Wer sich nicht auskennt, guckt hier Fragezeichen. Man darf nur rechts abbiegen. Aber die Radwegweiser für Radfahrende bieten munter sehr viele schöne weitere Richtungen an.
Das Kuriosum befindet sich in Leinfelden-Echterdingen am Ende der Schulstraße, wo sie über die Stadtbahnschienen auf die Max-Lang-Straße geht. Geradeaus ins Wohngebiet dürfen Autos nicht. Die sollen alle rechts abbiegen. Das Gebot ist überdeutlich, eine Ausnahme für Radfahrende ist hier nicht vorgesehen. Also ab nach rechts, ganz egal, was die schönen grünen Wegweiser, die hinter der Kreuzung stehen so alles an Zielen vorschlagen.
5. August 2020
3. August 2020
Radschnellwege haben Zukunft
Wie kommt man mit dem Fahrrad von Leipzig nach Halle. Das geht uns hier in Stuttgart eigentlich nichts an. Aber die Strecke ist nur (oder immerhin) 36 km lang.
Der Stuttgarter Gemeinderat hat kürzlich mit satter Mehrheit 13 Korridore für Radschnellverbindungen auf Stuttgarter Gemarkung gebilligt. (Dazu unten mehr). Bleiben wir erst mal bei Leipzig und Halle. Es gibt dort bereits drei Trassenvorschläge, und die MDR-Redakteurin (die in Coronazeiten nicht Zug fahren wollte) hat schon mal ausprobiert, wie sich das so radelt. Ihr Bericht ist lang und interessant und zeigt, dass es Spaß machen kann, 35 km zu radeln, vor und nach der Arbeit, auch wenn sie bei der Testfahrt über teils ungebahnte Wege dafür noch kapp vier Stunden unterwegs war. Auf einer nahezu kreuzungsfreien, gut asphaltierten Strecke, würde sie (allemal mit einem Pedelec oder als sportliche Radlerin) knapp zwei Stunden brauchen. Täglich würde sie das nicht machen, schreibt sie, aber ab un zu vermutlich schon.
Der Stuttgarter Gemeinderat hat kürzlich mit satter Mehrheit 13 Korridore für Radschnellverbindungen auf Stuttgarter Gemarkung gebilligt. (Dazu unten mehr). Bleiben wir erst mal bei Leipzig und Halle. Es gibt dort bereits drei Trassenvorschläge, und die MDR-Redakteurin (die in Coronazeiten nicht Zug fahren wollte) hat schon mal ausprobiert, wie sich das so radelt. Ihr Bericht ist lang und interessant und zeigt, dass es Spaß machen kann, 35 km zu radeln, vor und nach der Arbeit, auch wenn sie bei der Testfahrt über teils ungebahnte Wege dafür noch kapp vier Stunden unterwegs war. Auf einer nahezu kreuzungsfreien, gut asphaltierten Strecke, würde sie (allemal mit einem Pedelec oder als sportliche Radlerin) knapp zwei Stunden brauchen. Täglich würde sie das nicht machen, schreibt sie, aber ab un zu vermutlich schon.
1. August 2020
Ich wohne an einer Fahrradstraße ...
Der Mann kann viel erzählen und lässt sich nichts sagen. Er redet, die anderen nicken nur noch.
Rasende Radler und Schönwetterradler kommen in dem, was er erzählt, genauso vor wie Radfahrer (es sind immer nur Männer), die ihm absichtlich reingefahren sind (worein auch immer). Dabei, so sagt er, "Ich fahre ich selber Fahrrad, aber ..." Sie führen auf dem Gehweg, jeder vierte, nein jeder zweite nehme dem Auto, das von rechts kommt, die Vorfahrt. Und bei Regen, sei sowieso nur die Hälfte der Rafahrer unterwegs, und für die wolle man seine Straße in eine Fahrradstraße umwandeln und dafür Parkplätze wegnehmen. Die fahren doch sowieso alle auf dem Gehweg, er könne gar nicht mehr gefahrlos aus dem Haus treten, und in der Fußgängerzone am Spielplatz, wie die da rasen. Die könnten auch nicht einfach mal anhalten, wenn einer über die Straße gehen will. Man könne doch da einfach mal anhalten.
