7. März 2021

Wie sage ich's dem Autofahrer?

Till Raether hat im Magazin der Süddeutschen Zeitung darüber nachgedacht, wie man sich als Radler oder Radlerin im Stadtverkehr behauptet. Und er schlägt eine ungewöhnliche Methode vor. 

Nämlich die sanfte Radl-Revolution. Statt aufs Autodach hauen, toben und schimpfen, versucht er es mit einen Lächeln und mit Reden. Wir kennen das alle: Einer hat uns viel zu knapp überholt, um vor uns an die Ampel zu kommen, die Rot ist und wo wir ihn wiedertreffen. Und dann mit der Hand das Zeichen zum Runterkurbeln des Fensters machen, dem in der Tat kaum jemand widerstehen kann, das habe ich auch schon oft ausprobiert. Und dann reden: "Bitte hupen Sie mich nicht an, ich darf auf der Straße fahren." Oder: "Bitte fahren Sie nicht so eng an mir vorbei. Klar, 1,50 ist viel, aber eine Handbreit ist doch zu wenig und für uns beide gefährlich." Oder ganz raffiniert: "Tut mir leid, dass ich so unvermittelt vor Ihnen eingeschert bin."

Tatsächlich sind wir in der Kommunikation um so erfolgreicher, je weniger aggressiv wir sind.

5. März 2021

Wann werden Geh- und Radwegparker endlich abgeschleppt?

Seit knapp einem Jahr gilt ein Erlass des Landesverkehrsministeriums, wonach Falschparken geahndet werden muss. Karlsruhe will nun
am ersten März schneller abschleppen lassen. 

Das melden die badischen neuesten Nachrichten. Demnach muss nun auf einem Gehweg immer 1,20 Meter zwischen illegal abgestelltem Auto und Zaun oder Hauswand sein, sonst soll abgescheppt werden. Bei einer Restbreite von 1,50 Metern soll erst Mal eine Verwarnung ausgesprochen werden. Das Baden-Württembergische Verkehrsministerium sieht allerdings auch bei einer Restbreite von 1,50 schon die Möglichkeit einer Behinderung und damit ein Anlass, das verkehrswidrig auf dem Gehweg abgestellte Auto abzuschleppen. 

3. März 2021

Kleine Maßnahme hilft viel

So eine Schiene ist nützlich, wenn man das Fahrrad (oder den Kinderwagen) jeden Tag eine Treppe rauf oder runter schaffen muss. 

Das Abstellen von Rädern daheim ist oft das größte Problem. Manche schaffen sich die schweren Pedelecs nicht an, weil sie nicht wissen, wohin damit. Treppen in den Keller oder Treppen rauf zum Hauseingang, wo ein Fahrstuhl wäre oder eine andere Gelegenheit, das Fahrrad abzustellen, sind nicht zu unterschätzende Hindernisse. 

Diese Bewohner:innen eines größeren Wohnkomplexes im Stuttgarter Süden haben eine Schiene auf die Treppen gelegt. Die können mit etwas Geschick und Kraft auch von Menschen mit Kidnerwagen genutzt werden, zummindest besser als wenn gar keine da wäre. 


1. März 2021

Wenn die Radroute am Fußgängerschild endet

Immer wieder (un)gern genommen: Die Radroute mit Schiebestrecke. 

Radelt man die Rotenwaldstraße auf dem freigegebenen linkssseitigen Gehweg am Westbahnhof hoch, kann man geradeaus Richtung Birkenkopf fahren oder hier nach links Richtung Vaihingen Uni über den blauen Weg. 

Wo die Wohnstraße (Osianderstraße) endet, steht am Fußweg hinauf zur Hasenbergsteige dann ein Fußgängerchild, das das Weiterradeln verbietet. 

27. Februar 2021

Drei tödliche Radunfälle 2020 in Stuttgart


Beinaheunfall
Die Vekehrsunfälle sind in Stuttgart um 21 Prozent im Vergleich zu 2019 gesunken.  Zugenommen haben aber die Fahrradunfälle.

