Im NDR-Bericht steht nicht, wie viele Menschen schwer verletzt wurden. Die Vision Zero will auch Verletzte vermeiden. In Deutschland, auch in Stuttgart nehmen im Gegensatz dazu die Unflle mir Radfahrenden zu. Maßnahmen dageen wären ganz einfach, sind aber eben nicht banal. In Helsinki werden Autos auf klar begrenzen Wegen durch die Innenstadt gelenkt, streng getrennt von Radfahrenden und Fußgängr:innen, die wiederum viel Raum für ihre Fortbewegung bekommen. In der Innenstadt ist die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt, auf Durchgangsstraßen darf 40 km/h gefahren werden. Darin kommen wir Helsinki nahe, allerdins eben nicht in der Trennung des Radverkehrs vom Autoverkehr und vom Fußverkehr.
2. November 2020
Vision Null - keine Vekehrstoten mehr
31. Oktober 2020
Sieben Professuren für den Radverkehr
Der Bund unterstüzt sieben Professuren für den Radverkehr in Deutschland. Wie die Zeit berichtet, beteiligt ich auch ein Fahrradhersteller finanziell an der Grundlagenforschung.
8,3 Millionen werden dafür in den kommenden fünf Jahren ausgegeben. Die Stadt wurde in den letzten siebzig Jahren nur noch fürs Auto geplant, Spezialist:innen für andere Mobilitätsformen wie Fahrrad, zu Fuß und mit Bussen und Bahnen fehlen. In der Regel wird immer noch fürs Auto geplant, ist der Platz dafür festgelegt, dann kommt das Erschrecken: "Oje, wir müssen doch noch Radwege machen und der Bus fährt das auch." Dann hat man schnell eine gemeinsame Bus- und Radspur. Natürlich ist das heute nicht mehr ganz so extrem. Zumindest in Stuttgart werden Radverbindungen inzwischen mitgeplant, etwa, wenn es um die Anbindung des Eiermann-Campus an Vaihingen geht.
29. Oktober 2020
Autofahrer stellen fest: Radstreifen sind zu schmal
Stimmt. Auch in Stuttgart gibt es Radinfrastrukturen, die zu schmal sind. Teils sind sie uralt und würden heute so nicht mehr angelegt werden, teils handelt sich um so genannte Schutzstreifen. Dass Radwege und Radstreifen nicht attraktiv sind, dies festzustellen, fällt übrigens gerade den Autofans und der Autolobby sehr leicht. Es dient als Argument gegen das Radfahren. "Man kann doch gar nicht Radfahren in Stuttgart", höre ich dann. Der ADAC fordert zwar bessere Radwege, stellt aber eben auch gleich klar, dass der Verkehrsraum keineswegs durch "vorschnelle" Pop-Up-Radwege "umverteilt" werden solle.
27. Oktober 2020
Bei Regen radelt doch niemand - stimmt nicht
Sechs von zehn Radfahrenden nehmen auch bei Regen das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung in der Schweiz.
Sie wurde gemacht, um die Behauptung der Radgegner:innen zu widerlegen, die wir auch bei uns oft hören, bei schlechtem Wetter radle ja niemand, und dann müssten die Öffentlichen Verkehrsmittel sie transportieren und dafür entsprechend ausgebaut werden. Das behaupten Initiativen, die verhindern wollen, dass es in Zürich fünfzig Kilomter weitgehend autofreie Fahrradstraßen ausgewiesen werden. Darüber wird es eine Volksabstimmung geben. Autolobbyisten laufen dagegen Sturm. Sie behaupten, bei Regen würden höchstens noch ein Viertel der Radler:innen fahren, die sonst bei schönem Wetter fahren. Und das stimmt nicht.
26. Oktober 2020
Radgaragen am Hauptbahnhof aufgestellt
Am Bahnhof gibt es neue Radgaragen. Gegenüber dem Bahnhof aufseiten der Ladengeschäfte sind vier Container aufgestellt. Jeder Container fasst zwanzig Fahrräder.
Sie funktionieren wie die unter der Paulinenbrücke, die schon ein Jahr lang eher zu Testzwecken steht, denn sonderlich viel genutzt wird sie nicht. In die oberen Reihen kann man nur Fahrräder stellen, die nicht mehr als 18 kg wiegen, also die meisten Pedelcs nicht. Es wird interessant sein, zu sehen, ob es hier zu Konflikten oder Engpässen kommt.
25. Oktober 2020
Fahrrad statt Ersatzwagen
Eine gute Idee. Die Schwabengarage bietet Kund:innen, die ihr Auto zur Repatatur bringen, auch Fahrrädeer an.
Sie haben ein Pedelec für Frauen und eins für Männer dort stehen. Manchmal ist es ja so, dass der Weg von der Werkstatt zur Arbeit ein kurzer ist, den man gut mit dem Fahrrad bewältigen kann, man kommt sogar viel schneller zum Ziel als mit öffentlichen Verkehrsmitteln und meist auch als mit einem Leihwagen. Auch für Menschen, die die meisten Wege in der Stadt mit dem Fahrrad machen, aber noch ein Auto haben, das zum Tüv muss, ist das ein gutes Angebot.
23. Oktober 2020
Ortseingangsschilder für den Radverkehr - gute Sache
In Zuffenhausen und Stammheim passt zwar die Infrastruktur nicht so richtig zum Sicherheitsgefühl von Radfahrenden, die fahren lieber auf Gehwegen, oder fehlt ganz. Aber eines ist top: die Wegweisung.
All die hübschen Umwege über Nebenstraßen, die uns Radler:innen von dern Hauptverkehrsstraßen fern halten sollen, sind inzwischen an fast jeder Ecke auch hilfreich ausgeschidlert. Und besonders nett finde ich die Ortseingangsschilder, die man für uns Radfahrende aufgehängt hat, weiß-grün und rechteckig. Vom Feldweg kommend, erfahre ich, dass ich jetzt in Stammheim angekommen bin. Sehr gut.
21. Oktober 2020
Nur mal schnell zum Bäcker
Radfahrende sind auch keine anderen Menschen als Autofahrende. Auch sie stellen ihr Rad gern mal direkt vor dem Laden ab.
Es ist erlaubt, Fährräder auf dem Gehweg abzustellen, wenn sie niemanden behindern. Das kann aber auch Ansichtssache sein. Hier sehen wir ein Fahrrad vor dem Hafendörfer in der Eberhardstraße. Es gibt Radständer, die aber eigentlich nur eine Werbefläche sind. Könnte man aber benutzen. Davor stehen Regioräder, wo auch meist eine Lücke fürs Fahrrad ist. So wie das Rad hier steht, können sich nicht zwei Menschen an den Außentisch setzen. (Wollen offenbar gerade keine.)
19. Oktober 2020
Automatische Fahrradgarage in Reutlingen
Bei Bosch Global in Reutlingen ist Anfang Oktober eine automatische Fahrrad-Garage eröffnet worden.
Man muss nur sein Fahrrad hinein schieben, dann wird es verarztet, also alleine in der Garage verstaut. In den Turm passen 122 Fahrräder. So ermuntert der Betrieb seine Mitarbeiter:innen, mit dem Fahrrad zu Arbeit zu kommen. Unterstützt wurde das Projekt mit Fördergeldern des Landesverkehrsministeriums mit 275.000 Euro.
Na, wann ist bei uns in Stuttgart die erste Firma so weit und stellt so einen Parkautomaten für Fahrräder auf?