Rasende Radler und Schönwetterradler kommen in dem, was er erzählt, genauso vor wie Radfahrer (es sind immer nur Männer), die ihm absichtlich reingefahren sind (worein auch immer). Dabei, so sagt er, "Ich fahre ich selber Fahrrad, aber ..." Sie führen auf dem Gehweg, jeder vierte, nein jeder zweite nehme dem Auto, das von rechts kommt, die Vorfahrt. Und bei Regen, sei sowieso nur die Hälfte der Rafahrer unterwegs, und für die wolle man seine Straße in eine Fahrradstraße umwandeln und dafür Parkplätze wegnehmen. Die fahren doch sowieso alle auf dem Gehweg, er könne gar nicht mehr gefahrlos aus dem Haus treten, und in der Fußgängerzone am Spielplatz, wie die da rasen. Die könnten auch nicht einfach mal anhalten, wenn einer über die Straße gehen will. Man könne doch da einfach mal anhalten.
30. Juli 2020
Schwabtunnel im August gesperrt
Der Schwabtunnel zwischen West und Süd wird im August für Sanierungsarbeiten komplett gesperrt. Das betrifft nicht nur den Autoverkehr, sondern auch den Fuß- und Radverkehr.
Ohnehin mögen die meisten Radfahrenden diesen Tunnel nicht so so gern, weil viele Autofahrende nicht akzeptieren wollen, dass Radfahrende hier fahren dürfen und nicht überholt werden dürfen. Meistens werden die Wege ziwschen den Stadtteilen Süd und West über die Hohenzollernstraße bewältigt. Dennoch wird die Sperrung für etliche Radfahrende einen ärgerlichen Umweg bedeuten.
Ohnehin mögen die meisten Radfahrenden diesen Tunnel nicht so so gern, weil viele Autofahrende nicht akzeptieren wollen, dass Radfahrende hier fahren dürfen und nicht überholt werden dürfen. Meistens werden die Wege ziwschen den Stadtteilen Süd und West über die Hohenzollernstraße bewältigt. Dennoch wird die Sperrung für etliche Radfahrende einen ärgerlichen Umweg bedeuten.
28. Juli 2020
Der unsichtbare Radfahrer
Dieser biegt links ab und hat offenbar den Radfahrer nicht gesehen, der auf dem Schutzstreifen die Olgastraße hoch kommt.
Dabei war der schon relativ nah, so nah, dass er eine Notbremsung hinlegen musste und den Zusammenprall nur verhindern konnte, weil er sein Fahrrad gut beherrschte und nach links ausschwenken konnte.
Dabei war der schon relativ nah, so nah, dass er eine Notbremsung hinlegen musste und den Zusammenprall nur verhindern konnte, weil er sein Fahrrad gut beherrschte und nach links ausschwenken konnte.
26. Juli 2020
Die Alte Weinsteige bleibt rechtsfreier Autoraum
Die Alte Weinsteige wird regelmäßig und viel von Radfahrenden befahren, auch an einem ruhigen Sonntag.
Zugleich sind viele Autos unterwegs, rauf legal, runter illegal. Die Autofahrer:innen bringen Radfahrende immer wieder in Stress, sogar in Gefahr. Auch an diesem Sonntag im Juli.
Ich war zu Fuß auf dem Weg nach unten. Dabei wurde ich Zeugin eines äußerst knappen Überholmanövers.
Zugleich sind viele Autos unterwegs, rauf legal, runter illegal. Die Autofahrer:innen bringen Radfahrende immer wieder in Stress, sogar in Gefahr. Auch an diesem Sonntag im Juli.
Ich war zu Fuß auf dem Weg nach unten. Dabei wurde ich Zeugin eines äußerst knappen Überholmanövers.
