17. Mai 2022

Autofahrerin fährt Radler in Degerloch an

Am Freitag hat es in Degerloch in der Epplestraße einen Fahrradunfall gegeben.  Blogleser David kam an der Unfallstelle vorbei und schickte mir das Bild. 

Die Fahrerin des Skoda kam aus der Dahnstraße, wo sie ein Stoppschild hat. Wie mir die Polizei auf Anfrage bestätigt hat, missachtete sie das Stoppschild, wollte die Epplestraße Richtung Waldau überqueren und rammte dabei den Radfahrer. Der Radfahrer wurde dabei glücklicherweise nur leicht verletzt, er erlitt Schürfwunden. Er kam vom Marktplatz her. Die Epplestraße ist Einbahnstraße Richtung Löffelstraße und Neue Weinsteige. Rechts befindet sich eine Busspur, die für den Radverkehr freigegeben ist und kurz vor der Dahnstraße auch von Autos befahren werden darf, links die Fahrspur für Autos. 

David schreibt mir:

15. Mai 2022

Loben wir mal Lindau

Lindau am Bodensee hat die Zufahrten zur Insel reguliert und Radfahrende von Autofahrenden getrennt. Die ehemalige Hauptzufahrt wurde in eine Fahrradstraße verwandelt. 

Bislang wurden alle Zufahrten zur Insel von einer Bahnlinie unterbrochen, und man stand minutenlang, und das oft. Jetzt hat die Stadt Unterquerungen geschaffen. Eine für Autos und Fahrräder (mit Fahrradbrücke), eine nur für Fahrräder. 

Vor der Insel liegt ein Kreisverkehr mit neuen Parkplätzen. Von der Insel weg fahren Radfahrende jetzt die nächste Ausfahrt raus auf eine Fahrradstraße, während Autofahrende noch ein Stück weiter rum müssen.  Nur Anlieger dürfen die alte Straße noch fahren. Sie kommen auf ihr nicht mehr über die Bahnschienen, der Übergang ist unterbrochen. Radfahrende aber haben einen neuen Fahrradtunnel unter der Bahnlinie hindurch erhalten. 

13. Mai 2022

Ein bisschen besser, aber nicht gut

Die Stadt hat nachgebessert am Fahrradübergang aus der Lautenschlager Straße Richtung Hauptbahnhof. 

Die Verkehrsinsel wurde ja neu gestaltet, der Aufgang für die Radfahrenden blieb aber so eng wie vorher auch. Von Seiten der Radfahrenden wurde sofort angemahnt, dass das nicht so bleiben kann. Das das Ganze grundsätzlich hätte besser überlegt werden können, habe ich im Oktober vergangenen Jahres beschrieben. Gut geht anders. 

Sieben Monate später kommt die Nachbesserung. Es gibt nun ein wenig mehr Platz für Radfahrende, die Kante wurde verkürzt. Das war gestern noch Baustelle, und Gestern noch fuhren die Radfahrenden links von der Baustelle auf die Fläche hoch und an dem zu hohen Bordstein wurde Asphalt angeschüttet. 

11. Mai 2022

Hilfe, ihr könnt doch die Fahrradparkplätze nicht wegnehmen!

Ein Zielkonflikt. Der Gehweg für die Fußgänger:innen. Motorräder müssen runter auf extra ausgewiesene Plätze. Die fehlen dann aber den Radfahrenden. 

Auf diesem Motorradparkplatz auf dem erweiterten Gehweg stehen Unmengen Fahrräder zwischen den Motorrädern. 

Längs zum Bordstein sind, was man vor lauter Fahrrädern kaum sieht, Bügel angebracht, die üblicherweise als Radbügel verwendet werden. Vermutlich, damit Autofahrer ihre Autos hier nicht auf den Gehweg stellen. Die Anwohnerschaft hat sich aber nun inzwischen Räder und städtisch geförderte Lastenräder angeschafft, die gut längs an die Bügel passen. Viele andere Fahrräder sind da ebenfalls angekettet. 

Ein Verkehrszeichen weist diese Stelle hinter den Bügeln as Motorradparkplatz aus. Nun hat die Stadt festgestellt, dass es für Motorradfahrende schwierig ist, zwischen den von Fahrrädern zugeparkten Bügeln auf den Abstellplatz hochzukommen, und für vergangenen Freitag angekündigt, dass die Bügel entfernt werden. Anwohner:innen waren entsetzt. Wohin mit den Rädern und Lastenrädern? 

9. Mai 2022

Ein Rad-Highway entlang der Cannstatter Straße

Ein Schweizer Unternehmen hat ein Stecksystem für Fahrradhochbahnen aus Holz entwickelt, deren Boden sogar beheizbar ist. 

