Eine Runde zu Fuß durch Stuttgart Süd und Mitte, und ich muss schon sagen, es steht viel zu viel auf den Gehwegen herum.
Vor allem Motorräder, Mopeds und E-Scooter. Auch Fahrräder, aber die sind die einzigen, die auf Gehwegen stehen drüfen, solange Fußgänger:innen noch gut Platz haben, um an ihnen vorbei zu kommen. Alles andere darf dort nicht stehen. Für sehbehinderte sind das Stolperfallen, für Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen sind es Hindernisse und für Rollstuhfahrende oft sogar unüberwindliche Hindernisse.
Motorräder sind Kraftfahrzeuge, und die dürfen auf Gehwegen nicht abgestellt und geparkt werden. Und die E-Scooter sollten wir auch verbannen.
3. September 2020
1. September 2020
Parkplatzsuche ist teuer
In deutschen Städten suchen Autofahrende im Durchschnitt 41 Stunden im Jahr nach Parkplätzen. Das berichtet die Welt unter Berufung auf eine Studie eines Mobilitätsdienstleisters.
In Stutttgart sucht man im Durchschnitt 51 Stunden. Das kostet nicht nur Lebenszeit und in diesen zwei Tagen auch noch Nerven, sondern auch viel Geld, sowohl die Eigentzümer:innen eines Autos, als auch die Stadt und die Stadtgessellschaft. Die Parkplatzsuche verursacht pro Autofahre rund 1.000 Euro im Jahr, wenn man die verschwendete Zeit, den Kraftstoffverbrauch und die Abgasbelastung betrachtet, auf ganz Deutschland bezogen errechnet Inrix 40 Milliarden Euro, die uns die Parkplatzsucherei kostet.
In Stutttgart sucht man im Durchschnitt 51 Stunden. Das kostet nicht nur Lebenszeit und in diesen zwei Tagen auch noch Nerven, sondern auch viel Geld, sowohl die Eigentzümer:innen eines Autos, als auch die Stadt und die Stadtgessellschaft. Die Parkplatzsuche verursacht pro Autofahre rund 1.000 Euro im Jahr, wenn man die verschwendete Zeit, den Kraftstoffverbrauch und die Abgasbelastung betrachtet, auf ganz Deutschland bezogen errechnet Inrix 40 Milliarden Euro, die uns die Parkplatzsucherei kostet.
31. August 2020
Der richtige Fahrradsattel hilft
Ich schätze, viele, die jetzt im Sommer erstmals auf längeren Fahrradtouren unterwegs waren, stellten fest: Das tut weh. Der Sattel passt nicht. Wenn der Hintern weh tut, nicht aufgeben, sonderen einen anderen Sattel suchen, der passt! Das ist nicht immer leicht, aber möglich. Frauen brauchen nicht grundsätzlich andere Sättel als Männer, sie brauchen beispielsweise keine breiteren, sie müssen aber unter Umständen auf andere Details achten.
29. August 2020
Miteinander statt gegeneinander
Verkehrsfragen werden offenbar am liebsten als Konkurrenz diskutiert, als Kampf um Raum und ungestörtes Vorankommen.Für Autos gibt es viele Straßen und auf sie zugeschnittene Ampelschaltungen, für Zufußgehende gibt es Gehwege und Überwege. Das Charakteristische dieser beiden Infrastrukturen: Es gibt sie schon sehr lange, sie sind - vor allem für Autos - durchgängig und ausgefeilt. Die Infrastruktur für Radfahrende ist dagegen lückenhaft, brüchig und mit permanenten Systemwechseln verbunden. Sie ist jung. Das Fahrrad ist das dritte Verkehrsmittel, dass zwischen Fußgängerwegen und Autostraßen hin und her geschoben wird. Radler stören Autofahrer, und sie stören Fußgänger. Aber sie können nichts dafür. Für sie sind, auch bei uns in Stuttgart, die Wege nicht angelegt.
27. August 2020
Gilt der Überholabstand auch bei Radfahrstreifen?
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| Radfahrstreifen Möhringen |
Der ADFC vertritt die Ansicht, dass er überall gilt, auch für Radfahrende auf Radfahrstreifen. Nach Ansicht des Bundesministeriums für Verkehr handelt es sich bei Radfahrstreifen um Sonderwege, die nicht Teil der Fahrbahn sind, weshalb aus rechtlicher Sicht kein Überholvorgang vorliegt. (VwV-StVO zu § 2 StVO zu Abs. 4 Satz 2 unter I. 3)
Dazu hat der Grünen-Bundestagsabgeordneten Gelbhaar eine Anfrage an das Verkerhsministeirum gestellt, aber keine Antwort erhalten. Es gibt aber eine Antwort von der Unfallforschung der Versicherer.
