Endlich, endlich! Gut zweitausend Radfahrende täglich können jetzt schön die Böblinger Straße rauffahren, ohne von zu eng überholenden Autos bedrängt zu werden. Der Radfahrstreifen ist da. Der mit Anwohner:innen, Radfahrenden und der Verwaltung ausgehandelte Radstreifen bergauf und bergab ist fertig. Es fehlen nur noch einige Markierungen auf dem Radstreifen selbst, und ich hoffe, dass auch der Asphalt dort noch schön neu und glatt gemacht wird. Dieser Radfahrstreifen anstelle des Parkstreifens, der dort war, ist bequem und breit und hat außerdem einen Sicherheitsstreifen links zum Autoverkehr, der ebenfalls etwas mehr Platz hat. Enges Überholtwerden ist damit Geschichte. Und das war auch das Problem, dieser viel beradelten Strecke, die nicht nur Vaihingen mit der Innenstadt verbindet, sondern auch von vielen Pendler:innen zwischen Sindelfingen oder Böblingen und Innenstadt benutzt wird. Hier war bisher ein schmaler alter sogenannter Schutzstreifen zwischen geparkten Autos und Autofahrbahn. Eigentlich ist der Schutzstreifen ja Teil der Fahrbahn, Autofahrende durften Radfahrende hier nicht überholen, weil der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden konnte. Aber auch zusätzlich aufgestellte Überholverbotsschilder von Zweirädern halfen nicht wirklich. Immer wieder hatten Radfahrende hier eine Nahtoderfahrung, wenn ein Lkw mit 30 Zentimetern vorbeizog, während rechts jeden Moment eine Autotür hätte aufgehen können.
Das ist jetzt weg, das ist behoben. Und es ging vom Beschluss zur Ausführung auch sehr schnell. Wir sind glücklich - also ich zumindest. Der Beginn der neuen Ära des Radfahrendes auf der Böblinger Straße ist allerdings noch mit ein paar Anfangsschwierigkeiten verbunden. Noch parken immer wieder Autos auf dem Radfahrstreifen. Hier die ganze Geschichte: