17. September 2018

Die langsamste Ampel Stuttgarts ist weg

Die Kreuzung am Tagblattturm mit der langsamsten Radlerampel Stuttgarts ist Geschichte.

Ab dieser Woche soll die Kreuzung zwischen Tagblattturm, Hegelhaus und Galerie Kaufhof für die neue P-Buslinie umgebaut werden.

Das bedeutet auch eine Aufwertung der Hauptradroute 1. Mit Behinderungen des Radfverkehrs ist sicher zu rechnen. Ich gehe aber davon aus, dass der Radverkehr auf der HRR 1 nicht unterbrochen wird oder dass praktikable Umleitungen ordentlich ausgeschildert werden.

15. September 2018

Zum Teufel mit den Radfahrenden

Und es geht immer noch. Man kann einen Radweg kommentarlos sperren und es den Radfahrenden überlassen, wo sie fahren.

Dieses Foto stammt von Blogleser Thomas und zeigt den Abschnitte der Hauptradroute 1 am Augsburger Platz in Cannstatt.

Für routinierte und furchtlose Radler kein Problem, sie mischen sich dann halt unter die Autos. Jugendliche oder unsichere Radfahrende werden das Fahrrad über den Bordstein hochheben auf den Gehweg flüchten. Sie müssten dort schieben, was sie aber vermutlich nicht tun werden.

13. September 2018

Radwege ohne Benutzungspflicht sind möglich

Endlich können Radwege und gemeinsame Rad- und Fußgwege so ausgewiesen werden, dass für Radfahrende nicht automatisch eine Benutzungspflicht entsteht und sie auch nicht zu Schrittgeschwindigkeit gezwungen werden wie bei einer Radfreigabe des Gehwegs. 

Darauf hat Bernd Sluka (VCD Bayern) auf seiner Internetseite hingewiesen. Seinem Bericht zufolge hat man sich zwanzig Jahre nach der Aufhebung der Benutzungspflicht für Radwege, die aber fast nirgendwo vollzogen wurde, im Bund-Länder-Fachausschuss StVO auf eine Bodenmarkierung geeinigt, die es Radlern erlaubt, auf einem Fußweg zu fahren, ohne dass sie es müssen. Das sieht so aus, dass auf den Asphalt oben ein Fußgänger und unten ein Fahrrad mit waagrechtem Zwischenstrich gemalt werden. Dann muss kein Schild mehr aufgestellt werden, und allen ist klar, was hier fährt und geht. (Link nicht mehr vorhanden: Sluka verweist auf diese Broschüre, wo das auf Seite 40 beschrieben wird.)

Hier das Foto der Seite in der Broschüre:

11. September 2018

Spatenstich für den ersten Radschnellweg in der Region Stuttgart

Es kann losgehen. Gestern war Spatenstich für den ersten Radschnellweg, der Stuttgart in diesem Fall mit Böblingen und Sindelfingen verbindet. 

Er ist 7,7 km lang, führt auf der Römerstraße (gerne auch als Panzerstraße bezeichnet) von Böblingen/Sindelfingen durch den Wald nach Vaihingen Rohr  und zur Universität und soll im kommenden Frühjahr fertig sein. Ich habe mehrfach über die Pläne berichtet.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann hat sich besonders dafür eingesetzt, dass es bei uns endlich losgeht mit schnellen Routen für Radfahrende. Und auch Böblingen ist da vorangeschritten.

9. September 2018

Acht Jahre Critical Mass in Stuttgart

Die September-Ausfahrt der Critical Mass ist für mich immer die schönste. 

Man fährt in die Dämmerung, meist ist das Wetter noch sommerlich und man trifft sich nach dem Sommer wieder.

Am vergangenen Freitag zählte die Polizei beim Start über 2.000 Teilnehmer/innen, doch die eigene Zählung der Critical Mass kam nach etwa einer Stunde am Anstieg der Olgastraße zur Neuen Weinsteige nich mehr an die 1.800 heran. Gezählt wird mit einem Handzählgerät und viel Konzentration. Meist zählen entlang der Strecke mehrere und meist gibt es keine großen Abweichungen, sie liegen etwa bei 10 Personen. Dann wird halt das Mittel gebildet. Die Zahlen von 2018 findet ihr hier. 

7. September 2018

Radkult und Radkultur - Leipzig

Leipzig hat eine junge und kreative Kultur. Deshalb auch eine andere Radkultur. 

Hier fährt man stressfreier, meinen manche, die hier in Stuttgart radeln. Allerdings gab es in Leipzig in diesem Jahr schon zwei tödliche Abbiegeunfälle. Leipzig hat eine alte Radinfrastruktur, aber auch eine, die weiter ausgebaut wurde. Rund um die Innenstadt gibt es viele, viele Radabstellmöglichkeiten und es  gibt ein Fahrradparkhaus an der Uni.

In Leipzig sieht man viele alte Räder, wie wir sie in der Jugend gefahren haben, dafür aber wenige Pedelecs. Leipzig hat eine große Jugend- und Subkultur. Das zeigt sich auch an den Rädern.

5. September 2018

Müssen Radfahrer einen Parkschein lösen?

Wenn sich viele Fahrradfahrer in einer Kneipe treffen, es aber keine Radständer gibt, was dann? Den Gehweg vollstellen? Nein, sagten wir uns. Wir nehmen einen Parkplatz.

So geschehen in der Tübinger Straße, der Fahrradstraße, in der es eklatant an Radabstellbügeln fehlt. Fünf Fahrräder stehen auf einem Autoparkplatz. Sogar einen Parkschein haben wir gelöst und an die Mittelstange des dritten Rades von hinten geklemmt. Aber hätten wir das müssen? Nein, hätten wir nicht, weil Fahrräder im Parkscheinssystem nicht vorgesehen sind.

3. September 2018

Radfahren mit Lastenrädern - unsere kleine Sommertour

Am vergangenen Donnerstag war ich mit dreißig Radlern, darunter etlichen mit Lastenrädern und Kinderanhängern in Stuttgart unterwegs.

Das Thema dieser Sommertour war: Das Fahrrad war gestern, heute ist Lastenrad, Kinderanhänger und Dreirad. Aber die Radinfrastruktur ist darauf noch gar nicht vorbereitet.
Mit von der Partie waren drei Polizist/innen der Fahrradstaffel. Die ist heuer viele Kilometer geradelt, erzählten sie mir, die Dienstpedelcs waren jeden Tag im Einsatz, und zwar in ganz Stuttgart, darunter  in Weilimdorf, Feuerbach, Zuffenhausen.

1. September 2018

Ein kleines Missverständnis

Es ist ja richtig schön, wenn weniger Paketlastwagen in unseren engen Straßen unterwegs sind. 

Paketauslieferung mit Lastenrädern ist umweltfreundlich und sehr platzsparend. Kein Postauto, das die Fahrbahn blockiert, um das ich als Radlerin drum herum kurven muss.
Wir sehen hier die Lehenstraße, eine freie Fahrbahn und ein Lastenrad der dpd Pakete.
Aber, oje! Leider steht es auf dem Gehweg. Der Fahrer muss da etwas eklatant missverstanden haben. Ob es nämlich die Fußgänger so gut finden, wenn sich der Lastenraddienst auf die Gehwege verlagert? So wie der hier steht, ist er auch auf dem Gehweg geradelt. So habe ich mir das nun wieder  nicht vorgestellt. Zumal auf der Fahrbahn jede Menge Platz wäre, zum Fahren und sogar zum Halten.