6. Juli 2021

Ach übrigens, das Schild ist weg

Und weil wir beim letzten Artikel schon in der Gegend waren, noch ein Blick über die Seidenstraße hinweg in die Breitscheidstraße. 

Das Schild, das regelmäßig umgefahren und wieder aufgerichtet wurde, ist verschwunden. Es wurde augenscheinlich abgebaut. Es zeigte das Fußgängerzeichen mit einem Rad-frei darunter (Fotos unten). Rechts davon verlief ein markierter Radstreifen, der dort immer noch markiert ist. Jetzt sehen Autofahrende das eindeutige Einfahrt-verboten-Schild, (mit Rad frei) das üblicherweise am Ausgang einer Einbahnstraße steht, und sonst nichts. 

4. Juli 2021

Wilde Bodenmalerei an der Liederhalle

Beim Literaturhaus befindet sich eine Schranke, damit Autos nicht einfach auf den Platz der Liederhalle fahren. Radfahrende und Fußgänger:innen müssen links oder rechts an der Schranke vorbei. 

Das hat bisher geklappt. Aber offenbar meinte jemand, Radfahrende sollten von der Liederhalle her links vorbei radeln und hat wilde Malereien gestartet. Die bringen jetzt diese beiden Fußgänger:innen in Schwierigkeiten, die wie alle Fußgänger:innen den für sie kürzesten Weg nehmen, aber sich kaum trauten, diese unorthodoxe Radspur zu betreten. Und natürlich radelten Radler auch rechts vorbei, denn wer sieht schon auf der sehr unorthodoxen weißen Spur das per Schablone aufgesprühte Zeichen, mit dem Radfahrenden auf der Gehwegseite das Radeln verboten werden solle. Wer hat sich das einfallen lassen?

2. Juli 2021

Fußgänger:innen mit Kinderwagen sind uns ja sowas von egal

Damit das klar ist, hier darf nicht durchgeradelt werden. Allerdings dürfen Fahrzeuge  in diesen kleinen sehr steilen Verbindungsweg zwischen Filderstraße und Alter Weinsteige bis bis zum Straßenbahndepot hineinfahren. 

Deshalb radle ich da auch hoch, wenn ich ins Theater Rampe will und hinten im Hof mein Fahrrad abstelle. (Vorne gibt es ja keine Radbügel). 

Derzeit ist da schon länger Baustelle. Wie man sieht, schafft sie für Autos rede Menge Platz. Wer keinen Platz mehr hat, sind die Fußgänger:innen. Die Schleuse ist so eng und die Ständer der Beschrankung sind vielfach so gedreht, dass jemand mit einem Kinderwagen nur schwer durchkommt.

30. Juni 2021

Feste Parkplätze für E-Scooter - hilft das?

Berlin führt sie ein, aber nur an wenigen Stellen in der Innenstadt. Nicht geregelt bleibt nicht nur in Berlin, sondern auch bei uns, wo die E-Scooter in den Wohngebieten abgestellt oder hingeworfen werden.
 

Offenbar haben es die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger aufgegeben, sich bei der Stadt über die E-Scooter zu beschweren, die so abgestellt wurden, das man mit dem Kinderwagen den Gehweg nicht mehr entlang kommt oder Sehbehinderte darüber stolpern müssen. Aber sie stehen immer noch oft ziemlich blöd herum. Besser geworden ist nach meiner Beobachtung das Abstellen durch die Anbieterfirmen selbst. Ich sehe sie nicht mehr so oft mitten auf Gehwegen und auf Gehwegnasen aufgereiht. 

Natürlich kann man überlegen, ob feste Abstellflächen für E-Scooter die Gehewege entlasten.

28. Juni 2021

Kinder sicher in Lastenrädern transportieren

In Lastenrädern können Kinder ziemlich sicher transportiert werden. Es gibt keinerlei Hinweise, dass sie dort größeren Gefahren ausgesetzt wären als im Kindersitz auf dem Fahrrad oder in Autos. 

Lastenräder werden von den Menschen hinter Windschutzscheiben sogar besser wahrgenommen, also weniger ignoriert, als Radfahrende auf Normalrädern oder Pedelecs. Aber ein paar Dinge gibt es wohl zu beachten, die eine Broschüre der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) zusammenstellt. Diese Broschüre gibt es gedruckt und als pdf. Sie beschäftigte sich mit den Anforderungen der Räder für den Kindertransport und mit dem anderen Fahrverhalten von Lastenrädern im Vergleich zu Normalrädern, weist aber auch darauf hin, dass in Lastenrädern nur Kinder bis 7 Jahre von Menschen transportiert werden dürfen, die älter als 16 Jahre alt sind.

Alle, die sich über den Kauf eines Lastenrads beraten lassen (Etwa bei Hyggelig), haben die Wahl zwischen mehrspurigen und einspurigen Rädern.

24. Juni 2021

Nur schnell mal was verkaufen

 So sehen in Stuttgart Geh- und Radwege aus. Autos dürfen reinfahren bis zu ihren Parkplätzen und ein Essenverkäufer steht dann genau dort, wo es richtig schmal wird. 

Er steht in dem Teil hinter den Parklätzen, der dem Schild am Eingangzufolge nicht mehr für Autos zugelassen ist. Das ist übrigens der Abschnitt der Ernsthaldenstraße in Vaihingen, der derzeit noch Teil der Radschnellverbindung ist. Viele Radler:innen sind hier allerdings derzeit noch nicht unterwegs und der ADFC hat auch Bedenken, weil es dann noch schmaler wird. Aber das ist jetzt hier nicht das Thema, sondern der doch sehr wurstige Umgang von Menschen mit großen Autos, die etwas verkaufen wollen, mit der Rad- und Fußgängerinfrastruktur in Stuttgart. Nicht gut. 

Ich vermute übrigens, das wurde von der Stadt so nicht genehmigt. 

Autofahrende wünschen sich Radstreifen in der Lenzhaldenstraße

Glaubt ihr nicht? Ich auch nicht. Aber sie müssten sie sich wünschen. Wer mit dem Auto die Lenzhaldenstraße hoch fährt, hängt über etliche hundert Meter hinter Radfahrenden und kann nicht schneller als 20 km fahren. 

Gäbe es hier Radfahrstreifen, könnten Autofahrende die Straße mit 40 km/h rauffahren. Es ist eine alte Weisheit, dass Radwege und Radstreifen eigentlich nur Autofahrenden nützen, weil sie die Radfahrenden auf die ihnen zugewiesenen Plätze und Räume verweisen und die Fahrbahnen freiräumen. In der Lenzhaldenstraße radelt man ohne jegliche Infrastrukturhilfe hoch, das ist nicht einmal unangenehm, allerdings hat man eben immer wieder Autos hinter sich, die beim besten Willen nicht überholen könnnen und es dann an ungeeigneten Stellen, etwa am Zebrastreifen, tun. 

Radfahrstreifen in der Lenzhaldenstraße werden im Bezirk Nord heftig diskutiert, denn im oberen Teil müssen für einen Bergaufradstreifen Parkplätze wegfallen.

22. Juni 2021

Des Radlers 7. Sinn - ständiger Systemwechsel

Radfahrende benutzen drei Verkehrssysteme: Fahrbahnen, Radinfrastruktur und Gehwege.

Oft in kurzer Folge. Alle drei Systeme sind anders organsisisiert und folgen eigenen Regeln. Die meisten Radfahrenden schauen im Pfadfindermodus, wie sie durch- und weiterkommen, ohne die teils sehr spezifischen Regeln zu kennen. Ängstlichere und Genervte radeln auch auf Gehwegen, die für den Radverkehr nicht fregegeben werden, andere radeln auf Fahrbahnen, ohne sich darum zu kümmern, ob es eine Radinfratruktur gibt. Die meisten sagen "Radweg" zu allem, wo ein Radzeichen auftaucht. Aber es gibt Radwege, Radstreifen, Schutzstreifen, freigegebene Gehwegein jeweils mehreren Nuancen und dazu noch die Fahrbahnen, Feldwege und Waldweg, wo unterschiedliche Regeln gelten

20. Juni 2021

Radroute Neckartalstaße in Münster verbessert

Die Radführung an der Müllverbrennung und der Reinhold-Maier-Brücke in Münster entlang der Neckarstalstraße ist leicht modifiziert und verbessert worden. 

Der Radstreifen wurd verlegt und auf den Verkehrsinseln wurden die Bereiche für den Radverkehr gekennzeichnet. Wer von der Müllverbrennung her kommt und auf dem Radstreifen Richtung Münster radelt, wird an der Ampelanlage an der Brücke jetzt nicht mehr auf die Fußgängeraufstellflächen geleitet, sondern an daran vorbei direkt auf den Zweirichtungsradweg, der an der Tankstelle vorbei führt. Das ist gut. In Gegenrichtung allerdings ist alles nicht so spontan entschlüsselbar.