24. Juli 2020
Heute Abend Mahnwache
Wir trauern um einen Radfahrer, der durch einen Unfall zu Tode gekommen ist.
Am Samstag, den 18.7. ist ein 67-jähriger Radfahrer in der Klinik verstorben, der am 25.5. gegen halb eins auf dem Geh-/Radweg zwischen Leibfriedschen Gärten und der Nordbahnhofstraße auf Höhe des Brünner Wegs mit einem anderen Radfahrer zusammengestoßen und gestürzt war.
Um ihn trauern seine Freundin und seine Verwandten besonders, aber auch ich bin sehr traurig und aufgewühlt, denn ich habe viele Jahre lang oft mit ihm zusammen in einem Boot gesessen. Er war ein Ruderkamerad, Mitglied im Stuttgart-Cannstatter Ruderclub. Wir kannten ihn als freundlichen und sportlichen Menschen, und wir werden ihn unendlich vermissen.
Am Samstag, den 18.7. ist ein 67-jähriger Radfahrer in der Klinik verstorben, der am 25.5. gegen halb eins auf dem Geh-/Radweg zwischen Leibfriedschen Gärten und der Nordbahnhofstraße auf Höhe des Brünner Wegs mit einem anderen Radfahrer zusammengestoßen und gestürzt war.
Um ihn trauern seine Freundin und seine Verwandten besonders, aber auch ich bin sehr traurig und aufgewühlt, denn ich habe viele Jahre lang oft mit ihm zusammen in einem Boot gesessen. Er war ein Ruderkamerad, Mitglied im Stuttgart-Cannstatter Ruderclub. Wir kannten ihn als freundlichen und sportlichen Menschen, und wir werden ihn unendlich vermissen.
22. Juli 2020
Parkplätze statt Radstreifen
Blogleserin Heike schüttelt den Kopf. Wochenlang wurde die Zimmermannstraße saniert. Das ist die, die von der Alexanderstraße zum Kreisverkehr Olgaeck runter geht.
Man konnte den freudigen Eindruck haben, als würde da nun für Bergaufradler:innen der Radstreifen in Gegenrichtung zur Einbahnstraße durchgezogen. Die Straße ist ja schmel und geht um eine Kurve und wird rege als Schleichweg genutzt.
Aber nichts da! Wo haben wir hingedacht? Es wurde nur die verblasste Fahrbahnmalerei erneuert, die Parkplätze auf der linken Seite (bergab gesehen) bleiben bestehen. Heike schreibt:
Man konnte den freudigen Eindruck haben, als würde da nun für Bergaufradler:innen der Radstreifen in Gegenrichtung zur Einbahnstraße durchgezogen. Die Straße ist ja schmel und geht um eine Kurve und wird rege als Schleichweg genutzt.
Aber nichts da! Wo haben wir hingedacht? Es wurde nur die verblasste Fahrbahnmalerei erneuert, die Parkplätze auf der linken Seite (bergab gesehen) bleiben bestehen. Heike schreibt:
20. Juli 2020
Städte müssen zeigen, dass sie Falschparken missbilligen
Das Verkehrsministerium hat einen Erlass verfasst, in dem steht, dass die Städte das Abstellen von Autos, Mopeds und Motorrollern auf den Gehwegen stärker ahnden sollen. Wenn Fußgänger:innen ein auf dem Gehweg geparktes Auto auf der Fahrbahn umrunden dann ist das Behinderung und muss geahndet werden. Das gilt auch fürs Halten oder Parken auf Radstreifen, wenn Radfahrende ihren Weg verlassen müssen, um drum herum zu kommen. Auch Private Anzeigen sollen von den Behörden geprüft werden. Wenn ich mir unsere Gehwege so anschaue, dann ist es dringend Zeit für eine Ende der Duldung von Verstößen. Oftmals kommen Fußgänger:innen, vor allem mit Kinderwagen oder an Rollatoren oder in Rollstühlen und Radfahrende schlichtweg nicht mehr durch.
In dem Erlass heißt es:
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