Ich bin neidisch. Die österreichische Hauptstadt baut in Rekordzeiten ihren Radverkehr aus. Über die Grünen Pfeile habe ich schon berichtet. Im vergangen Jahr kamen 23 km Radinfrastruktur dazu, nach 20 km im Jahr davor. Und wir?
Selbst wenn man der von sich selbst begeisterten Darstellung von Fahrradwien mit einem bisschen Misstrauen begegnen wollte (ich kann nicht nachprüfen, wie gut die Radwege sind), scheinen sie schnell voranzukommen. Vor allem scheint der Zeitrum zwischen Beschluss, Planung und Ausführung kurz zu sein. Bei uns in Stuttgart ist das nicht so. Zwischen Beschlüssen und Ausführung vergehen nicht selten sechs Jahre (z.B. Haupradroute 2, die immer noch nicht fertig ist). Ein Teil der Stadtverwaltung und Stadtpolitik will, ein anderer nicht. Im Gemeinderat gibt es noch immer eine Mehrheit für klimagerechte Mobilität, also für den Fuß- und Radverkehr. In der Verwaltung gibt es höchst engagierte Planer:innen. Doch scheint die Einigkeit beim Aufbruch zur Fahrradstadt nicht vorhanden zu sein. Die Stuttgarter Zeitung hat das Thema unter dem Titel "Wenn Radwege trotz Beschluss ewig auf sich warten lassen" aufgegriffen (STZPlus) und führt neben der HRR 2 Hedelfingen die Rad- und Busspur unter der Bahnbrücke der König-Karl-Straße in Cannstatt an.








