19. September 2020

Das Auto ist ein unehrlicher Partner

Wer schnell radelt, muss den Lenker fest halten und wird durchgerüttelt.

Radfahrende bekommen von ihrem Fahrzeug sofort eine Rückmeldung, wie schnell sie unterwegs sind. Sie spüren den Fahrtwind. Ihnen ist schon mal das Hinterrad weggerutscht, weil sei den Bremsweg unterschätzt haben. Sie haben das Klacken einer Autotür neben sich gehört und sind erschrocken, denn wäre die Tür eine Sekunde früher aufgegangen, wären sie reingefahren und gestürzt, weil sie zu dicht an den geparkten Autos entlang gefahren sind. An den doch recht häufigen Alleinunfällen bei Radfahrenden sieht man leider auch, dass das Fahrrad ein sehr ehrlicher Partner ist, der die Konsequenzen von Fehlern sofort spürbar macht. Kinder, die auf Schotter ausgerutscht sind, wissen für immer, dass man auf Schotter vorsichtig radeln muss. Die meisten Radfahrende wissen auch, dass sie selber schmerzhaft stürzen, wenn sie nicht auf Fußgänger:innen achten und mit ihnen zusammenstoßen und fahren entsprechend vorausschauend.

Die verhexte Umgebung der Autofahrenden

17. September 2020

Schön!

Die Hauptradorute 1 hat in Heslach eine neue Überfahrt über die die Burgstallstraße, dort, wo die Tankstelle ist.

Der Vorteil, die Einfahrt zur Tankstelle kreuzt nicht mehr die Radroute auf dem Bürgersteig und die Kurven, die man radeln muss, sind weniger eng. Der Besondere Vorteial aber sind die Induktionsbereiche, mit denen man Grün anfordert, sobald man darüber radelt. Auf dem Foto oben sind sie als routenförmige Ritzen im Asphalt zu erkennen, sie decken beide Seiten des Pfostens ab. Und wie ich sehen konnte, kommt das Grün dann auch ziemlich schnell, wenn nicht sofort.

Irritationen können allerdings die Drücker an den Ampelmasten auslösen.

15. September 2020

Achtung Fußgänger! Achtung Fahrräder!

Die neue Haltestelle Staatsgalerie ist eröffnet. Besucher:innen des Planetarium können jetzt direkt rüber gehen. Über die Hauptradroute 1 hinweg, die hier als Radweg parallel zum Gehweg verlegt ist. 

Fußgänger:innen müssen aufpassen, wenn sie über den Radweg gehen. Er ist für sie optisch rot gekennzeichnet. Das sagt klar: Radler:innen haben Vorrang. Allerdings sind Radfahrend hier zügig untewegs und Fußgänger:innen auch manchmal ziemlich verpeilt. Deshalb warnen die weißen Streifen uns Radfahrende vor dieser Gefahrenstelle.

13. September 2020

Man glaubt es nicht!

Sie parken im Halteverbot. - Wieso? Da ist doch eine Parkplatzmarkierung. Und die Sperrstreifen fangen da vorn an. - Aber da vorn steht das Schild Halteverbot mit dem Pfeil rückwärts. - Aber ich bin doch hier. 

Die Gedankengänge von Autofahrenden sind wunderlich. Im Grunde ist völlig klar, dass hier am Bordstein nicht geparkt werden darf, damit die Radfahrenen auf dihrem Radstreifen genug Platz haben. Ihnen kommen mämlich hier andere Radfahrende entgegen. Aber weil eine kleine Ecke nicht auch noch überdeutlich als Verbotsbereich gekennzeichnet ist, ignoriert der Autofahrer oder die Autofahrerin das Halteverbotsschild, das natürlich auch Parken verbietet, obgleich es deutlich sichtbar ist, wenn es auch etwas weiter entfernt steht.

11. September 2020

Gericht verbietet Pop-up-Radwege in Berlin

Kaum sind sie da und zaubern ein Lächeln in die Gesichter der Radfahrenden, sollen sie schon wieder weg? So will es zumindest das Berliner Verwaltungsgericht.