Mit dem BikeHighway von URB-X kann man den Radverkehr in fünf Metern Höhe über dem Autoverkehr durch eine Stadt oder über Land führen, zweispurig und kreuzungsfrei. So kann man eine extrem leistungsfähige Radinfrastruktur schaffen, die den Radfahrenden vermutlich auch noch tierisch Spaß macht. Die Baden-Württembergische Landesregierung sieht darin eine Chance für Radschnellwege, die in die Städte hineingeführt werden müssen. Holzbau ist umweltfreundlicher und billiger als Stahlbau. Die Brücke kann auch Strom produzieren, wenn man Solarpanels verbaut, und im Winter gibt es dann auch Strom für eine Bodenheizung, die Schnee und Eis beseitigt. 

Die Idee gefällt mir. Wäre das nicht was für Stuttgart? 

7. Mai 2022

Von der Türlenstraße ins Europaviertel

Von der Kunstakademie auf dem Killesberg kommt man über die Robert-Mayer-Straße und die Türlenstraße direkt runter zum Europaviertel. An der Heilbronnerstraße wird es für Radfahrende ätzend. 

Man radelt bergab auf der Fahrbahn die große Kreuzung mit der Heilbronner Straße zu. Die Autos bergab haben drei Spuren, eine Rechtsabbiegespur und zwei Linksabbiegespuren. Außerdem gibt es bergab eine Busspur. Links an der Fußgängerinsel ist am Mast ein Verbotsschild für Fahrräder angebracht, was vermutlich sagen soll, dass Radfahrende nicht auf den Autospuren nach links in die Heilbronner Straße abbiegen dürfen. Das Fahrbahnradeln ist also ab hier verboten. 

Was es auf dieser Straßenseite (unserer rechten) unten nicht gibt, ist ein Fußgänger- und Radüberweg über die Heilbronner Straße. Der ist aus unsere Blickrichtung links von der Türlenstraße. Um dorthin zu kommen gibt es derzeit eine verbotene, eine gefährliche, eine unorthodoxe und eine erlaubte Möglichkeit. Das soll sich aber ändern. 

5. Mai 2022

Umweg nach Esslingen

Blogleser Reinhard hat mich vor einem Monat mitgenommen auf seiner Stammstrecke nach Esslingen. Seitdem die Brücke an der Amstätter Straße auf die andere Neckarseite wegen Erneuerung gesperrt ist, ist das nicht wirklich einfach. 

Man sollte sich gut auskennen und ein waches Auge für Umleitungsschilder haben. Von Hedelfingen, aus der Hedelfinger Straße heraus radeln wir geradeaus über den Hedelfinger Platz in die Amstätter Straße. Reinhard macht das auf der Fahrbahn. Geht wirklich viel schneller. Die Amstätter Straße radeln wir immer geradeaus durch den ganzen Ort. Bevor wir aus Hedelfingen rauskommen, wird die Amstätter Straße dann eine Anliegerstraße, die für den Autodurchfahrtsverkehr gesperrt ist. 

3. Mai 2022

Lob für eine Baustelleneinrichtung

Die Baustelle auf der Olgastraße zwischen Kreisverkehr Wilhelmstraße und Katharinenplatz macht Freude. 

Schon am Kreisverkehr erfahren wir nicht nur, dass die Straße für Autos gesperrt ist, sondern auch, dass wir selber weiter radeln dürfen, weil es eine Fortführung für Radfahrende gibt. 

Fährt man weiter runter - was sehr schön ist, so ohne Autos, deren Fahrer immer überlegen, ob sie doch noch vorbeikommen, obgleich wir schon 30 km/h radeln - stößt man auf den Radfahrstreifen und sieht: Ja hallo, ich komme ja einfach so durch. Links und rechts hat die Baustelle den Schutz- beziehungsweise Radstreifen freigelassen. Wir müssen nicht herumkurven, wir fahren einfach geradeaus. Auch hier sehe ich Verkehrszeichen, die passen. 

1. Mai 2022

Langzeitstudie zu Fahrradunfällen

Die Uni Hannover sucht Leute, die bei der Langzeitstudie zu Fahrradunfällen teilnehmen. 

Sie geht über ein Jahr, und nachdem man die Einstiegsumfrage zu den Fahrgewohnheiten und zum allgemeinen Gesundheitstustand gemacht hat, geht es in der folgenden Umfrage um konkrete Unfälle oder kritische Situationen.

Hier ist der Eröffnungslink für die erste Umfrage. Danach kommt eine Mail mit dem zweiten Link.  Erleidet man binnen dieses Jahres einen Unfall kann man ihn per E-Mail (mailto:Sportmedizin-ebike@mh-hannover.de) unter dem Jahr sofort melden. 

Ziel ist es vor allem, die Dunkelziffer zu erfassen.