4. Februar 2024
Geschützter Kreisverkehr in Eislingen
2. Februar 2024
Geparkte Autos in der Fahrradstraße
Die Fahrradstraße Möhringer Straße wird über die Tannenstraße, die ebenfalls Fahrradstraße ist, mit der Böblinger Straße verbunden.
Dort parken bergauf jede Menge Autos und machen die Fahrbahn so schmal, dass ein Begegnungsverkehr Auto Fahrrad nicht mehr möglich ist. Radfahrende müssen in der Regel absteigen. Das ärgert. Aber dürfen die Autos da überhaupt geparkt werden? Ja, sie dürfen, antwortet die Stadt.
Wo keine Park- oder Halteverbotsschilder stehen, darf in der Fahrradstraße geparkt werden. Der blaue Strich bedeutet verkehrsrechtlich gar nichts, er markiert nur farblich die Fahrradstraße. Anders ist das mit der gelben Linie, die man auf dem Foto bei den Radbügeln sieht. In Österreich bedeutet sie Halte- und Parkverbot. Es sie hier bedeutet, ist unklar. Und was ist mit dem Parken an den Baumbeeten?
31. Januar 2024
Zeit der Schlaglöcher
Rattert man mit dem Auto über Löcher im Asphalt, schüttelt man den Kopf über die Stadt und fährt weiter. Gerät ein Mensch auf dem Fahrrad in ein Schlagloch, das bei Dunkelheit schlecht sichtbar war oder unversehens in oder hinter einer Kurve auf der Fahrlinie auftauchte, und stürzt, dann heißt es wieder mal: Alleinunfall, rätselhaft, Ursache unbekannt.
Diese Schlaglöcher werden durch Autoreifen hervorgerufen und vergrößert und befinden sich klassischerweise genau dort, wo unsere Fahrlinie ist, auf den 80 cm vom Bordstein entfernt. Da Autofahrende nicht auf die Fahrbahn achten müssen, verstehen sie gar nicht, wieso wir auf dem Fahrrad auf einmal einen Schlenker nach links zur Fahrbahnmitte machen. Sie sehen nicht, wovor wir ausweichen, und schimpfen auf den Radler. Aber genau wegen solcher Schlaglöcher und unserer schnellen Ausweichmanöver sollten Autofahrende uns eben niemals eng überholen.
Für Autofahrende werden alle Hindernisse und Schründe auf einer Fahrbahn beseitigt, die ein Auto ins Schleudern bringen oder zu Unfällen mit Blechschaden führen könnten. Und bis zur Reparatur werden Warnschilder aufgestellt. Radfahrende müssen selber gucken und sich immer selber sichern. Also passt auf.
29. Januar 2024
Die arrogante Platzverteilung
Autofahrende beanspruchen am meisten Platz in einer Stadt. Für Radfahrende und Fußgänger:innen bleiben nur die Radflächen.
Autofahrende stellen zwar eine große Gruppe dar, aber nicht die absolute Mehrheit in der Stadt. Die meisten Menschen sind zu Fuß, in Bussen und Bahnen und mit dem Fahrrad unterwegs. Sie stellen die im Grunde unsichtbare Mehrheit in unseren Städten. Aber den meisten Platz in einer Stadt bekommen die Autofahrenden zugesprochen. Den wenigsten die Radfahrenden.
Der kanadisch-dänische Stadtplaner und Stadtmobilitätsexperte Mikael Golville-Andersen hat für diese Platzverteilung das Wort "Arroganz" gewählt. Er hat ein Tool entwickelt, mit dem wir selbst anhand eigener Fotos oder Bildschirmfotos von Stadtplänen die Platzverteilung markieren können. Ich habe das mal für den Charlottenplatz gemacht (Auswertung siehe unten).
27. Januar 2024
Warum die Verkehrswende nicht gelingt
| Fahrradstraße von Autos beherrscht |
Das scheint insbesondere für Straßen zu gelten. Da muss alles so bleiben, wie es ist. "Wir haben alle das Auto im Kopf", sagt der Sozialwissenschaftler Andreas Knie in einem sehr sehenswerten Beitrag von Panorama, auch die, die gar kein Auto haben. Die denken an die Autoindustrie. Jeder Fahrradbügel anstelle eines Parkplatzes sei für viele eine Bedrohung der Autoindustrie, von der sich viele Deutsche abhängig fühlen. Das ist gewissermaßen das Narrativ der Deutschen: Ohne Autoindustrie sind wir nichts und enden in Armut. Das ist natürlich falsch, aber es steckt in vielen Köpfen fest.
