2. Juni 2020

Zweirad-Überholverbot - das Schild kommt

Die Stadt will an der Böblinger Straße die neuen Verkehrszeichen aufstellen, die es Autofahrenden verbieten, Radfahrende zu überholen. 

Sowohl der ADFC wie auch einzelne Briefschreibende, darunter Bloglser Martin, hatten nachgefragt und dies gefordert.

Alle, die zwischen Waldeck und Haltestelle Engelboldstraße die Böblinger Straße hinauf und hinunter radeln, wissen das: Der Schutzstreifen ist schmal, führt an geparkten Fahrzeugen entlang und lässt den Autos gerade mal eine Spurbreite. Autofahrende dürfen hier nicht überholen, weil sie den neuerdings gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand zum Fahrrad von 1,5 Metern nicht einhalten können. Etliche tun es trotzdem, vermutlich auch aus Unkenntnis. Die beiden Spuren, eine Autospur und eine Fahrradspur suggerieren, dass sozusagen alle in ihrer eigenen Spur mit eigenem Tempo fahren dürfen.

31. Mai 2020

Schildersalat auf der Hauptradroute 1

Ab Dienstag gibt es eine Baustellenumleitung auf der Hauptradoute 1 zwischen Südheimer Platz und Vogelrainstraße.

Man kann dann nicht mehr an der Tankstelle die Böblinger Straße überqueren. Der Grund sind umfangreiche Baumaßnahmen, die bis Anfang August dauern sollen. Auch für die Autofahrer wird es Bechränkungen geben.

Der Schildersalat ist schon angerichtet.

29. Mai 2020

Warum musste in der Hegelstraße eine Fußgängerin sterben?

Der Fahrer eines Pick-ups ist an einem Bus vorbeigefahren und hat eine Fußgängerin getötet.

Das geschah vor einer Woche. Viele Menschen haben seitdem am Unfallort der Toten gedacht.

Die Hegelstraße bei der Russischen Kirche im Stuttgarter Westen ist nicht unproblematisch. Autofahrende müssen sich die Fahrbahn erst mit der Stadtbahn teilen, dann müssen sie warten, wenn der Bus an der Haltestelle Ecke Seidenstraße hält, weil es nur eine Fahrbahn gibt. Die Stadtbahnschienen links sind mit weißen Streifen als Sperrfläche gekennzeichnet, die nicht überfahren werden darf. Radfahrende sind auch unterwegs und lösen Überholdruck aus.

Hätte der Fahrer des Dodge sich an die Verkehrsregeln gehalten, würde die junge Frau noch leben.

27. Mai 2020

Liebe Presse: Nein, es liegt nicht an den Radfahrern

An Christi Himmelfahrt wurden in Stuttgart zwei Radfahrende durch Autofahrende schwer verletzt. 

Die Zeitung benutzt die Schilderung der Unfälle, um das Pedelec-Fahren zu problematieren. Das Problem waren aber die Autofahrer.

Die Überschrift lautet: "Pedelecunfälle fordern zwei Schwerverletzte." Das klingt so, als hätten Menschen auf Pedelecs zwei Unfälle verursacht und als seien die Opfer andere. Das stimmt aber nicht. Es waren zwei Autofahrer, die eine Radfahrerin und einen Radfahrer schwer verletzt haben, weil sie nicht auf sie geachtet hatten.

25. Mai 2020

Wo radeln, wenn nicht durch den Killesbergpark?

Durch den Killesbergpark darf man nicht radeln. Aber wie kommt man um ihn herum? Nur schlecht.

Die Stuttgarter Zeitung berichtete vor einigen Tagen, das Ordnungsamt wolle im Park jetzt verstärkt Radfahrende kontrollieren. Ein paar sehe ich dort immer radeln, wenn ich dort bin.

