Eine teure Fehlplanung für den Autoverkehr hat uns in den siebziger Jahren die Fußgängerzone Königsstraße beschert. Gemeint ist der Planie-Durchbruch unterm kleinen Schlossplatz.
Eine Stadtautobahn, die die Theodor-Heuss-Straße mit dem Charlottenplatz verbindet und ursprünglich südöstlichen Kessel mit dem Stuttgarter Westen verbinden sollte. Doch mittlerweile ist auch die Schlossstraße keine Hauptverkehrsachse mehr. Heute haben wir vier bis sechs Spuren für den Autoverkehr zwischen Altem und Neuem Schloss, die heute völlig überdimensioniert wirken. Und schon 1969, nach der Eröffnung, schauten die Verkehrsplaner (damals sicher alle männlich) etwas dumm aus der Wäsche, weil auf einmal, trotz toller neuer Straßenverbindung - also gerade wegen dieser tollen neuen Schnellstraße durch den Stadtkern - gar nichts mehr ging auf den Zubringerstraßen, sie waren alle verstopft. Damals durfte man noch durch die Königstraße mit dem Auto fahren. Erst als man die dicht machte und teilweise in eine Fußgängerzone umwandelte, floss der Autoverkehr wieder. Das nennt man den Braess-Effekt, den der deutsche Mathematiker 1968 vorrechnete.