Es bestehe "ernstlicher Zweifel an der Rechtmäßigkeit" für die acht temporären Radwege, hat das Verwaltungsgericht auf Eilantrag eines AfD-Abgeordneten entschieden. Die Verkehrsverwaltung müsse die Beschilderung abbauen. Das meldet der Spiegel. Selbstverständlich wird die Stadtverwaltung Widerspruch einlegen, berichtet der Tagesspiegel und zugleich aufschiebende Wirkung beantragen.

9. September 2020

Polizei kontrolliert Radler auf der Königstraße

Die Polizei hat erneut Radfahrende in der Fußgängerzone kontrolliert. Am Dienstag gegen zehn Uhr standen sie mit großem Aufgebot am Schlossplatz beim Wittwer. 

Schon Ende August kontrollierte sie die Calwer Straße und die Bereiche der Königstraße am Bahnhof und am Rotebühlplatz. Im August wurden auch Radfahrende angehalten, die verbotenerweise durch den Höhenpark Killesberg fuhren.

Ein Blogleser hat mir von der jüngsten Kontrolle berichtet und auch die Fotos geschickt. Er berichtet, die Polizei habe sich von denen, die auf der Königstraße nicht vorm Rad gestiegen waren, den Führerschein oder Ausweis zeigen lassen und auch Bußgelder verhängt.

7. September 2020

Und wieder mal sind die Radfahrenden die Gekniffenen

Ein bisschen Mist bleibt es halt doch. An der Schleuse Tübinger Straße zur Feinstraße ist eine Baustelle entstanden.

Die Radfahrstreifen wurden alle beide auf die Seite der Kirche verlegt, man kommt sich hier jetzt entgegen. Das ist zwar auch nicht ideal, aber es geht für eine Baustelle.

Allerdings, wer stadtauswärts radelt stößt oft genug auf ein Auto, das im Parkverbot (eigentlich ist es ein Halteverbot) an der Ausleitung, also halb oder ganz auf dem Radstreifen parkt. Entweder der Streifen Richtung Marienplatz wird auf fünfzig Zentimeter verschmälert, oder man mus ganz auf den Streifen des entgegenkommenden Radverkehrs auseweichen.

5. September 2020

Fahrradhelme sind nicht für Zusammenstöße mit Autos gebaut

Fahrradhelme sind nicht dafür ausgelegt, Zusammenstöße mit Autos abzumildern. Sie werden so auch gar nicht getestet.

Das sagt  Eric Richter, Entwicklungsmanager von Giro, in einem Artikel von Forbes (nur Englisch). Radfahrer sollten sich nicht auf Fahrradhelme verlassen. Helme würden nicht entworfen, um die Schwere von Unfällen zu mildern und die Chancen der Radfahrenden zu verbessern. Es gebe so viele Möglichkeiten und Variabln bei einem Unfallsgeschehen, etwa Geschwindigkeit des Autos, Aufprallwinkel und die Gestalt des Fahrzeugs, dass man nicht alle Eventualitäten berechnen könne.

3. September 2020

Krass, was da herumsteht

Eine Runde zu Fuß durch Stuttgart Süd und Mitte, und ich muss schon sagen, es steht viel zu viel auf den Gehwegen herum. 

Vor allem Motorräder, Mopeds und E-Scooter. Auch Fahrräder, aber die sind die einzigen, die auf Gehwegen stehen drüfen, solange Fußgänger:innen noch gut Platz haben, um an ihnen vorbei zu kommen. Alles andere darf dort nicht stehen. Für sehbehinderte sind das Stolperfallen, für Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen sind es Hindernisse und für Rollstuhfahrende oft sogar unüberwindliche Hindernisse.

Motorräder sind Kraftfahrzeuge, und die dürfen auf Gehwegen nicht abgestellt und geparkt werden. Und die E-Scooter sollten wir auch verbannen.