Zwar will eine Mehrheit weniger Autos in der Stadt, doch kaum jemand will dabei aufs eigene Auto verzichten. Der Klimawandel soll zwar aufgehalten werden, aber von den anderen, nicht von mir.
25. Januar 2024
Auf Solar-Radwegen in die Zukunft
In Freiburg gibt es seit April vergangenen Jahres den ersten Radweg mit einem Solardach. Er schützt Radfahrende vor Regen und erzeugt Strom. Die Strecke ist über 300 Meter lang.
In den Niederlanden werden schon länger Radwege mit Solarplatten ausprobiert. Inzwischen ist die neue Generation am Start. Sie PV-Module sind wenige Millimeter dick und leicht angeraut, damit man mit den Radreifen nicht rutscht. Und sie sind effizienter als die ersten. Im vergangenen Jahr wurden zwei neue Solar-Radwege eingeweiht, die von dem Unternehmen Wattway gebaut wurden, das nach eigenen Angaben weltweit 40 Solarradwege betreibt.
Auf baumlosen und nicht von Häusern beschatteten Strecken ist das durchaus eine Option auch für Deutschland. Eine Fläche für den Radverkehr, die ohnehin versiegelt ist oder werden muss, produziert dann auch noch Strom. Auch wenn die Solarplatten robust sind, sollten sie aber vermutlich nicht mit Autos befahren werden, und das muss sichergestellt sein. In Deutschland scheiterte ein erster Solarradweg 2019
23. Januar 2024
Wer Radwege baut, kriegt Radverkehr
Die Erkenntnis ist nicht überraschend, wenngleich sie auch hier im Blog immer mal wieder infrage gestellt wird von denen, die das Fahrbahnradeln bevorzugen.
Sie ist vor zwei Jahren durch eine Studie belegt worden, wie die Seite Rad Schleswig-Holstein berichtet. Die Studie vergleicht Städte, die provisorische Trassen, sogenannte Pop-up-Radwege ausgewiesen haben mit denen, die das nicht getan haben. Auf den insgesamt 11,5 Kilometern solcher Radwege nahm der Radverkehr vom März bis Juli 2020 zwischen 11 und 48 Prozent zu. Das berichtet auch die Süddeutsche Zeitung. Wer Radwege baut, bekommt deutlich mehr Radverkehr. Autofahrende steigen öfter aufs Fahrrad um. Ob solche Zahlen auch in Nachpandemiezeiten Bestand haben, ist noch nicht erforscht.
Dass sich ungefähr die Hälfte der Radfahrenden auf der Straße zwischen Autos unwohl fühlen, hat der SWR bei seiner Aktion "besserRadfahren" aber bereits untersucht.
21. Januar 2024
Steg Fauststraße wird neu gebaut
Ein neuer soll noch in diesem Jahr gebaut werden, Baubeginn ist März, der Bau soll 12 Monate dauern. Für Fußgänger:innen gibt es die Möglichkeit, per Z-Übergang und Treppe aufseiten des Fanny die Rottweilerstaße samt Gleisen zu überqueren, aber Radfahrende müssen lange Umwege fahren.
19. Januar 2024
Schmale Straße für Radfahrende sperren geht nicht
Das hat das Verwaltungsgericht Leipzig entschieden. Gemeinden können Fahrbahnen nicht einfach für Radfahrende sperren, wenn sie sie so schmal sind, dass Autofahrende die Räder nicht überholen können.
In Groitzsch im Landkreis Leipzig hat, wie der ADFC berichtet, die Gemeinde 2021 eine schmale Kommunalstraße (die Kippenstraße), die von wenigen Autos befahren wird, für Fahrräder gesperrt. Dagegen hat ein Mitglied des ADFC Widerspruch eingelegt, doch die Gemeinde wollte das nicht hören. Sie argumentierte, wegen des Überholbstands von 1,5 Metern sei die Straße zu schmal als dass Lkw-Fahrende regelkonform überholen könnten. Verhandlungen führten zu keiner Lösung. Darauf hin hat der ADFC eine Klage unterstützt. Das Verwaltungsgericht Leipzig gab dem Kläger im August Recht.






