17. Mai 2020

Neues Fahrrad gegen altes Auto tauschen


Quelle: Auftragsrad
Das geht in Berlin. Dort übernimmt der erste Fahrradhändler Deutschlands beim Kauf eines Fahrrads das Auto des Käufers. 

Das geht so: Man kauft eines oder mehrere Fahrräder und lässt das Auto stehen. Der Wert des Autos wird mit dem des Fahrrads verrechnet, und wenn das Fahrrad billiger ist als die Blechkiste, dann kriegt man die Differenz sogar ausbezahlt. So geht Mobilitätswende.

Das kann der Auftragsrad-store, der sich in Kreuzberg befindet, allerdings nur machen, weil er selbst eine Expertise im Autohandel besitzt. Das Auto wird direkt im Laden bewertet. Der Laden übernimmt auch die Abmeldung beim Kraftfahrbundesamt.



15. Mai 2020

35 Euro, 55 Euro, 80 Euro

Offenbar ist man im Ausnahmezustandsmodus unterwegs. Nicht nur die Fußgänger:innen und Radler:innen, auch die Autofahrer:innen. 

Auf den Gehwegen gibt es nicht genug Platz für den Fußverkehr mit Abstandsregelungen. Doch nicht genug, es stehen auch noch jede Menge Autos auf Gehwegen herum. Sie stehen auch exzessiv auf Radstreifen und Radwegen. Und die Gehwegecken sind auch zugeparkt. Alle scheinen sich irgendwie im "Wo soll ich denn sonst ..."-Notmodus zu befinden. Aber auch in Ausnahmezeiten bleibt Radweg- Radstreifen-, Schutzstreifen- und Gehwegparken verboten.

Und seit der Novelle der StVO kostet das nun auch richtig Geld und schnell auch einen Punkt in Flensburg.

13. Mai 2020

Radlerfeindliche Umleitung in Hedelfingen

Die Hedelfinger Straße Richtung Wangen ist bis Anfang Februar wegen Kanalbauarbeiten voll gesperrt. Das Tiefbauamt hat eine garstige Umleitung für Radler:innen ausgeschildert. 

Das ist eine Umleitung, die den Normalrad-Fahrenden wohl das Radfahren abgewöhnen soll. Sie führt nämlich von der Amstetter Straße erst einmal Richtung Rohracker über die Rohrackerstraße und dann den Beundweg den steilen Berg hinauf (12-14 % Steigung, Karte unten). Über den Alosenweg kommt man wieder nach Wangen runter. Darauf hat mich Blogleser Jahn aufmerksam gemacht, der mir auch die beiden Fotos geschickt hat.

11. Mai 2020

Nehmt der Autoindustrie die Deutungshoheit über unsere Zukunft!

Wir wissen, was gut ist: Weniger Autos, mehr Radverkehr, mehr Fußverkehr, mehr öffentlichen Nahverkehr auf dem Land.

Ist ja auch schön, dass derzeit so viele das Fahrrad als Transportmittel entdecken. Allerings ist es eine Tragödie, dass dies infolge der Corona-Pandemie aufkosten des öffentlichen Nahverkehrs geht. Denn der ÖV ist neben dem Fahrrad die Basis für eine Mobilitätswende. Das Gebot des Abstandhaltens und die Wirtschaftskrise infolge der Pandemie spielte wieder der Autoindustrie in die Hände. Sie erzählt uns, dass Deutschland untergeht, wenn die Leute keine Autos mehr kaufen.

Zwei gegensätzliche Narrationen ringen heftiger denn je um politisches Gehör.

9. Mai 2020

Sind Radfahrer gefährlich?

Radfahrende können Ärger auslösen, wenn sie Rotlichter missachten oder auf Gehwegen radeln, aber sind sie darum auch gefährlich? 

Und wenn nicht, ist es dann eigentlich ein Problem, wenn sie sich nicht an die Regeln halten? Diese Frage stellt ein Bike-Journalist des Guardian in einem Video (auf Englisch) und bemerkt sinngemäß, Radfahren rettet die Welt, doch die Medien fokussieren sich auf sogenannte Kampfradler und lenken uns von den wahren Todesgefahren im Straßenverkehr ab. Im Video sind hübsche Beispiele zu sehen von Radfahrernden, die verboten wüst fahren, und wie die Medien solche Fälle skandalisieren.

7. Mai 2020

Räumt doch bitte jetzt mal die Gehwege frei!

Unglaublich, was auf Gehwegen derzeit alles herumsteht: Mopeds, Fahrräder, Müll, E-Scooter und natürlich Autos.

Der Gesetzgeber hat deutlich gemacht, dass Fußgänger:innen ihm etwas wert sind und die Bußgelder erhöht. Auf der Ecke Parken kostet 35 Euro. Auf dem Gehweg das Auto abstellen kostet bis zu 100 Euro Strafe (samt Punkt in Flensburg), mindestens aber 55 Euro. Auch Motorräder oder Mopeds dürfen nicht auf Gehwegen stehen. Derzeit steht jedoch noch mehr auf dem Gehweg herum als sonst, vor allem eine Armada von Motorrädern und Mopeds.

5. Mai 2020

Es geht los - mehr Platz fürs Fahrrad

Stuttgart fängt an mit schnellen Pop-up-Radstreifen. Zunächst geplant sind sie auf der Theo und in der Holzgartenstraße, ingesamt etwa 1,5 km.

Der zuständige Ausschuss, der STA, hat den Plänen am Vormittag mit 9 zu 5 zugestimmt (dagegen stimmten CDU, FDP und Freie Wähler, die AfD war nicht anwesend). Die Radstreifen sollen in den Pfingstferien angelegt werden.

Ich finde es gut, dass wir damit jetzt in Gang kommen, nachdem ich vor zwei  Wochen noch pessimistisch war, weil gerade sehr viel Ansprüche an die verschiedenen Ämter der Stadtverwaltung gestellt werde, insbesondere ans Ordnungamt.

3. Mai 2020

Nur wer starke Nerven hat, radelt durch den Schwabtunnel

Durch den Schwabtunnel muss man auf der Fahrbahn radeln. Dabei hält man Autos auf. Das ist reine Nervensache. Die letzten in der Schlange hupen. Einer überholt dann doch.

Das Argument des Ordnungsamts gegen Tempo 30 im Schabtunnel lautet, man sehe keine Gefährdung für die Radfahrenden. Wenn sie da durchradeln, dann würden sie ja eh das Tempo der nachfolgenden Autos bestimmen. Aber so einfach ist das eben nicht.

1. Mai 2020

Radlerunfall in Weilimdorf - schwierige Radinfrastruktur


Symbolbild für Weilimdorf
Die Radinfrastruktur in Weilimdorf scheint mir teils vernachlässigt, teils gefährlich. 

Am Dienstagabend (ca 21 Uhr) hat es einen schweren Unfall mit einem Radfahrer gegeben. Der Radfahrer fuhr auf dem Radweg, parallel zur Solitudestraße. Eine Autofahrerin überquerte die Solitudestraße Richtung Thaerstraße und sah den Radfahrer nicht, als er auf die Schutzstreifen hinaus fuhr, um die Einmündung Thaerstraße zu überqueren. Die Autofahrerin fuhr ihn dort um. Der Radfahrer musste ins Krankenhaus. Wir wünschen ihm gute Besserung und vollständige Genesung.