3. April 2020

Warum wir lieber im Stau stehen als Rad fahren

Rund 120 Stunden stehen Autofahrende durchschnittlich im Jahr bei uns im Stau. Radfahren wäre die Lösung, aber so einfach steigt es ich nicht um aufs Fahrrad. 

Fünf Tage im Jahr verbringen wir also  im Stau. Wer an 180 Tagen im Jahr morgens und abends zur Hauptverkehrszeit zur Arbeit und nach Hause fährt, braucht für den Weg fünfzig Prozent mehr Zei als etwa zur Mittagszeit.

1. April 2020

Noch eine Umfrage zum Mobiltiätsverhalten

Wien macht ebenfalls eine Umfrage zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens in diesen Zeiten.

Auch die passt nicht so ganz auf Vielradler/innen, aber ist ja egal. Man muss ja nichts geändert haben, um an einer Umfrage teilzunehmen, die herausfinden will, wie viele Leute tatsächlich jetzt mehr Fahrrad fahren oder mehr zu Fuß gehen oder weniger Öffentliche, aber dafür mehr Auto fahren. 

Hier der Link zum Mitmachen.
Eine erste Umfrage der Uni Dresden habe ich vor ein paar Tagen weiterverbreitet. Hier der Link dazu.

Wir beobachten in Stuttgart allerdings eine Zunahme der Radfahrten an den Zählstellen.

30. März 2020

Neue Schilder in Stuttgart aufgehängt

Kaum ist die StVO-Novelle beschlossen, sind in Stuttgart die ersten Fahrrad-Überholverbotsschilder für Autofahrende aufgetaucht. 

Sie werden in Twitter-Posts und auf Facebook lobend kommentiert, so wie dieses hier am Schwabtunnel. Auch Blogleser/innen haben mir Fotos zugeschickt, allerdings auch mit fragender Verwunderung. Dieses Schild kann tatsächlich aufgehängt werden, um Autofahrenden zu signalisieren, dass sie Radfahrende nicht überholen dürfen, weil der Platz dazu nicht reicht.

28. März 2020

Vandalismusopfer - Radservicestation

Die Stuttgarter Zeitung hat am 19. März davon berichtet, dass die kleine Radservice-Säule in der Eberhardstraße dem Vandalismus zum Opfer gefallen ist. 

Der Artikel versteckt sich in StZ Plus, ist also online nicht lesbar. Ich erinnere mich in der Papierausgabe, gelesen zu haben, dass die Stadtverwaltung habe verlauten lassen, man werde das Pilotprojekt nun überprüfen. So schnell klein beigeben finde ich nicht gut. Vielleicht war es nur die falsche Servicestation. 

26. März 2020

Niemand schafft jetzt Platz für Fußgänger und Radfahrer

Die Corona-Krise wäre eine Chance, die Straßen in unseren Städten, auch in Stuttgart, neu aufzuteilen. Aber genau jetzt hat niemand Zeit und Kraft dafür.

Menschen zu Fuß und auf den Fahrrädern brauchen mehr Platz, weil sie anderthalb Meter Abstand voneinander einhalten sollen. Das geht auf unseren schmalen Gehwegen teils nicht. Man weicht also auf die Fahrbahn aus und stellt dann schnell fest, dass Autofahrer/innen ungebremst an einem vorbeidieseln.

In Zeiten, wo die Fahrbahnen leerer sind, weil weniger Menschen mit dem Auto zur Arbeit fahren und mehr Menschen mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, sollte man eigentlich sofort Maßnahmen ergreifen, die dem Radfahren und zu Fuß Gehen mehr Platz einräumen: 
  • Im Stuttgarter Kessel auf allen mehrspurigen Fahrbahnen eine Fahrbahn als temporären Radstreifen ausweisen und durch Pylonen schützen. 
  • Keine Durchfahrten durch Wohngebiete mehr (hier fahren nur Anwohner/innen, Lieferdienste und Sozialdiesnte noch rein), 
  • Schrittgeschwindigkeit in Tempo-30-Zonen, Vorrang für Fußgänger/innen und Radfahrende auf den Fahrbahnen, 
  • Tempo 30 auf allen Straßen, wo es nur schmale Gehwege gibt, am besten überall.  
  • Autofreie Zonen massiv ausweiten. 
Doch dafür ist derzeit keine politische Kraft mehr übrig. 

24. März 2020

Neue Ampel-Querung am Bopser

Die Ampel über die Hohenheimerstraße am Bopser auf der Hauptradroute 3 ist jetzt in Betrieb. 

Man radelt durch den Park und stößt dann links auf den Fußgänger-Rad-Übeweg mit Ampel. Die Autofahrenden werden mit vorgeschalteten Lichtsignalen darauf aufmerksam gemacht, dass hinter der Kurve eine Ampel auf Rot steht.

22. März 2020

Das Parkverbot für Fahrräder ist abgewendet

Fahrräder dürfen auf dem Gehweg abgestellt werden, aber nur so, dass sie niemanden behindern: keine Kinderwagen, keine Rollstühle. Für Fahrräder gibt es keine Parkverbote.

Das Bundesverkehrsministerium wollte erreichen, dass Räder auf Gehwegen abgestellt werden müssen.  Der Bundesrat lehnte das (S.8) ab. Die Länder wollen Gehwege freiheihalten von all dem, was sich derzeit dort hinstellt: Räder, Motorräder, E-Scooter, Parkscheinautomaten, Aufsteller, Bänke, Werbefahräder, Radabstellanlagen, Tische, Stühle, Schildermasten, Baustellenschilder und so weiter.

21. März 2020

Gibt es einen Mobilitätswandel in Zeiten von Corona?

Die Uni Dresden macht eine qualifizierte Umfrage zu unserem Mobilitätsverhalten.

Sie will wissen, ob es sich während der Corona-Krise ändert. Die Studie ist langfristig  angelegt. Wer Lust hat, kann sich für weiterer Befragraungen zu Verfügung stellen.

Hier der Link zum Mitmachen. 

20. März 2020

Jetzt Platz schaffen fürs Fahrrad!

Radfahren ist die derzeit gesündeste Art, in Stuttgart unterwegs zu sein.

Wenn ich von meinem Balkon runter schaue, sehe ich dieser Tage mehr Radfahrende (übrigens auch mehr Fußgänger/innen) als sonst. Mein Nachbar fährt jetzt mit dem Rad zur Arbeit, statt mit den Öffenlichen. Und er ist nicht der einzige. Am Montag und gestern passierten über 4.000 Radler/innen die Zählstellen an der König-Karls-Brücke. Auf der Kaltentaler Abfahrt (Böbinger Straße) waren es rund 1.500.

Und weil auch immer weniger Autos unterwegs sind, könnten wir jetzt doch mal schnell für die vielen neuen Radfahrenden auf unseren Hauptstraßen eine Spur wegnehmen und als Radwege ausweisen. Das wäre doch was! Das würde ganz schnell noch mehr Leute aufs Fahrrad bringen.