Ich finde es in Ordnung, dass es radlerfreie Parks in Stuttgart gibt. Zufußgehende müssen auch mal nicht aufpassen müssen. Allerdings sollte es dann unbedingt eine Radinfrastruktur geben, die zum Umfahren einlädt. Und die fehlt. Es fehlen auch Wegweiser, die Radfahrende um den Park herum leiten. Wo auch immer die Ziele der Radler:innen liegen, die die Wege des Parks befahren, sie über die Straßen außen herum anzusteuern, ist kein Vergnügen.

23. Mai 2020

Ein Radstreifen für vier Stunden auf der Theo

Greenpeace hat in dreißig Städten Deutschlands heute mit Pop-up-Bike-Lanes für mehr Radwege demonstriert, auch in Stuttgart. 

In Absprache mit Polizei und Ordnungsamt wurden Fahrspuren in Radspuren umgewidmet. So auch auf der Theodor-Heuss-Straße. 

Das Wetter war leider nicht so prickelnd. Aber Radfahrende gibt es immer und viele radelten lächelnd auf einem kleinen Abschnitt der Theodor-Heuss-Straße zur Bolzstraße vor. Mit dabei auch OB-Kandidatin Veronika Kienzle.

Heute geht es auf die Theo

Auch wenn es heute leider regnet: Der Radentscheid und Greenpeace laden zum Probe-Radeln ein. 

Greenpeace schreibt in seiner Einladung: "Am Samstag (heute) schließen wir die Theodor-Heuss-Straße in Stuttgart und verwandeln sie zwischen 11.30 Uhr und 15.30 Uhr in einen Fahrradweg! Kommt vorbei und radelt mit uns auf einem Stück Straße, um eure Zustimmung für den Ausbau von Fahrradwegen zu zeigen! Wir wollen eine Stadt für Menschen und nicht für Autos." Eine ähnliche Aktion gab es bereits auf der Mercedesstraße in Cannstatt. 

21. Mai 2020

Nö, nicht mehr Platz fürs Fahrrad in Stuttgart

In Stuttgart wird es keine weiteren temporären Radstreifen geben. Grüne, Links-Fraktion und Puls haben im zuständigen Gemeinderatsauschuss keine Mehrheit für die Anträge bekommen. 

Sie wurden zur weiteren Beratung auf Ende Juli verschoben. Eine Abstimmung fand nicht statt, die hätten wir verloren, weil die SPD nicht mit uns gestimmt hätte. Es ging unter anderem um den Antrag, zum Schlossgarten auf der Cannstatter Straße eine Parallelstrecke zu schaffen. Denn im Schlossgarten sind immer mehr Fußgänger:innen unterwegs und vor allem aber mehr Radfahrende denn je. Das bedeutet Stress vor allem für Fußgänger:innen. Und es ging um den Antrag, auf der Neuen Weinsteige einen Zweirichtungsradweg (oder einen Einenrichtungsradweg bergauf, darauf häten wir uns runterhandeln lassen)  einzurichten. Die Verwaltung (Stadtbplanung und Verkehrsbehörde) zeigte und äußerte sich wenig begeistert. Das Verfahren sei kompliziert, weil bei Bundesstraßen auch das Regierungspräsidium mitzureden habe. Es sei auch nicht einfach umzusetzen. Im Übrigen würden solche Anträge Kräfte in den Ämtern binden, die sonst mit der Arbeit am Radhauptroutennetz beschäftigt seien.

19. Mai 2020

Böblingen gibt dem Fahrrad eine ganze Fahrspur

Ein kleiner Lichtblick für den Radverkehr in Böblingen, meint  Blogleser Hubert.

Er hat mir die Fotos geschickt. Ein vierspuriges Straßenstück in der Calwer Straße wird - ganz unabhängig von Corona-Pop-Up-Projekten - auf zwei Fahrspuren reduziert. Auf den anderen Fahrspuren entstehen Radstreifen.

Hubert schreibt mir, wichtig sei bei der neuen Radführung in der Calwer Str., dass sie über die Kreuzung hinweg und über die Bahnbrücke geführt wird. Die war bisher ein Nadelöhr für den Rad- und Fußgverkehr.