25. August 2020
Es ist noch nichts geschwätzt
Oder anders gesagt: Autofreie Innenstädte lösen Panik in unserer autoverliebten Gesellschaft aus und scheitern immer wieder an der Angst der Politik.
Was der neue grüne OB von Hannover erlebt, ist durchaus typsich und gilt auch für Stuttgart. Sobald Straßrenrandparkplätze im Innenstadtbereich reduziert und einzelne kleine Straßen für den Autoverkehr gesperrt werden sollen, treten die Händler:innen und deren Verbände auf den Plan und beschwören den Untergang des Innenstadthandels. Die Gedankenwelt, in der sie und die ihnen verbundenen politischen Parteien leben, sieht aus wie in den Neunziger Jahren und beinhaltet die Sehnsucht nach den siebziger Jahren. Das heißt: Man fährt mit dem Auto in die Innenstadt und stellt es am besten mitten auf einem Marktplatz ab, zumindest aber am Straßenrand vor der Drogerie, wo man ein Schampoo kaufen möchte.
Wenn das nicht geht, wird das Schampoo im Internet bestellt, so die Dauerdrohung.
Was der neue grüne OB von Hannover erlebt, ist durchaus typsich und gilt auch für Stuttgart. Sobald Straßrenrandparkplätze im Innenstadtbereich reduziert und einzelne kleine Straßen für den Autoverkehr gesperrt werden sollen, treten die Händler:innen und deren Verbände auf den Plan und beschwören den Untergang des Innenstadthandels. Die Gedankenwelt, in der sie und die ihnen verbundenen politischen Parteien leben, sieht aus wie in den Neunziger Jahren und beinhaltet die Sehnsucht nach den siebziger Jahren. Das heißt: Man fährt mit dem Auto in die Innenstadt und stellt es am besten mitten auf einem Marktplatz ab, zumindest aber am Straßenrand vor der Drogerie, wo man ein Schampoo kaufen möchte.
Wenn das nicht geht, wird das Schampoo im Internet bestellt, so die Dauerdrohung.
23. August 2020
Stehen und liegen lassen
Super Idee! Rad abstellen, absteigen und mitten auf dem Radweg stehen lassen (Ironie). Gute Idee. Ein Radfahrer steigt ab und stellt das Regiorad zu den anderen in die Abstellanlage zurück (keine Irionie). So gesehen auf dem Zweirichtungsradweg an der Leuze-Haltestelle an einem Samstagvormittag. Manchmal frage ich mich schon ... obgleich ich ja für vieles Verständnis entwickeln kann.
21. August 2020
Radzeichen geben Orientierung
Blogleser Reinhard war im August in Frankfurt mit dem Fahrrad unterwegs. Er schreibt mir, dass dort vielfach Radzeichen auf der Fahrbahn sind, wo die Radstreifen aufhören und Kreuzungen beginnen.
Reinhard findet die Situation für Radfahrende und die Radpolitik in Frankfurt deshalb besser, weil es mehr breite Straßen gibt, wo man Radstreifen oder Radwege einrichten kann. Aber auch die hören immer wieder vor Kreuzungen auf und Radfahrende müssen im Mischverkehr weiterfahren. Er findet, dass die Radzeichen dem Radler Orientierung geben, wo er auf seiner Radroute weiterfahren soll. Auch Autofahrende sehen, dass die Stadt nicht erwartet, dass Radfahrende sich hier auf Gehwege verdrücken, sondern dass sie auf der Fahrbahn fahren.
Reinhard findet die Situation für Radfahrende und die Radpolitik in Frankfurt deshalb besser, weil es mehr breite Straßen gibt, wo man Radstreifen oder Radwege einrichten kann. Aber auch die hören immer wieder vor Kreuzungen auf und Radfahrende müssen im Mischverkehr weiterfahren. Er findet, dass die Radzeichen dem Radler Orientierung geben, wo er auf seiner Radroute weiterfahren soll. Auch Autofahrende sehen, dass die Stadt nicht erwartet, dass Radfahrende sich hier auf Gehwege verdrücken, sondern dass sie auf der Fahrbahn fahren.
19. August 2020
Parkende Autos sind das größte Radunfallrisiko
Die Tagesschau hat einen WDR-Bericht veröffentlicht. Demnach sind parkende Autos für jeden fünften Radunfall verantwortlich.
Das Hauptroblem sind Dooring und Sichtbehidnerung, sagt Siegfried Brockmann, der für die UDV eine Studie über Unfälle erstellt hat, die direkt oder indirekt mit dem ruhenden Verkehr zu tun haben.
Zum Beispiel:
Das Hauptroblem sind Dooring und Sichtbehidnerung, sagt Siegfried Brockmann, der für die UDV eine Studie über Unfälle erstellt hat, die direkt oder indirekt mit dem ruhenden Verkehr zu tun haben.
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