Das Fahrrad sei das tödlichste Verkehrsmittel, titelte einst der Spiegel. Nein, ist es nicht: Das Auto ist das tödlichste Verkehrsmittel.
Die Medien neigen grundsätzlich dazu, Radfahren als gefährlich hinzustellen und uns mit Ratschlägen zu bedrängen, die unser Risiko mindern sollen, getötet zu werden (Warnwesten, Glitzerkleidung, Helme). So entsteht der Eindruck, als seien wir Radfahrende hauptverantwortlich dafür, dass Autofahrende uns verletzen oder töten. Das spiegelt sich auch in zahllosen Polizei- und Pressemeldungen über Zusammenstöße von Autofahrenden mit Fußgänger:innen oder Radfahrenden wider, übrigens aus wirtschaftspolitischen Gründen. Die Folge: Viele Menschen, die hauptsächlich Auto fahren, halten Radfahren für so riskant für ihr eigenes Leben, dass sie es als Fortbewegungsmittel für den Weg zu Arbeit ausklammern. Berichte in den Medien (auch hier im Blog) über getötete Radfahrer:innen tragen ein Übriges zur Angst bei. Wobei im Gegensatz dazu Berichte über getötete Fußgänger:innen nicht dazu führen, dass man das eigene zu Fuß Gehen infrage stellt. Und das hat einen guten Grund.