Das liegt nach Einschätzung der Polizei Stuttgart an den Corona-Beschränkungen, die ja auch weniger Autofahrten bedeuteten, wohingegen mehr Menschen aufs Fahrrad umgestiegen sind, darunter etliche, die noch keine Erfahrungen im Stuttgarter Autodschungel hatten. Ein Grund mehr, viel schneller als bisher für sichere Radwege zu sorgen. Sie werden dringend gebraucht.

Im vergangenen Jahr starben mindestens drei Radfahrende nach Unfällen im Straßenverkehr.  Zwei getötete Radfahrenede führt der Polizeibericht auf, einer von ihnen saß auf einem Pedelec. Ich habe in den einzelnen Pressemeldungen der Polizei noch einen weiteren Pedelec-Radler gefunden, der nach einem Sturz verstarb. Auch einen weiteren Normalradfahrer scheint es zu geben, der Tage nach dem Unfall im Krankenhaus starb. Die Differenz könnte daher rühren, dass nach einer Woche Krankenhausaufenthalt der Tod meist nicht mehr direkt dem Unfall zugeordnet wird.  

25. Februar 2021

Auch Radwege müssen eben sein

Radwege sind ja doch oft nicht in so schönem Zustand. Wurzeln, Schlaglöcher, fehlende Pflastersteine können recht gefährlich werden und uns aus dem Sattel hauen. 

In Nordrhein-Westfalen wird ein kleines Fahrzeug (leider kein E-Fahrzeug) eingesetzt, das auf Radwegen mit Laser nach Unebenheiten und Beschädigungen sucht. Gute Idee! 

23. Februar 2021

Wie geht's zur Fahrradstadt?

Der Ausbau von Radwegen und Radstreifen dauert zu lange. Im Grunde brauchen wir auch diesen Sommer wieder Pop-up-Radwege.

Denn Radstreifen bräuchten wir dringend und schnell, wo viele Radfahrende unterwegs sein könnten (aber derzeit noch nicht sind), zum Beispiel auf der Cannstatter Straße parallel zum Schlossgarten, der im Sommer von vielen Fußgänger:innen und viel zu vielen Radfahrenden genutzt wird. Oder die Neue Weinsteige empor. Oder die Heilbronnerstraße hinauf und hinunter. Oder auf einem Cityring auf den teils zehn Spuren der B14, auf der Schillerstraße, auf der Theo und auf der Paulinenbrücke. Oder auf der Siemensstraße, auf der Kriegsbergstraße, auf der Pragstraße, zwischen Stuttgart West und Botnang und so weiter.

21. Februar 2021

Abbiegeunfall auf Radweg in Zuffenhausen

Eine Autofahrerin hat beim Rechtsabbiegen an der Ludwigsburger Straße einen Radfahrer umgefahren und schwer verletzt. 

Laut Polizeibericht war der 52-Jährige Radler am vergangenen Dienstag Richtung Kornwestheim auf diesem Geh- und Radweg unterwegs. Die Pkw-Fahrerin bog, ohne zu gucken, nach rechts auf den Parkplatz am Friedhof ab und prallte auf den Radfahrer. Rettungskräfte mussten kommen und den Mann ins Krankenhaus bringen.

19. Februar 2021

Wehe, wenn Radfahrende links abbiegen wollen!

Ich finde es immer wieder verbüffend, was sich die Stadt- und Verkehrsplanung zum Linksabbiegen einfallen lässt.

Denn Linksabbiegen ist für Radfahrende generell nicht vorgesehen. Es ist immer der Sonderfall in der Verkehrsplanung. Weil die meisten Radspuren und Radwege rechts aller Autospuren liegen, muss man die Geradeausspur der Autos kreuzen, um mit dem Rad direkt links abzubiegen. Das könnte man mit Ampelschaltungen regeln, aber die machen natürlich dir Rotphase für Autos länger. Also macht man das nicht.

Bleibt das indirekte Linsabbiegen. Und das ist immer kompliziert.