebühren kassiert - ein Gedankenexperiment
Da schlägt einer vor, bei Radfahrenden Parkgebühren zu kassieren, damit Gerechtigkeit zwischen Autofahrenden und Radlern herrscht, und die Medien berichten.
Endlich sagt's mal einer, einer von der CDU. Das Auto werde verteufelt. Dagegen müsse man was tun. Und so ist ihm die Idee gekommen, den Radfahrenden das Radfahren, vor allem das Abstellen von Rädern, zu vergällen. Wer es abstellt, muss zahlen. So der Vorschlag des Düsseldorfer CDU-Manns im Verkehrsausschuss. Ein hämisch erleichtertes Raunen geht durch die Medien. Die lieben monströse Vorschläge. Und sowieso: Die blöden Radler, denen soll es nicht besser gehen als den Autofahrenden. Aber ist das auch praktisch durchführbar?
Endlich sagt's mal einer, einer von der CDU. Das Auto werde verteufelt. Dagegen müsse man was tun. Und so ist ihm die Idee gekommen, den Radfahrenden das Radfahren, vor allem das Abstellen von Rädern, zu vergällen. Wer es abstellt, muss zahlen. So der Vorschlag des Düsseldorfer CDU-Manns im Verkehrsausschuss. Ein hämisch erleichtertes Raunen geht durch die Medien. Die lieben monströse Vorschläge. Und sowieso: Die blöden Radler, denen soll es nicht besser gehen als den Autofahrenden. Aber ist das auch praktisch durchführbar?
7. Mai 2019
Jetzt redet ihr - heute ist Radforum
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| Herzogstraße |
Jeder und jede kann kommen. Üblicherweise stellen die Gruppen des Radforums bei diesem Treffen ihre Arbeit vor. Üblicherweise ist auch der Baubürgermeister dabei. Den könnt ihr direkt fragen. Vielleicht sind ja auch mal ein paar mehr Stadträt/innen (außer mir) da. Vielleicht ergibt sich eine interessante Diskussion. Bedarf gibt es.
Greenpeace hat gerade eine interaktive Karte online gestellt, auf der wir aufgefordert werden, die gefährlichsten Orte für Radfahrende in unserer Stadt zu markieren und kurz zu beschreiben. Auch hier kann jede/r mitmachen. Für Stuttgart gibt es schon etliche Einträge. Ich habe es ausprobiert. Greenpeace prüft die Einträge und stellt sie dann online.
5. Mai 2019
Ich muss euch eine irre Geschichte erzählen
Da müssen dringend die Stützmauern und die Geländer saniert werden. Und weil man den Gehweg so nicht wieder bauen darf wie er ist (zu schmal, nicht begehbar, weil zugeparkt) wird er zwei Meter breit hergestellt. Da dürfen dann auch Radler hoch fahren. Man hat uns die Bauabschnitte vorgestellt. Daran blöd: Es dauert alles, fertig ist das Ganze erst so 2024.
Aber das war nicht der Punkt. Wieder mal ging es um die Parkplätze.
4. Mai 2019
Komunalomat hat den Radverkehr vergessen
Die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten richten bei Wahlen immer Wahlomaten ein. Für die Kommunalwahl gibt es das als Komunalomat. Aber der taugt nicht für uns Radfahrer.
Denn er enthält keine einzige These zum Radverkehr. Gar keine. Es wird gefragt, ob man die gerichtlichen Dieselfahrverbote missachten soll oder ob der Öffentliche Nahverkehr kostenlos sein soll, immer verbunden mit den vier Möglichkeiten zu antworten: "Zustimmung" - "Abelehnung" - "Neutral" - "Überspringen". Aber eine These zum Radverkehr gibt es nicht.
Denn er enthält keine einzige These zum Radverkehr. Gar keine. Es wird gefragt, ob man die gerichtlichen Dieselfahrverbote missachten soll oder ob der Öffentliche Nahverkehr kostenlos sein soll, immer verbunden mit den vier Möglichkeiten zu antworten: "Zustimmung" - "Abelehnung" - "Neutral" - "Überspringen". Aber eine These zum Radverkehr gibt es nicht.
3. Mai 2019
Vom Wegzaubern der Radfahrer an Baustellen
Eine der vom Gemeinderat beschlossenen Forderungen des Zielbeschlusses "Fahrradfreundliches Stuttgart" ist, dass die Radinfrastruktur immer frei gehalten werden muss.
Das bedeutet: Immer! Und es bedeutet eben auch, dass eine Baustelle Radstrecken nicht einfach unterbrechen darf, ohne dass eine fahrbare Alternative angeboten wird. Das hat das Stuttgarter Stadtparlament, der Gemeinderat, so beschlossen. Das muss von der Verwaltung so umgesetzt werden.
Fürs Fahrrad muss es immer eine Weiterführung geben, so wie für Autos. Wegzaubern geht nicht, wird aber in Stuttgart immer wieder versucht.
Ich habe vor ein paar Tagen über die Komplettsperrung des Arlbergstraßentunnels für Radler berichtet. Darunger hat Blogleser Jürgen dieses Foto von der Württembergstraße auf Höhe der Haltestelle Aspen zwischen Untertürkheim und Fellbach gepostet.
Das bedeutet: Immer! Und es bedeutet eben auch, dass eine Baustelle Radstrecken nicht einfach unterbrechen darf, ohne dass eine fahrbare Alternative angeboten wird. Das hat das Stuttgarter Stadtparlament, der Gemeinderat, so beschlossen. Das muss von der Verwaltung so umgesetzt werden.
Fürs Fahrrad muss es immer eine Weiterführung geben, so wie für Autos. Wegzaubern geht nicht, wird aber in Stuttgart immer wieder versucht.
Ich habe vor ein paar Tagen über die Komplettsperrung des Arlbergstraßentunnels für Radler berichtet. Darunger hat Blogleser Jürgen dieses Foto von der Württembergstraße auf Höhe der Haltestelle Aspen zwischen Untertürkheim und Fellbach gepostet.
1. Mai 2019
Es geht zu langsam
Überall in Deutschland verkündet die Politik, der Radverkehr müsse ausgebaut werden, doch dann entsteht pro Jahr höchstens ein kleiner Abschnitt.
Das ist in Berlin so, wo es ein Mobilitätsgesetz gibt, es mit dem Radwegbau aber auch nicht vorangeht. In Stuttgart haben wir einen ebenso sensationellen Zielbeschluss für den raschen und umfassenden Ausbau des Radverkehrs gefasst. Binnen zehn Jahren soll unser Radhauptroutennetz, das es seit 2009 gibt, fertig sein. Derzeit fertig sind von den rund 60 Routen zwar viele kleine Abschnitte aber nur zwei komplette Hauptradrouten. Das muss schneller gehen.
Das ist in Berlin so, wo es ein Mobilitätsgesetz gibt, es mit dem Radwegbau aber auch nicht vorangeht. In Stuttgart haben wir einen ebenso sensationellen Zielbeschluss für den raschen und umfassenden Ausbau des Radverkehrs gefasst. Binnen zehn Jahren soll unser Radhauptroutennetz, das es seit 2009 gibt, fertig sein. Derzeit fertig sind von den rund 60 Routen zwar viele kleine Abschnitte aber nur zwei komplette Hauptradrouten. Das muss schneller gehen.
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